Nach langer und sorgfältiger Planung war es der Junior Section endlich möglich ein Herzensprojekt umzusetzen -> das Goody Bag für StudienanfängerInnen erdwissenschaftlicher Studiengänge!

Das Goody Bag ist gefüllt mit nützlichen Dingen, welche den Start in das Studium erleichtern sollen. So bekommen die jungen StudienanfängerInnen ein Feldbuch, einen Kompass und eine Gesteinslupe, weiters gibt es Informationsbroschüren zu den einigen der wichtigsten erdwissenschaftlichen Vereinen in Österreich. Zusätzlich wurde nicht nur von unserer Schwesternarbeitsgruppe – der Arbeitsgruppe für Digitale Geologie – ein Kurs-Gutschein in Wert von 45 € zur Verfügung gestellt, sondern auch von der Österreichischen Paläontologischen Gesellschaft ein Gutschein für eines ihrer vielen wissenschaftlichen Publikationen beigelegt!

In den letzten Septemberwochen wurden die Goody Bags an die österreichischen Universitäten ausgeschickt und werden nun an die StudienanfängerInnen verteilt!

Wir bedanken uns sehr bei allen Sponsoren, kooperierenden Vereinen (ÖPG, AGS), den teilnehmenden Studienrichtungsvertretungen, sowie mithelfenden Mitgliedern der Junior Section und wünschen allen StudienanfängerInnen viel Spaß und Erfolg im Studium!

Moritz Bauer & Manuel Werdenich
ÖGG Junior Section

Unter dem Titel "Gosaukreide & Triasriffe" fand am 12. und 13. September 2020 eine Exkursion in Kooperation mit der ÖPG statt. Teilnehmer aus allen Altersklassen und beiden Vereinen ​verbrachten zwei sonnige, spätsommerliche Tage in Rußbach und Gosau, um die lokale Geologie genauer kennenzulernen. Die fachliche Leitung übernahm Michael Wagreich von der Universität Wien, welcher von Harald Lobitzer und Kevin Kearney unterstützt wurde.

Der erste Tag der Exkursion stand ganz im Zeichen der Fossilien rund um Rußbach am Paß Gschütt. Nach dem Besuch des Privatmuseums Schwaighofer in Rußbach wanderten die Exkursionteilnehmer den Randobach entlang und suchten dort auch nach Fossilien. Danach wanderten die meisten zur sogenannten Schneckenwand, ein denkmalgeschützter Aufschluss mit einem Massenvorkommen von Trochactaeon conicus und Trochactaeon giganteus. Der Abend fand einen gemütlichen Ausklang beim Kirchenwirt in Rußbach.

Der zweite Tag stand mehr im Zeichen der regionalen Geologie und startete am Gosausee. Nach einem Halt beim Oberkreideriff nächst dem Gasthof Gosauschmied (Haltepunkt „Hippuriten-Riff im Gosaumeer“ des Hintertal-GEO-Rundweges), ging es noch hinauf in Richtung Postalm. Dort endete die Exkursion nach genauerer Besichtigung eines Gosauprofils entlang der Postalm-Mautstraße.

Die Organisatoren (Stefanie Koppensteiner, Iris Feichtinger (ÖPG) und Manuel Werdenich) bedanken sich nochmals recht herzlich bei den fachlichen Leitungen und bei allen Teilnehmern für die Einhaltung der Covid-19 Schutzmaßnahmen!

Bericht: Stefanie Koppensteiner
Fotos: Harald Bauer, Kevin Kearney, Wolfgang Nachtmann, Larissa Patiño, Manfred Schauer
Drohnenvideos von Carlos Pulido: Randobach & Schneckenwand

von Florian Lehner

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Univ.-Dozent Dr. Georg Mandl ist am 18. Juli 2020 friedlich entschlafen, eine Woche vor seinem 95. Geburtstag. Österreichische Geologen haben Georg Mandl zumeist wohl erst kennengelernt, als er seine vielseitige, international orientierte Forschertätigkeit bei Shell Research in den Niederlanden in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zunehmend in Richtung Tektonik und Strukturgeologie lenkte. Von seinen Buchveröffentlichungen hat gewiss schon seine erste, 1988 bei Elsevier erschienene Monographie “Mechanics of Tectonic Faulting - Models and Basic Concepts”, mit ihrem ebenso anregenden wie anspruchsvollen Zugang über Experiment und Theorie, aber auch Wertschätzung von teamwork, einen starken Eindruck als das Werk einer charismatischen Forscherpersönlichkeit hinterlassen, den eine erste Begegnung mit dem Autor sogleich bestätigte.

Georg Mandl hat ein glückliches, außerordentlich produktives, man könnte auch sagen wohltemperiertes Leben gelebt. Und weil dem, der hier schreibt auch gegönnt sei, den Blick auf seines Freundes Leben und Wirken hin und wieder ins Anekdotische abschweifen zu lassen, trifft es sich vielleicht anfangs den Ausruf “Wie Goethe!” einer von seinem Anblick offenbar entzückten Freundin zu erwähnen, an den sich der so treffend Verglichene immer gerne erinnert hat. Denn wie jener große Olympier, dem das Leben selbst als Kunstwerk galt, so besaß auch Georg einen inneren Kompaß, der ihm zur rechten Zeit immer den rechten Weg wies und für Ausgewogenheit in allem Tun und die heitere Grundstimmung und lebensfrohe Aufgeschlossenheit sorgte, die er ausstrahlte.

Georg wurde in Feldkirch geboren, als erster der drei Söhne von Dr. Georg Mandl und Franziska Mandl (geb. Heim). Der Rechtsanwalt Dr. Mandl stammte aus einer Wiener Familie und hatte in Feldkirch eine Kanzlei gegründet. Dort betrieb Georgs Mutter ihr Erbe, das Hotel Vorarlberger Hof, in dessen privatem Teil Georg und seine Geschwister komfortabel und sorgenfrei aufwuchsen. Georg erzählte immer gerne von seinem frühen Interesse für Biologie, die Tierwelt im Kleinen, von Experimenten mit Insekten, und davon dass er “keinerlei Interesse für Geographie und Karten” oder “rein topographische Tatsachen” gehabt habe, sondern eher an gesetzmäßigem Verhalten von Lebewesen oder gesetzmäßigen Vorgängen in der unbelebten Natur. Die formativen Jahre am Feldkirchner Gymnasium wurden bereichert durch eine enge Freundschaft mit Werner Greub, dem späteren renommierten Algebraiker. Der intensive Austausch mit seinem Freund bestärkte Georg in der Absicht, nach seiner Matura (naturwissenschaftl. Zweig) am Feldkirchner Gymnasium im Jahre 1943 Physik zu studieren. Doch zunächst wurde er in den Wehrdienst bei der Deutschen Wehrmacht einberufen, den er bis Kriegsende bei einer Nachrichteneinheit leistete. Unvergesslich das “Habe die Ehre!”, mit dem sich der gewöhnliche Soldat Georg Mandl von seinem Hauptmann verabschiedete, wie er gerne erzählt hat.

Im Frühjahr 1946 begann Georg Mandl das Studium der Theoretischen Physik und Mathematik an der Universität Innsbruck, setzte dies fort in Wien, und promovierte dort im Jahre 1951 mit einer Dissertation “Zur Begründung der geometrischen Strahlenoptik aus der Maxwellschen Feldtheorie” bei den Professoren H. Thirring und W. Glaser. Im Frühjahr 1953 erhielt er eine Anstellung als Projektierungsingenieur bei der Firma Siemens & Halske

in Wien hielt er aber gleichzeitig Ausschau nach Möglichkeiten in der Forschung. Hier wurde er 1954 fündig, am Tag seiner Hochzeit mit Berta Unterberger, als ihm das Amsterdamer Forschungslaboratorium der Firma Shell ein Anstellungsangebot machte. Georg und Berta Mandl zogen nach Amsterdam. Für Georg war dies der Anfang einer langen und fruchtbaren Wissenschaftlerkarriere bei Shell Research und für das junge Paar der Eintrit in ein cosmopolitisches Leben. Holland und seine weltoffenen und geselligen Einwohner entsprachen den Vorlieben des jungen österreichischen Paars, in dessen Heim bald ein lebenslanger Freundeskreis entstand, gelabt von Bertas Wiener Küche und gewürzt von Georgs Geist und Witz und seiner Vorliebe für den neuerworbenen niederländischen Sprachschatz; darin hat ihn schließlich nur seine 1955 geborene Tochter Barbara noch übertroffen, die vieles an Geschmack und Talent mit ihrem Vater teilte und an der Universität Leiden Theoretische Physik studiert und in Konstanz promoviert hat.

Zum Zeitpunkt von Georgs Ankunft im Koninklijke/Shell Laboratorium in Amsterdam genoß das “KSLA” bereits einen Ruf als eines der innovativsten Forschungsinstitute in den Bereichen der Aufsuchung, Gewinnung und Verarbeitung von fossilen Kohlenwasserstoffen. Geführt von Managern, die meist aus dem Kreis von Mitarbeitern hervorgegangen waren und als renomierte Wissenschaftler enge Beziehungen zu Universitäten pflegten, wo sie oftmals gleichzeitig eine Professur inne hatten, entstanden hier in den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts richtungweisende Forschungsarbeiten, insbesondere auch in der Theorie von Transportprozessen. Aus dieser Periode stammt eine grundlegende Arbeit von G. Mandl und J.H. Kruizinga zur Theorie von nicht mischbaren Zwei-Phasen Stömungen in porösen Medien, (Z. f. Angew. Physik 13/2, 1961. Diese beschreibt u.a. das Auftreten von sprunghaften Änderungen in den Sättigungen (Porenvolumenanteilen) von zwei strömenden Flüssigkeiten, wie im Beispiel von Öl, das durch Wasser verdrängt wird.

Im Jahre 1960 zog ein Teil der KSLA Belegschaft um nach Rijswijk bei Den Haag in das dort neu errichtete Koninklijke/Shell Exploratie en Produktie Laboratorium (KSEPL), in dem auschließlich Forschung in den “upstream” Bereichen der Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen betrieben werden sollte. Hier setzte Georg seine Arbeiten über Transportprozesse in porösen Medien fort mit einer theoretischen Beschreibung eines komplexen Prozesses mittels Wasserdampf thermisch stimulierter Förderung von hochviskosem Erdöl, unter Fachleuten bekannt als steam drive. Angeregt von früheren, an der TH Wien entstandenen Arbeiten von G. Heinrich und K. Desoyer zur Hydromechanik von Grundwasserströmungen gab er eine statistische Begründung des Gesetzes von Darcy, kam dabei erstmals in Kontakt mit der Theorie flüssigkeitsgesättigter elastischer Medien und entwickelte eine Mittelungsprozedur, mit deren Hilfe er Maurice Biots damals schon zwanzig Jahre alte, phenomenologische Theorie elastischer poröser Medien zu begründen suchte.

Nun folgte 1963 ein für Georg entscheidender, zweijähriger Aufenthalt im dem Schwesterlaboratorium der Firma Shell in den Vereinigten Staten, im Rahmen eines damals üblichen wissenschaftlichen Austauschprogramms. Georg, Berta und Barbara zogen für zwei Jahre nach Houston, Texas. In Georgs Gepäck befand sich noch seine Theorie des steam drive, die in Houston zunächst von C. Volek experimentell untermauert werden konnte. Eine als Ergebnis dieser Zusammenarbeit erschienene spätere Veröffentlichung markiert einen Meilenstein in der quantitativen Beschreibung von Massen- und Wärmetransport in porösen Medien.

In Houston erhielt Georg Anregungen von mehreren Seiten, die für seine Hinwendung zur “Tektonomechanik” nun den entscheidenden Anstoß gaben. Das Labor und die Arbeitsgruppe seines Kollegen John Handin lieferte fundamentelle experimentelle Daten und Erkenntnisse im Bereich der Gesteinsmechanik. In Houston verfolgte man damals das durch den früheren Abteilungsleiter M. King Hubbert vorgegebene Ziel, quantitative theoretische Modelle für bestimmte geologische Strukturen zu entwickeln, um damit Voraussetzungen und Bedingungen für deren Entstehung zu klären. Angeregt durch King Hubbert’s bekanntes Experiment mit trockenem Sand - das eine Demonstration der Genese von Andersons Abschiebung und Überschiebung in einem reibungsplastischen Lockermaterial lieferte - interpretierte Georgs Kollege Helmer Odé damals die synsedimentären Brüche entlang des Golfs von Mexiko in einer theoretischen Pionierarbeit als Diskontinuitäten im Geschwindigkeitfeld eines plastisch deformierten Sedimentkörpers. Folgenreich für Georg war auch der Einfluß von Maurice Biot, während dessen Konsulententätigkeit bei Shell Dev. Co. in Houston eine Reihe von grundlegenden theoretischen Arbeiten über die Faltung viskoelastischer Strata, teilweise in Zusammenarbeit mit H. Odé, erschienen und dem mathematisch versierten Physiker ein an vielen Stellen fast noch brachliegendes Feld geomechanischer Anwendungen der modernen nichtlinearen Kontinuumsmechanik vor Augen führte.

Nach seiner Rückkehr 1965 an das KSEPL in Rijswijk erhielt Georg Mandl den Auftrag, ein neues Forschungsteam im Bereich Geomechanik und Strukturgeologie aufzubauen, dessen Aufgabe es sein würde, das quantitative Verständnis von geologischen Prozessen und Strukturen zu fördern. Davon erwartete man zusätzliche, von der Mechanik und Tektonophysik herkommende Entscheidungshilfen, beispielsweise für die Interpretation seismischer Daten, der Beurteilung möglicher erdölhöffiger Strukturen oder auch bei der Rekonstruktion der Migrationswege fluider Kohlenwasserstoffe aus dem Muttergestein in mögliche Fallen. Keine Aufgabe hätte Georgs Wünschen mehr entsprechen können und bestimmte in den nun folgenden Jahren bis zu seiner Pensionierung im Sommer 1985 sein Hauptinteresse an den Themen Bruchformung, Faltung und Klüftung. Allerdings blieb Georg damit im wohl aufregendsten Dezennium der Erdwissenschaften bewußt im strukturgeologischen Größenordnungsbereich. Ocean floor spreading, plate tectonics, subduction zones … ? Fehlanzeige! Gut möglich, dass Georgs frühes Desinteresse an “Geographie und Karten” hier nachgewirkt hat. Obendrein stand der Geomechaniker mit der Aufgabe einer quantitativen Analyse zuallererst vor der Frage realistischen Materialverhaltens, um so mehr der Strukturgeologe mit der nach den jeweils relevanten paläomechanischen Parameterwerten, Georg Mandls “großen Unbekannten” (s. Berg- und Hüttenmännische Monatshefte, 4, 1991). Georg sah darin auch einen naheliegenden Grund, die Theorie reibungsplastischer Materialien und deren Anwendung in der Bruchtektonik als ersten Aufgabenbereich für seine Gruppe zu wählen. Er selbst widmete sich zunächst der Theorie reibungsplastisch fliessender granulärer Materialien und der double-gliding Kinematik von konjugierten Scherbändern. Ergebnis dieser Arbeit war ein plastisches Fließgesetz, Gegenstand einer gemeinsamen Veröffentlichung mit R. Fernandez-Luque (s. Géotechnique, 20, 277, 1970), entstanden in fruchtbarem Kontakt mit Prof. de Josselin de Jong (Delft) und Prof. A.J.M. Spencer (Nottingham). Georgs Team lieferte schon bald wertvolle experimentelle Ergebnisse zur Entstehung von Schergefügen in granulären Materialien (G. Mandl, L.N.J. de Jong, A. Maltha, Rock Mechanics 9, 1977) ebenso wie Feldbeobachtungen zur Struktur junger synsedimentärer Bruchzonen in den klassischen Aufschlüssen der Braunkohlen Tagbaue im Rheinischen Erft Becken (F.K. Lehner & W.F. Pilaar, in: Hydrocarbon Seals, NPF Special publ. 7, 1997).

Frühzeitig untersuchten Georgs Mitarbeiter theoretische Modelle für Scherbänder auf dem Weg einer numerischen Lösung der Gleichungen für komplexes reibungsplastisches Materialverhalten bei grossen Verformungen. Scherbänder, die trotz anfänglich homogener Verformung einer Gesteinsprobe spontan an Fehlerstellen im Material entstehen, um zu einer makroskopischen Diskontinuität zusammenzuwachsen, dieses Modell der Entstehung eines Bruches wurde in zweifacher Hinsicht in mehreren Fallstudien erprobt; einerseits betreffend den Einfluß bestimmter Materialeigenschaften und andererseits betreffend grundlegende Fragen der numerischen Lösungsmethodik. Parallel hierzu unternahm Georgs Gruppe “Sandbox” Modellexperimente (W.T. Horsfield, J. Struct. Geol. 2/3, 1980; M.A. Naylor et al., J. Struct. Geol. 7/8, 1986). Diese bildeten dann sowohl Ausgangspunkt als auch Prüfungsmöglichkeit für verschiedene mathematischer Modelle. Insgesamt darf man heute sagen, dass dieses rigorose Modell eines tektonischen Bruches als Scherband selbst nach Jahrzehnten immer noch Gegenstand intensiver Forschung bleibt, nicht zuletzt wegen der besonderen Herausforderung, ein ganzes System von Brüchen im numerischen Modell als ein System von Diskontinuitäten darzustellen, das bestenfalls eine spezifische tektonische Provinz charakterisiert, im Detail aber immer von den Besonderheiten der Lithostratigaphie und gewisser Randbedingungen geprägt sein wird. Dem Physiker Georg ging es daher in erster Linie um mechanische Erklärungen für bestimmte Bruchmuster. Denn daraus würde beispielsweise der Interpret seismischer Profile wertvolle Schlüsse ziehen können.

Ein zweiter, weniger anspruchsvoller Zugang zu Fragen der Geometrie von Bruchsystemen bestand allerdings immer dann, wenn für bestimmte Randbedingungen ein Spannungszustand allein aus einer Gleichgewichtsbedingung und einem Bruchkriterium, vorzugsweise dem von Coulomb/Mohr, eindeutig bestimmbar war. Im einfachsten Fall eines homogenen Spannungszustands gelangt man zu Anderson’s Klassifikation. Insbesondere für ebene plastische Verformungen konnte man H. Odé’s Vorschlag aufgreifen und die mittles slip-line theory gefundenen möglichen Diskontinuitäten im Spannungsfeld zur Vorhersage möglicher Scheerbänder oder Bruchsysteme verwenden. Dabei stützte man sich auf die empirische Tatsache, dass die theoretisch vorhergesagten Orientierungen von paarweise auftretenden, ‘konjugierten’ slip lines oder Scherbändern außerordentlich verlässlich die Richtung einer größten bzw. kleinsten Hauptspannung anzeigen und umgekehrt. Allein diese Tatsache beinhaltet nun eine Vielzahl von Anwendungen, wenn man das zu einem gegebenen Spannungsfeld passende Bruchmuster sucht oder umgekehrt, von einem vorliegenden Bruchmuster auf ein bestimmendes Spannungsfeld schließt. Georg und Mitarbeiter wählten diesen Weg in einer Reihe von Arbeiten, beispielsweise zum Thema gravity tectonics (W. Crans, G. Mandl, J. Haremboure, J. Petr. Geol. 2/3, 1980; u.a.). Die graphische Auswertung (im Mohr-Diagramm) dieser Beziehung zwischen Hauptspannungsrichtung und Bruchorientierung wurde dann auch zu einem bevorzugten methodischen Hilfsmittel in Georg Mandls erstem Buch, das mit dem Titel “Mechanics of Tectonic Faulting - Models and Basic Concepts” 1988 bei Elsevier in Amsterdam erschien. Das Buch war aus den Unterlagen entstanden, die Georg für Shell-interne Weiterbildungskurse ausgearbeitet hatte. Teil I des Buches beginnt mit einer Besprechung der Erscheinungsformen tektonischer Brüche und der gewählten theoretischen und experimentellen Behandlung als reibungsplastisches Phänomen. Die nachfolgende Darstellung folgt der Andersonschen Unterscheidung von extensional, strike-slip und thrust faults. Sie klärt eine Vielzahl terminologischer Fragen und Besonderheiten anhand von Feldbeipielen, experimentellen Beobachtungen und sorgfältig konzipierten Diagrammen. Zahlreiche Ergebnisse oft erst viel später veröffentlichter Arbeiten aus Georgs Team erscheinen hier erstmals und geben damit Einblick in ein “goldenes Zeitalter” (in Georgs Worten) vielseitig innovativer Grundlagenforschung in der Erdölindustrie. In Teil II des Buches behandelte Georg notwendige Grundlagen der Elastizitäts- und Plastizitätstheorie, insbesondere für poröse, flüssigkeitsgesättigter Gesteine. Detailreich illustriert und immer bemüht um die Klärung technischer oder terminologischer Mißverständnisse wurde Georg Mandls erstes Buch nicht zuletzt wegen der hervorragenden Behandlung des gebotenen Materials bei tiefer an Tektonomechanik interessierten Studenten zu einem beliebten Text (G.C.P. King in PAGEOPH 144, 353, 1995). Das Buch hat Georg seiner Frau und seinen Mitarbeitern gewidmet.

In den Jahren von 1965 bis zu seiner Pensionierung im Sommer 1985 war Georg Mandl ein intensiver Austausch mit geologischen Fachkollegen in Akademia entstanden. Dieser begann auf Exkursionen im Feld und endete oft erst mit der Sperrstunde eines ausgesuchten Restaurants. Bei Exkursionen in den Jura (mit Prof. Laubscher, Basel) oder zur Glarner Hauptüberschiebung (s. Abb.1 in Georgs erstem Buch) fällt auf, dass Georgs Hauptinteresse meist den lokalen Prozessen gilt, beispielsweise der Frage des Materialverhaltens in den Gleithorizonten und dessen Bedeutung für die Deformation einer überschobenen “Platte”. Der Prozess der Gebirgsbildung im Großen besaß zu wenig spezifische Aussagekraft für den geotechnisch denkenden Physiker, geologische Strukturen schienen unerklärbar, solange lokal wirkende Randbedingungen nicht mit entsprechenden Feldbeobachtungen in Einklang gebracht waren. Gefragt nach dem Ziel einer Exkursion, von der er gerade zurückgekehrt war, hielt Georg daher auch einmal in klassischer Weise fest man habe “die Randbedingungen gesucht”. Nicht zufällig enstand darum wohl ein kongenialer Austausch mit angelsächsischen Geologen, allen voran wohl mit Neville Price und John Cosgrove am Imperial College in London, die Georg auf Exkursionen zu klassischen Lokalitäten führten und dort sein Interesse an der Genese von Klüften weckten.

Von wechselseitiger Hochachtung gekennzeichnet war auch die Bekanntschaft mit Prof. Leopold Müller, auf dessen Wunsch Georg Mandl bei den Salzburger Kolloquien der Österreichischen Gesellschaft für Geomechanik mehrfach über Forschungsergebnisse seiner Gruppe im Bereich der Tektonomechanik berichtet hat. Anlässlich der Verleihung der Carl-Friedrich-Gauß-Medaille an Leopold Müller im Jahre 1983 hielt Georg Mandl einen Vortrag, dessen Thema “Tektonomechanik - Stiefkind der Geologie?” in des Preisträgers Ohren wie Musik geklungen haben muß, wenn dabei für unterschiedliche Probleme ein jeweils geeigneter methodischer Zugang dargestellt wurde (http://www.digibib.tu-bs.de/? docid=00053390). In Salzburg standen natürlich Tunnelbauprobleme im Vordergrund und hier wurde Georg Mandl wohl von Prof. Riedmüller für eine Lehrtätigkeit am Institut für Technische Geologie und Angewandte Mineralogie an der TU Graz gewonnen. Ab dem Herbst 1984 hielt Georg dort die Vorlesungen “Geomechanik” I und II. Im April 1990 folgte die Habilitation für das Fach “Geomechanik unter besonderer Berücksichtigung tektonischer Vogänge” und im März 1995 wurde Georg Mandl der Titel Honorarprofessor der TU Graz verliehen.

Als Vortragender hielt Georg Mandl nicht viel von Monologen. Eine Vorlesung schien ihm erst dann gelungen, wenn er viele Fragen bekam und derart ermuntert seine Zuhörer auf den ein oder anderen Exkurs mitnehmen konnte. An der Universität Graz war Georg Mandl bald auch mit Prof. Wallbrecher und Mitarbeitern am Institut für Geologie und Paläontologie in Kontakt gekommen und hier entstand nun ein reger, freundschaftlicher Austausch, zu dessen jährlichem, oft auch halb-jährlichem Höhepunkt ein von den Professoren Wallbrecher und Riedmüller gemeinsam veranstaltetes “Tektonomechanik Kolloquium” wurde, das in der Regel in Prof. Wallbrechers Institut stattfand. Diese Treffen lebten von Georgs Charisma und weitgespannten Interessen, von der Gastfreundschaft der Grazer Kollegen, von dem besonderen Charme ihrer Stadt im Frühling (“wenn der Flieder blüht …”) und nicht zuletzt der glücklichen Zusammenkunft von regionaler Geologie und Weinbau … Viele Teilnehmer aus dem In- und Ausland kamen deshalb immer wieder gerne nach Graz. Eine Auswahl aus den zu Georg Mandls 70. Geburtstag gehalten Vorträgen mit dem Titel “Aspects of Tectonic Faulting - In Honour of Georg Mandl” erschien, etwas verspätet, als Festschrift (F.K. Lehner & J.L. Urai, eds., Springer-Verlag, 2000).

Die Erfahrungen mit seinen Grazer Vorlesungen und ein von Kollegen vielfach erwähnter Bedarf an einer “einfacheren Version” seines ersten Buches hatten Georg inzwischen bewogen, sich voll dieser neuen Aufgabe zu widmen. Das Buch mit dem Titel “Faulting in Brittle Rocks - An Introduction to the Mechanics of Tectonic Faults” erschien im Jahr 2000 im Springer-Verlag. Zentraler Gegenstand ist wiederum die Coulomb-Mohr Theorie tektonischer Brüche in einer Darstellung, deren Ausgangspunkt nun bestimmte mechanische Aspekte bilden, die verschiedenen oder sogar allen tektonischen Brüchen zukommen, sodass geometrisch verschiedenartige bzw. unähnliche Bruchstrukturen als nahe verwandte Manifestationen ein und desselben mechanischen Prozesses erkennbar und komplexe Strukturen leichter erklärbar werden. Dieses Buch bleibt mit seinem Reichtum an theoretischen Erklärungen für Feldbeobachtungen in allen Grössenordnungsbereichen ebenso wie für ausgewählte Modellexperimente, bis heute einzigartig trotz seiner ausdrücklichen Beschränkung auf sprödes Materialverhalten, allerdings mit ausdrücklicher Berücksichtigung des Porendrucks flüssigkeitsgesättigter Gesteine. Schön, dass dem unermüdlichen Forscher und Lehrer bald darauf, im Jahre 2002, mit der Verleihung des goldenen Doktordiploms der Universität Wien eine gebührende Ehrung zuteil wurde.

Seit 1998 hat Georg Mandl über viele Jahre am Institut für Felsmechanik und Tunnelbau an der TU Graz auch eine Vorlesung über “Kluftgenese” gehalten. Sein starkes Interesse an diesem zentralen Thema der Felsmechanik brachte Georg ‘naturgemäß’ neue Kontakte zu Geologen und Ingenieurwissenschaftlern im In- und Ausland. Viele kamen zu den Grazer Treffen und aus dem lebhaften Anteil, den Georg an ihren Arbeiten nahm entstand oft ein anhaltender, freundschaftlicher Austausch, worunter auch mehrere Beiträge zu der schon erwähnten Festschrift waren. Offensichtlich auch von diesem Austausch beflügelt, brachte Georg in seiner Vorlesung eine kritische Analyse bestehender Theorien der Kluftgenese mit gelegentlichen Verbesserungen und betonte deren Bedeutung und Nutzen als Erklärungsprinzip für die oft verwirrende Vielfalt an Klüften und Kluftscharen im Feld. So entstand am Ende ein Buch, in dem Georg das Material seiner Grazer Vorlesungen, erweitert und vertieft und versehen mit didaktisch wertvollen Zusammenfassungen einzelner Kapitel veröffentlichte. Das Buch mit dem Titel “Rock Joints - The Mechanical Genesis” erschien zeitgleich mit Georg Mandls 80. Geburtstag im Jahre 2005 im Springer-Verlag. Sichtbar wird hier wieder der erdölgeologische Hintergrund an den sorgfältig gewählten Beispielen, die die grundlegende Bedeutung von Porendruckeffekten illustrieren. Wie schon bei den vorangehenden Büchern erwirbt der motivierte Leser mit der Arbeit an Georgs drittem Buch nicht nur fundamentale Kenntnisse sondern auch ein Gefühl für die Formulierung eines nichttrivialen tektonomechanischen Problems, ausgehend von einem elementaren Beispiel, das den Kern der Sache erfaßt und dafür sorgt, dass dieser auf dem Weg vom Einfachen zum Komplexen nicht außer Sicht gerät. Ein besonderer, bleibender Beitrag Georg Mandls zur Tektonomechanik liegt deshalb auch in den vielen, mit beschränkten mathematischen Hilfsmitteln erklärbaren Beispielen komplexer mechanischer Prozesse.

Nach ihrer Rückkehr aus den Niederlanden fanden Georg und Berta schnell wieder ihren besonderen Platz in der Heimatstadt Feldkirch, näher auch bei Tochter Barbara, steil aufsteigende IT Expertin bei Daimler und Enkeltöchterlein Luisa, auf dem Weg von Bertas kleinem Schatz zur Architektin, also auch Tektonikerin!

Nun rückte noch eine tiefe Auseinandersetzung besonderer Art mit “letzten Fragen” in Georgs Blickfeld. Die lange Krankheit und der Tod seiner Frau mag ihn zu dem Versuch bewegt haben, ihren gemeinsam erlebten und gelebten katholischen Glauben über eine “Vernunftsbrücke”, wie er sagte, mit dem modernen naturwissenschaftlichen Weltbild in Einklang zu bringen. Schlüsselbegriffe in Georgs Versuch sind der ontologische (absolute) Zufall, dem die Aktualisierung möglicher Zustände in der Quantenwelt und vielfach in der Makrowelt nicht-linearer Prozesse unterliegt, und die Entäußerung des Schöpfers. Mit dieser läßt er dem Zusammenspiel von trial und error der Welt nach den ihr “eingestifteten Gesetzen” eine Freiheit der Entwicklung zukommen, der letzlich auch der Mensch seine Freiheit verdankt. Anspruchsvoll in seinem Bezug auf Grundlagen der Quantenphysik, fantasievoll in seiner methaphorischen Annäherung an christliche Glaubenswahrheiten und wertvoll in seinen Bezügen auf die aktuelle Debatte in Physik und Theologie ist Georgs Versuch mit dem Titel “Zufall Freiheit Christentum - Der Fall des Sperlings” im Jahre 2012 im Novum Verlag erschienen.

Georg Mandl kam nochmals zu sprechen auf die “Einheit von Wissen und Glauben” in einer Sammlung von Essays gleichen Namens, erschienen 2019 bei Novum Pro. Als Wissenschaftler umkreist er auch hier das Verborgene auf der Suche nach einem Zugang, von Ahnung zu Gewissheit, aber ohne Scheu vor einem letzten Geheimnis. - Welch schönes Adieu eines außergewöhnlichen Menschen, der als scharfsinniger Analytiker im wissenschaftlichen Alltag oft zum ‘Geburtshelfer’ brauchbarer Gedanken wurde und idealer Gesprächspartner jüngerer Mitarbeiter war, wenn er Klarheit schuf und mit stets lebhaftem Interesse, Geduld und Anerkennung ihr Selbstvertrauen förderte und dabei gerne seine Freundschaft schenkte, die allen unersetzlich war und bleibt.

Die langersehnte ÖGG-Exkursion zur Hermannshöhle und auf die Kernstockwarte mit Besprechung der regionalen Geologie fand diesen Sommer nach dem Corona-bedingten Lockdown unter Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen statt. Nach den einleitenden Worten der Organisator*Innen wurde den Teilnehmer*Innen in Kleingruppen von Harald Bauer (Geologe und staatlich geprüfter Schauhöhlenführer) eine geologische Führung durch die Hermannshöhle, sowie durch das als Fledermausresidenz bekannte Kyrlelabyrinth geboten. Während der Begehung wurden Prozesse von der Höhlenentstehung bis hin zu jüngeren Ablagerungen (z.B. Sinterterrassen- & Tropfsteinbildung) besprochen.

Nach der Besichtigung und rechtzeitig zur Jausenpause erwartete die Teilnehmer*Innen ein höhlengekühltes Erfrischungsgetränk. Nach der Stärkung begab sich ein Großteil der Besucher*Innen auf den Weg zur Kernstockwarte, um beim Aufstieg einen Blick in die eine oder andere Kleinhöhle zu werfen. Nach einer kurzen Verschnaufpause und dem Genuss der Aussicht am Aussichtspunkt wurde von Manuel Werdenich ein kurzer Einblick in die Geologie des Kirchberger Beckens gegeben.

Die Exkursion war ein voller Erfolg! Im Namen aller exkursionsfreudigen freuen wir uns schon sehr auf die nächste Veranstaltung.

Bericht: Manuel Werdenich
Fotos: Jaqueline Krivetz und Manuel Werdenich

Vor 55 Mio. Jahren war die Welt dampfend heiß 
Was passiert, wenn der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt und steigt? Das zeigt eine Studie im Fachblatt „Nature Geoscience“: Vor 55 Millionen Jahren glich die Erde einem riesigen Treibhaus. Die Pole waren komplett eisfrei 
https://science.orf.at/stories/3202554/
(ORF, 27.10.2020) 

Was das größte Massenaussterben der Erdgeschichte ausgelöst hat 
Forscher identifizieren Ursache des Niedergangs vor 252 Millionen Jahren: Vulkanische Aktivitäten lösten Kaskade geochemischer Prozesse aus 
https://www.derstandard.at/story/2000121070837/
(Der Standard, 25.10.2020) 

Der Wolf unter den Säbelzahnkatzen 
Homotherium, die "Scimitarkatze", ist noch nicht so berühmt geworden wie Smilodon – und war in einigen Punkten eine recht untypische Katze 
https://www.derstandard.at/story/2000121048371/
(Der Standard, 24.10.2020) 

Die gescheiterten Pioniere der Lüfte 
In den Luftraum vorgewagt haben sich laut einer neuen Studie nicht nur die Vorfahren der Vögel. Auch andere gefiederte Dinosaurier konnten fliegen – allerdings nicht gut genug: Das Experiment der Natur endete vor 160 Millionen Jahren in einer Sackgasse 
https://science.orf.at/stories/3202467/
(ORF, 23.10.2020) 

Drei Denkmäler für Eduard Suess, die keiner kennt 
Für den "Vater der Ersten Wiener Hochquellenwasserleitung", die am 24. Oktober 1873 eröffnet wurde, gab es drei Denkmalentwürfe, wie Karikaturen aus dem Archiv zeigen 
https://www.derstandard.at/story/2000120941840/
(Der Standard, 22.10.2020) 

Größtes Massensterben rekonstruiert 
Vor rund 250 Millionen Jahren – am Übergang zwischen den Erdzeitaltern Perm und Trias – ist ein Großteil aller damaligen Lebewesen verschwunden. Mit geochemischen Analysen und Modellrechnungen haben Forscher nun die genauen Abläufe dieses bisher größten Massensterbens der Erdgeschichte rekonstruiert 
https://science.orf.at/stories/3202426/
(ORF, 20.10.2020) 

In stillgelegten Minen tickt eine Zeitbombe 
Bergbauabfälle verursachen immer wieder Umweltkatastrophen. Erst danach werden viele Standorte saniert. Eine Wiener Forschungsgruppe untersucht, was an unbeachteten stillgelegten Minen geschieht 
https://www.diepresse.com/5883392/
(Die Presse, 19.10.2020 - kostenpflichtig!) 

Machte Regen Dinos groß? 
Ein lang übersehenes Massensterben in der Trias ließ möglicherweise eine Gruppe von Sauriern zu Herren der Erde werden 
https://www.diepresse.com/5883856/
(Die Presse, 18.10.2020 - kostenpflichtig!) 

Beeindruckender Meeresräuber mit Gavialschnauze entdeckt 
Wo heute Marokko liegt, wimmelte in der Kreidezeit das Meer vor lauter Mosasauriern – diese Vielfalt gab Forschern lange Zeit Rätsel auf 
https://www.derstandard.at/story/2000120878218/
(Der Standard, 17.10.2020) 

Wie Höhlen die Klimavorhersagen verbessern 
In entlegenen Teilen Grönlands finden sich in Höhlen Hinweise darauf, wohin sich das Gebiet klimatechnisch entwickeln könnte 
https://www.derstandard.at/story/2000120646790/
(Der Standard, 14.10.2020) 

Warum die Ur-Maus viel länger lebte 
Überraschende Entdeckung: Die ersten Säugetiere waren Kaltblütler, wie Reptilien. Die „Jahresringe“ ihrer Zahnwurzeln verraten es 
https://www.diepresse.com/5881313/
(Die Presse, 13.10.2020) 

Der Meteoritenrausch am Bielersee 
Die Schweiz schenkt Österreich ein Stück des Twannberg-Meteoriten. Durch gezielte Suchkampagnen konnte das Streufeld des eiszeitlichen Meteoritenfalles rekonstruiert werden 
https://www.derstandard.at/story/2000120430601/
(Der Standard, 06.10.2020) 

Mit neuer Methode DNA aus in Bernstein konservierten Insekten geborgen 
Weitere Untersuchungen sollen allgemein das "Haltbarkeitsdatum" der DNA im Harz feststellen 
https://www.derstandard.at/story/2000120347708/
(Der Standard, 05.10.2020) 

Riesen-Urzeithai war wirklich „der Größte“ 
Der urzeitliche Riesenhai Megalodon war einer Studie zufolge deutlich größer als verwandte Arten. Während er um die 15 Meter lang werden konnte, wurden ähnliche Arten wohl meist höchstens um die sieben Meter lang 
https://science.orf.at/stories/3202145/
(ORF, 05.10.2020) 

Eisige Zeiten aus dem All? 
Die Erde war mehrfach rundum vergletschert, man weiß nicht recht wodurch. Einmal war der Auslöser möglicherweise ein Asteroidenschauer 
https://www.diepresse.com/5876683/
(Die Presse, 04.10.2020 - kostenpflichtig!) 

Außerirdische Diamanten dürften Reste eines zerstörten Kleinplaneten sein 
Forscher untersuchten Mini-Diamanten, die in afrikanischen Ureiliten gefunden wurden 
https://www.derstandard.at/story/2000120371489/
(Der Standard, 04.10.2020) 

Von Jägern mit Säbelzähnen gab es eine große Vielfalt 
Vor und nach den Dinosauriern hat die Säugetierverwandtschaft immer wieder Fleischfresser mit beeindruckend langen Zähnen hervorgebracht 
https://www.derstandard.at/story/2000120362638/
(Der Standard, 02.10.2020) 

Rätsel um versteinerte Feder gelöst 
Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1861 diskutieren Wissenschaftler über die Herkunft einer fossilen Feder aus dem fränkischen Altmühltal. Jetzt wissen sie: Sie gehörte tatsächlich dem Urvogel Archaeopteryx 
https://science.orf.at/stories/3202106/
(ORF, 02.10.2020) 

Es gehört zu den wichtigsten und schönsten Aufgaben eines Vereins, seine verdienten Mitglieder zu ehren. Auch in Zeiten von Corona möchten wir natürlich an dieser Tradition festhalten. Aber leider konnten, und können bis auf weiteres keine Ehrungen in einem feierlichen Rahmen vorgenommen werden.
Unsere höchste Auszeichnung ist die Eduard Suess-Medaille. Wir haben im Laufe des vergangenen Jahres im Vorstand beschlossen, diese Auszeichnung an zwei hervorragende Erdwissenschaftler zu verleihen. Professor Fritz F. Steininger ist ein herausragender, international hoch angesehener Wissenschaftler, der sich große Verdienste auf dem Gebiet der Paläontologie, der Stratigraphie und auch der Öffentlichkeitsarbeit erworben hat. Professor Celal Şengör ist ein Forscher von Weltgeltung, und bewegt sich in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auf den Spuren von Eduard Suess. Darüber hinaus hat er sich in vielen Publikationen intensiv mir Eduard Suess befasst.
Wir verliehen im Laufe des Jahres auch zwei neue Ehrenmitgliedschaften. Gerhard Schubert war über lange Jahre Generalsekretär unserer Gesellschaft. Das ist eine Tätigkeit, die mit viel Arbeit im Hintergrund und wenig Sichtbarkeit verbunden ist. Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft wollen wir ihm dafür danken. Unser zweites neues Ehrenmitglied ist Professor Christoph Spötl von der Universität Innsbruck, einer der profiliertesten und international bekanntesten Erdwissenschaftler Österreichs. Er war außerdem Präsident unserer Gesellschaft und hat sich in den letzten Jahren um die Betreuung unserer erfolgreichen erdwissenschaftlichen OlympionikInnen verdient gemacht.
Ganz besonders freut mich, dass wir auch heuer wieder einen unserer beiden Nachwuchspreise, den Otto Ampferer-Preis, verleihen konnten. Wir erhielten eine Anzahl von qualitativ hochstehenden Bewerbungen. Um mit den Worten von einem unserer beiden externen, internationalen Gutachtern zu sprechen: „Mit solchen Bewerbungen ist mir um den Nachwuchs in den Geowissenschaften nicht bange.“ Aus diesem kompetitiven Bewerberfeld wurde Gerald Auer, der an der Universität Graz im Bereich Mikropaläontologie und Stratigraphie forscht, ausgewählt. Die Übergabe des Preises fand bereits in virtueller Form statt.
Leider erhielten wir keine Bewerbungen für unseren zweiten, den angewandten Geowissenschaften gewidmeten Nachwuchspreis, den Hans Höfer von Heimhalt-Preis. Ich möchte hiermit alle qualifizierten angewandten GeowissenschafterInnen ermutigen, sich das nächste Mal zu bewerben.
Die Ehrung aller Ausgezeichneten soll in einem feierlichen Rahmen nach der Rückkehr zur Normalität stattfinden.

Peter Krois (Präsident der ÖGG)

Der Aufstieg der Säuger 
Unsere Ahnen haben zwei Mal klein angefangen, erst vor 178 Millionen Jahren, dann wieder nach dem Asteroideneinschlag, der die Saurier auslöschte 
https://www.diepresse.com/5873234/
(Die Presse, 27.09.2020 - kostenpflichtig!) 

Tief im Schlamm 
Die Mischung aus Mineralen und Wasser hat weithin die Oberfläche der Erde geprägt, sie nährt – auch stromleitende Bewohner –, und sie bedroht 
https://www.diepresse.com/5869807/
(Die Presse, 20.09.2020 - kostenpflichtig!) 

Warum sich das Mineral Monazit wie Camembert verhält 
Schäden durch Strahlung, die das Mineral selbst abgibt, können unter bestimmten Umständen wieder "verheilen" 
https://www.derstandard.at/story/2000119867217/
(Der Standard, 17.09.2020) 

Massenweises Artensterben vor 233 Millionen Jahren 
Massive Vulkanausbrüche inmitten der Trias änderten das Klima, ließen viele Arten aussterben - und förderten den Siegeszug der Dinosaurier 
https://www.diepresse.com/5868344/
(Die Presse, 16.09.2020) 

Bernstein enthielt die ältesten Spermien der Welt 
Die beiden Penisse eines 100 Millionen Jahre alten Krebses verschossen Spermien, die länger waren als das Tier selbst 
https://www.derstandard.at/story/2000120041404/
(Der Standard, 16.09.2020) 

Hundert Millionen Jahre alte Spermien entdeckt 
Forscherinnen und Forscher haben im südostasiatischen Staat Myanmar Fossilien der ältesten bisher bekannten Spermien entdeckt. Sie wurden über 100 Millionen Jahre in Bernstein konserviert, stammen von einem winzigen Krebstier und sind erstaunlich groß 
https://science.orf.at/stories/3201744/
(ORF, 16.09.2020) 

39.000 Jahre alter Höhlenbär im sibirischen Permafrost entdeckt 
Der ausgewachsene Bär ist erstaunlich gut erhalten, auch innere Organe sind intakt. Forscher hoffen, auch DNA der ausgestorbenen Art sichern zu können 
https://www.derstandard.at/story/2000119983709/
(Der Standard, 14.09.2020) 

39.000 Jahre alter Bärenkadaver in Russland entdeckt 
Im Norden Russlands ist ein gut erhaltener Kadaver eines jahrtausendealten Bären gefunden worden. „Er ist vollständig erhalten mit allen inneren Organen einschließlich der Nase“, teilte die russische Universität in Jakutsk mit 
https://science.orf.at/stories/3201678/
(ORF, 14.09.2020) 

Wie das Tier mit dem schlechtesten Timing der Erdgeschichte überlebte 
Lystrosaurus, ein ferner Verwandter der Säugetiere, gedieh prächtig, während sich auf der Erde das größte Massensterben aller Zeiten abspielte 
https://www.derstandard.at/story/2000119797883/
(Der Standard, 13.09.2020) 

Wie einige Bewohner Pompejis den Vulkanausbruch überlebten 
In der Stadt am Fuße des Vesuvs starben im Jahr 79 zwar rund 20.000 Bewohner qualvoll. Doch so mancher konnte sich retten 
https://www.derstandard.at/story/2000119948342/
(Der Standard, 12.09.2020) 

Wo der Vollmond immer scheint 
Die umfangreiche Kollektion von Mondgesteinen des Naturhistorischen Museums in Wien ist neuerdings um ein Prachtexemplar reicher 
https://www.derstandard.at/story/2000119440524/
(Der Standard, 09.09.2020) 

Wie der Vater, so der Sohn: Wissenschaft liegt in der Familie 
Inwieweit der Beruf des Vaters auch dessen Nachwuchs beeinflusste, fasziniert bei Wissenschaftern einmal mehr – drei Karrierebeispiele 
https://www.derstandard.at/story/2000119768669/
(Der Standard, 08.09.2020) 

Der Auslöser der letzten Kaltzeit bleibt ein Rätsel 
Neue, bislang exakteste Datierung der Jüngern Dryas erteilt der Theorie vom Asteroideneinschlag vor 13.000 Jahren eine Absage 
https://www.derstandard.at/story/2000119854768/
(Der Standard, 08.09.2020) 

Die rätselhafte Sollbruchstelle der Mesosaurier 
Fossilien weisen darauf hin, dass frühe Meeresreptilien ihren Schwanz abwerfen konnten, obwohl das eigentlich keinen Sinn hatte 
https://www.derstandard.at/story/2000119689655/
(Der Standard, 07.09.2020) 

Die Förderung von Nachwuchs im Bereich der Paläontologie ist eines unserer zentralen Anliegen!
2020 wird daher vom Verein erstmals der ÖPG-Preis für Nachwuchswissenschaftler*innen vergeben. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert und wird im Rahmen einer Vortragsreihe am NHM Wien am 24.10.2020 verliehen.


Bewerbungsschluss ist der 15.09.2020

Nähere Informationen finden Sie hier

 

UPDATE: StudentInnen die im Kalenderjahr 2019 abgeschlossen haben, sind ebenfalls willkommen, sich für den Preis zu bewerben. Das Abstract der Bewerbung ist auf 500 Wörter limitiert.

Spuren einer Supernova in Sedimenten aus der Tiefsee entdeckt 
In Proben vom Grund des indischen Ozeans findet sich ein Isotop, dass von einer stellaren Explosion zeugt 
https://www.derstandard.at/story/2000119572947/
(Der Standard, 31.08.2020) 

Lavaröhren auf dem Mond könnten ganzen Städten Platz bieten 
Statt Kuppelbauten unterirdische Pueblos? Italienische Forscher sehen in lunaren und marsianischen Röhren großes Potenzial 
https://www.derstandard.at/story/2000119430142/
(Der Standard, 29.08.2020) 

Spuren von Supernova im Meeresboden 
Große Sterne sterben als Supernova. Bei diesen gewaltigen Explosionen entstehen Staubwolkenfronten. Im Ozeanboden haben Forscher nun minimale Staubspuren gefunden, die vermutlich von sehr alten Sternenexplosionen stammen 
https://science.orf.at/stories/3201448/
(ORF, 25.08.2020) 

Das Verschwinden des Wollnashorns bleibt rätselhaft 
Mensch und Tier lebten laut einer neuen Studie länger nebeneinander her als gedacht – doch warum sind die zotteligen Riesen dann doch ausgestorben? 
https://www.derstandard.at/story/2000119474817/
(Der Standard, 23.08.2020) 

Explodierender Stern könnte Artensterben auf der Erde ausgelöst haben 
Vor 359 Millionen Jahren verschwanden fast drei Viertel aller Spezies. Eine Supernova könnte für die Katastrophe verantwortlich gewesen sein 
https://www.derstandard.at/story/2000119458230/
(Der Standard, 22.08.2020) 

Vor 240 Mio. Jahren: Megaräuber fraß Riesenreptil 
Vor 240 Millionen Jahren hat ein delphinartiger Meeressaurier ein anderes, ebenfalls großes Reptil verschluckt. Kurz danach verstarb der Ichthyosaurus und versteinerte. 2010 wurde das Fossil im Südwesten Chinas entdeckt – samt Mageninhalt. Und der verrät einiges über das Jagdverhalten der ausgestorbenen Megaräuber 
https://science.orf.at/stories/3201422/
(ORF, 20.08.2020) 

Verheerendes Erdbeben droht, doch Istanbul ist nicht gewappnet 
Zum Jahrestag des Bebens von Gölcük am 17. August 1999 warnen Experten vor der drohenden geologischen Gefahr für die Millionenmetropole 
https://www.derstandard.at/story/2000119422752/
(Der Standard, 18.08.2020) 

Einer der größten Mondsteine im NHM 
Ein Flug zum Mond ist nicht notwendig, um einen der größten Mondsteine zu sehen. Das Naturhistorische Museum (NHM) in Wien stellt den fast zwei Kilogramm schweren Galb Inal aus 
https://wien.orf.at/stories/3062843/
(ORF, 18.08.2020) 

Menschengroßer Kranich war der Nachbar eines Allgäuer Menschenaffen 
Die Fossilienfundstätte Hammerschmiede hat abermals einen interessanten Einblick in die Vergangenheit Mitteleuropas gewährt 
https://www.derstandard.at/story/2000119342273/
(Der Standard, 16.08.2020) 

Spektakulärer Fund: Angriff einer "Höllenameise" in Bernstein verewigt 
Einzigartiges Fossil bestätigt bisherige Annahmen, wie die Urzeit-Ameisen ihre merkwürdigen Mundwerkzeuge einsetzten 
https://www.derstandard.at/story/2000119323969/
(Der Standard, 15.08.2020) 

Das ausgetrocknete Mittelmeer: Bahnbrechende Erkenntnis der Glomar Challenger 
1970 entdeckte man, dass vor rund sechs Millionen Jahren das Mittelmeer ausgetrocknet war. An Bord des Expeditionsschiffes war auch ein Österreicher 
https://www.derstandard.at/story/2000119175397/
(Der Standard, 14.08.2020) 

Komplexe Facettenaugen gab es schon vor 429 Millionen Jahren 
Die Evolution hat eines ihrer Meisterstücke schon früh abgeliefert, wie die Untersuchung eines Trilobitenfossils zeigte 
https://www.derstandard.at/story/2000119335412/
(Der Standard, 14.08.2020) 

Augen wie ein Insekt 
Forscher haben an einem 429 Millionen alten Gliedertierchen erstaunliche Parallelen zu heutigen Insekten entdeckt. Die Augen des ausgestorbenen Trilobiten, der 1846 als Fossil in Tschechien entdeckt wurden, ähneln jenen von Bienen und anderen Insekten 
https://science.orf.at/stories/3201376/
(ORF, 13.08.2020) 

Vor Millionen Jahren tummelten sich überraschend viele Haiarten in Oberösterreich 
Analysen von Wissenschaftern des Wiener NHM förderten erstaunliche Artenvielfalt vor 138 Millionen Jahren zu Tage 
https://www.derstandard.at/story/2000119186821/
(Der Standard, 08.08.2020) 

Rätsel um Tier mit aberwitzig langem Hals endlich gelöst 
Tanystropheus ging vor 240 Millionen Jahren in den Meeren auf die Jagd – ursprünglich hatte man ihn für einen Flugsaurier gehalten 
https://www.derstandard.at/story/2000119202558/
(Der Standard, 07.08.2020) 

Rätsel gelöst: Giraffenhalssaurier war Wassertier 
Die Nasenlöcher des Tanystropheus waren - so wie beim Krokodil - oben auf der Schnauze; allerdings: Er war ein schlechter Schwimmer. Das fanden nun Forscher der Universität Zürich heraus 
https://www.diepresse.com/5849658/
(Die Presse, 06.08.2020) 

„Giraffenreptil“ lebte im Wasser 
Sein Hals ist dreimal so lang gewesen wie sein Rumpf, es hatte aber nur 13 Wirbeln: Das vor über 240 Mio. Jahre lebende Reptil Tanystropheus brachte Paläontologen nicht nur wegen seines Giraffenhalses ins Grübeln. Forscher und Forscherinnen haben nun geklärt, dass das Tier im Wasser lebte 
https://science.orf.at/stories/3201327/
(ORF, 06.08.2020) 

Hälfte der Gletscher weltweit mit Schutt bedeckt 
Fast die Hälfte aller Gletscher weltweit sind mit Schutt bedeckt, wie die Auswertung von Satellitenbildern zeigt. Der Schutt bietet einen gewissen Schutz vor der Klimaerwärmung und könnte die Gletscher langsamer schmelzen lassen als bisher angenommen 
https://science.orf.at/stories/3201330/
(ORF, 06.08.2020) 

Urzeitlicher Hai-Tummelplatz entdeckt 
Auf dem Gebiet des heutigen Oberösterreich befand sich vor vielen Millionen Jahren ein Meer. Dort tummelten sich offenbar deutlich mehr prähistorische Hai-Arten vermutet. Das schließen Forscher aus einem Fund in den Kalkalpen nahe Steyr 
https://science.orf.at/stories/3201319/
ORF, 05.08.2020) 

Dinosaurier hatte Knochenkrebs 
Kanadische Forscherinnen und Forscher haben den ersten Hinweis auf einen Dinosaurier entdeckt, der unter bösartigem Krebs litt. Der pflanzenfressende Centrosaurus lebte vor etwa 76 Millionen Jahren, ein Unterschenkelknochen zeigte Anzeichen eines Knochentumors 
https://science.orf.at/stories/3201307/
(ORF, 04.08.2020) 

Meerengeln wird ihre perfekte Anpassung zum Verhängnis 
Die urtümliche Haifischart war über Jahrmillionen erfolgreich – doch ihre Spezialisierung macht sie unflexibel 
https://www.derstandard.at/story/2000119169156/
(Der Standard, 05.08.2020) 

Frühester Nachweis eines Riesenkranichs in Europa 
Den Schädel eines rund elf Millionen Jahre alten Riesenkranichs haben Forscher in Bayern gefunden. Bei dem Fossil handle es sich um den frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa 
https://science.orf.at/stories/3201304/
(ORF, 03.08.2020) 

Walter Eppensteiner 22. Dezember 1929 – 15. Mai 2020

Am 15. Mai 2020 ist unser Freund und Kollege Walter Eppensteiner im 91. Lebensjahr für immer von uns gegangen. 

Walter Eppensteiner wurde am 22. Dezember 1929 in Scheibbs (Niederösterreich) als Sohn des Lehrers Alois Eppensteiner und seiner Gattin Elisabeth geboren. Nach der Matura am 1. Juli 1948 am Bundesgymnasium in St. Pölten begann er an der Universität Wien diverse naturwissenschaftliche Fächer zu studieren, unter anderem Botanik, Zoologie, Physik, Medizin und ein Semester Geologie bei Leopold Kober (1883–1970). Nach Absolvierung eines technisch-kaufmännischen Abiturientenkurses am Technologischen Gewerbemuseum (TGM) in Wien setzte sich jedoch die Leidenschaft zu den Geowissenschaften durch und Walter Eppensteiner begann im Wintersemester 1957/58 an der Universität Wien mit dem Studium der Geologie bei Eberhard Clar (1904–1995). 

Noch während des Studiums lernte er seine Frau Elisabeth Berger kennen und nach der Hochzeit am 18. Oktober 1960 kamen zwischen 1961 und 1971 insgesamt sechs Kinder, fünf Töchter und ein Sohn zur Welt. 

Von 1962 bis 1966 war er als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Geologie der Technischen Hochschule Wien beschäftigt und mit seiner Dissertation Studien über Sedimentation und Diagenese des oberen Wettersteinkalkes in Bleiberg-Kreuth promovierte Walter Eppensteiner am 14. Juli 1966 zum Dr. phil. Dadurch wurde er Hochschulassistent und ab September 1976 Universitätsoberassistent. 

Obwohl die Dissertation klassisch naturwissenschaftlich ausgerichtet war, war es Walter Eppensteiner immer ein Anliegen, naturwissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten und zu vermitteln, dass diese auch in der Praxis anwend- und umsetzbar wurden. So engagierte er sich unter anderem ab dem Jahre 1967 als Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Steinstraßen und Steinmaterial der Forschungsgesellschaft für das Verkehrs- und Straßenwesen im Österreichischen Ingenieur- und Architektenverein und war ab 1973 deren stellvertretender Leiter. 

Als Assistent unter dem Vorstand Alois Kieslinger[1] (1900–1975) entdeckte Walter auch seine Liebe zu einer Teildisziplin der angewandten Geowissenschaften, die heute zumeist als Kulturgeologie bezeichnet wird, da sie sich interdisziplinär mit den vielfältigen Interaktionen der Geowissenschaften und mit dem kulturellen Schaffen der Menschheit befasst. Nach dem damals (und leider auch heute wieder vermehrt) geltenden Grundsatz: „Ich bin dein Herr und Prof. und dulde keine anderen Götter neben mir!“ war ihm eine vertiefte Beschäftigung mit dieser Thematik verschlossen, sodass sich Walter Eppensteiner den Straßenbaugesteinen widmen musste, wie er mir (A.R.) einmal anvertraute. 

Da der Mensch Walter Eppensteiner aber eine große Begeisterungsfähigkeit für Fragestellungen und Probleme im naturwissenschaftlich-technischen Spannungsfeld jeglicher Art besaß, war es nicht weiter verwunderlich, dass zahlreiche neue und teilweise revolutionäre Erkenntnisse auf dem Gebiet der Straßenbaugesteine auch in methodischer Hinsicht erzielt wurden und der gebührende Erfolg nicht lange auf sich warten ließ. Ab 1969 bearbeitete er als verantwortlicher Leiter oder Mitarbeiter zahlreiche Forschungsaufträge des damaligen Bundesministeriums für Bauten und Technik, deren weitreichende Erkenntnisse in den Heften der Reihe Straßenforschung veröffentlicht wurden. Zusammen mit Randolf Krzemien war er von 1974 bis 1990 Erstautor von nicht weniger als 15 Heften, bzw. großen Beiträgen (Nr. 10, 16, 22, 37, 81, 108, 112, 120, 223, 231, 295, 389). Im Jahr 2000 folgte ein letztes Heft (Nr. 494) mit Harald Augustin und Manfred Zieger in dieser Reihe.

Diese Veröffentlichungen bildeten neben der höchst erfolgreichen Lehrtätigkeit an der TU-Wien die Grundlage für seine Habilitation und der Verleihung der Lehrbefugnis als Universitätsdozent für Baugeologie mit besonderer Berücksichtigung der Technischen Gesteinskunde am 25. März 1980.

Auch der Fachnormenausschuss Natürliche Gesteine, den Walter Eppensteiner ab 1971 für die nächsten 25 Jahre als Vorsitzender leitete, profitierte enorm von seinem geologisch-petrographischen Wissen und dem vertieften Verständnis über die Genese der Gesteine und den daraus resultierenden chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie den damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen der praktischen Anwendung im Bauwesen. Diese Expertise führte zur Veröffentlichung von Prüfnormen, die trotz ihrer präzisen Vorgaben in Hinblick auf die Rahmenbedingungen der Gesteinsprüfung eine Überinterpretation und vorgetäuschte Genauigkeit der Ergebnisse weitgehend vermieden – ein fachlich fundierter und argumentierter Pragmatismus, den wir bei den heutigen Naturstein-Normen oft schmerzlich vermissen! 

Auch die Untersuchung von Baurohstofflagerstätten und die petrographische Beurteilung für die Aufnahmeprüfung in den Güteschutzverband der österreichischen Splitt- und Schotterwerke gehörte zu seinen Aufgaben, ebenso wie die Mitarbeit zur Erstellung von Rohstoffsicherungskarten für das Bundesland Niederösterreich. 

Eigentlich gab es keinen Arbeitsbereich der nutzbaren Gesteine, in denen Walter Eppensteiner nicht seine Spuren hinterließ. Die Verwertung von Tunnelausbruchsmaterial, die Begutachtung von Bergbauschäden, Baugründen und Trassen von Verkehrswegen über die Untersuchung und Beurteilung von Dekorgesteinslagerstätten in Österreich, im Kaukasus, Sibirien, Türkei, Böhmen, Slowakei und Ungarn, bis hin zur Untersuchung von historischen Natursteinbauten in Wien, wie zum Beispiel die Steinbauten des Zentralfriedhofs, Schloss Neugebäude, Schönbrunn einschließlich Gloriette und Römischer Ruine, waren wichtige Arbeitsschwerpunkte.

In diesem Zusammenhang sei auf die Herausgeberschaft (zusammen mit Bernd Schwaighofer, BOKU) der Reihe „Nutzbare Gesteine von Niederösterreich und Burgenland“ verwiesen, in der zwischen 2002 und 2006 vier Bände erschienen.

Daneben erfolgte die fundamentale Mitarbeit an baugeologischen Untersuchungen für Wasserkraftwerksbauten, u.a. für die in Oberösterreich liegenden Kraftwerke Garsten, Weyer, Schönau, die Projekte Groß-Kastenreith und Molln und die Kartierung der Einhänge des im Dorfertal (Osttirol) geplanten Speichersees in Hinblick auf Hangbewegungen unmittelbar nach der Katastrophe von Vajont (1963), die Walter Eppensteiner emotional besonders bewegte.

Auf der Basis seiner hervorragenden Fähigkeiten auf dem Gebiet der Geologie zusammen mit seinem profunden Wissen in Chemie und Physik konnte Walter Eppensteiner fundamentale wissenschaftliche Leistungen vollbringen, wie zum Beispiel die Erkenntnis, dass die Deformation von Fassadenplatten aus Carrara-Marmor auf das anisotrope Dehnungsverhalten des Calcits und auf die dominante Vorzugsorientierung der Kristallachsen dieses Minerals im Gesteinsgefüge zurückzuführen ist. Einen wesentlichen Beitrag leistete er auch bei der Klärung des Verhaltens von kompetentem Fels auf inkompetentem Untergrund („Hart auf Weich“).

Diese breit gestreute und immer wissenschaftlich fundierte Expertise sowie seine große Empathie machten Walter Eppensteiner auch international zu einem von Allen geschätzten und gesuchten Mitarbeiter für leitende Funktionen, wie zum Beispiel:

  • 1976 Mitglied des Lenkungsausschusses der AG „Mineralstoffe“ der Forschungsgesellschaft für das Verkehrs- und Straßenwesen (FVS) e.V. Köln
  • 1979 Bestellung zum Sekretär des XVI. Weltstraßenkongresses in Wien für das Thema „Einteilung und Prüfung von Straßenbaustoffen“
  • ab 1990 Österreichsicher Vertreter in CEN TC 154 „Aggregates“, SC 6 „Prüfmethoden“ und TG 9 „Verwitterung“ sowie TC 246 „Natural Stones“ [CEN: Comité Européen de Normalisation, TC: Technical Committee, SC: Subcommittee]
  • ab 1990 Leiter des Ausschusses für Veröffentlichungen der Forschungsgesellschaft für das Verkehrs- und Straßenwesen (FVS) im Österreichischer Ingenieur- und Architekten-Verein (ÖIAV)

Als Mitglied der Wiener Schule der Ingenieurgeologie, die von Ferdinand von Hochstetter (1829–1884) begründet wurde und der neben vielen anderen Josef Stiny (1880–1958) und Eberhard Clar (1904–1995) angehörten, konnte er als Universitätslehrer seinen Schülern (meist Studenten des Bauingenieurwesens) das Verständnis dafür mitgeben, was Ingenieurgeologie kann (und auch was sie nicht kann). In vielen Lehrveranstaltungen – von „Technische Gesteinskunde“, über „Geologie und Verkehrswegebau“, bis zu „Geologie der Massenbewegungen“ – an der Technischen Universität Wien, an der Universität Wien und an der Universität Salzburg hat er unzähligen Studenten sein Wissen weitergegeben.

Neben dem oft nicht zu vermeidenden Frontalunterricht im Hörsaal und im Gelände, der bei Walter Eppensteiner jedoch niemals langweilig war, da er es in einem besonderen Ausmaße verstand, die ZuhörerInnen mittels seiner sprachlichen Fähigkeiten in seine geologische Welt zu entführen und zu fesseln, war auch seine Betreuung von zahlreichen Diplomarbeiten und Dissertationen stets von einer besonderen Qualität und Intensität frei nach Sokrates „Der Lehrer sei der Geburtshelfer der eigenen Gedanken seiner Schüler“, die kaum eine Steigerung zuließ und seine Studierenden zur höchsten Leistung anspornte. 

Als würde dieses Arbeitspensum noch nicht ausreichen, engagierte sich Walter Eppensteiner auch intensiv in den diversen Gremien der TU-Wien, wie zum Beispiel als Mitglied der Fakultätsversammlung, Kuriensprecher des Mittelbaues, Mitglied des Akademischen Senats, Mitglied der Studienkommission für die Studienrichtung Bauingenieurwesen und der interuniversitären Studienkommission Technische Geologie, als Mitglied der Personalkommission und der Kommission zur Überprüfung der Lehraufträge und nicht zuletzt als Mitglied bei zahlreichen Berufungs- und Habilitationskommissionen. 

In diesen Gremien der Technischen Universität Wien hat er sich in unzähligen Sitzungen für Transparenz und gegen Günstlingswirtschaft eingesetzt.

Trotz all dieser Leistungen in der Wissenschaft und im Wissenschaftsbetrieb ist Walter immer mit beiden Beinen auf dem Erdboden gestanden und ist immer ein wahrer Humanist im besten Sinne des Wortes geblieben.

Am 31. 12. 1994 wurde Walter Eppensteiner in den Ruhestand versetzt.

Alle, die mit Walter Eppensteiner zusammenarbeiteten haben ihn als kompetenten, verlässlichen, herzlichen und charmanten Kollegen erfahren und so bleibt er uns allen in tiefer Erinnerung.

 

Ehrungen und Auszeichnungen

1982 Goldene Mitarbeiternadel des Österreichischen Normungsinstitutes

1987 Ehrenzeichen in Gold der Bundesinnung der österr. Steinmetzmeister

1988 Ehrennadel des Österreichischen Normungsinstitutes

1994 Mitglied des Denkmalbeirates der Republik Österreich

1996 American Society of Civil Engineers: Outstanding Paper of 1996 (gemeinsam mit C. Widhalm, E.K. Tschegg) „Anisotropic Thermal Expansion Causes Deformation of Marble Claddings” im Journal of Performance of Constructed Facilities.

 

Anläßlich seines 80. Geburtstages erschien eine Festschrift mit Beiträgen von Peter Gottschling, Randolf Krzemien, Johann Litzka, Rainer Poisel & Scott Kieffer, Andreas Rohatsch, Bernd Schwaighofer und Ewald Tentschert. Auch in der Zeitschrift Stein & Kies (Nr. 104/ 2000) des Forum Rohstoffe wurde er unter dem Titel „Ein Leben für die lebendige Welt der Steine: 80 Jahre Walter Eppensteiner“ gewürdigt.

Hennrich, C. (Red.), Pfeiler, A. (Red.) & Augustin-Gyurits, K. (Red.) (2009): Festschrift anlässlich des 80. Geburtstages von Univ. Doz. Dr. phil. Walter Eppensteiner, Maria Enzersdorf, 22.12.2009. – 56 S., Maria Enzersdorf.

 

Literatur

 

Eppensteiner W., Listabarth, G. & Sohs F. (1959): Beitrag zur Geologie des mittleren Kamptales (N.Ö. Waldviertel). – Mitteilungen der Gesellschaft der Geologie- und Bergbaustudenten in Wien, 10, 117–122, Wien.

Eppensteiner, W. (1965): Die schwarzen Breccien der Bleiberger Fazies. – Mitteilungen der Gesellschaft der Geologie- und Bergbaustudenten in Wien, 14/15, 205-228, Wien.

Eppensteiner, W. (1966): Studien über Sedimentation und Diagenese des oberen Wettersteinkalkes in Bleiberg-Kreuth (Kärnten). – Dissertation Universität Wien, 154 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1968): Bericht über die geologischen Untersuchungen des Stauraumes Dorfertal/Osttirol im Sommer 1966. – Unveröffentlichter Bericht, 20 S., Wien.

Gyurits-Augustin, K. & Eppensteiner, W. (1969): Geologisch-petrographische Übersichtskarte: Rohstoffe für den Strassenbau 1:1.000.000. – 2 Blätter, Wien.

Eppensteiner, W. (1970): Studien über Sedimentation und Diagenese des oberen Wettersteinkalkes in Bleiberg-Kreuth (Kärnten). – Dissertationen der Universität Wien, 49, 89 S., Wien (Notring).

Eppensteiner, W., Van Husen D. & Krzemien R. (1973): Beobachtungen an pleistozänen Driftblöcken des Marchfeldes. – Verhandlungen Geologische Bundesanstalt, 1973, 331– 336, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1973): Der Ringversuch: Österreichische Straßenbaugesteine im Labor, Entwicklung einer Methode zur schnellen Prüfung der Frostbeständigkeit von Splittern, Ergänzung des Ringversuches. – Straßenforschung, 10, 55 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1974): Änderungen der Eigenschaften von Gesteinszuschlägen beim Durchgang durch Trockentrommeln von Heißmischanlagen. – In: Tagung der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“ 8. November 1974, 32–40, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1974): Einflüsse der Kornform und Oberflächenbeschaffenheit von Brech- und Natursanden auf die Verdichtungswilligkeit und das Verformungsverhalten bituminösen Mischgutes. – Straßenforschung, 16, 29 S., Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1974): Untersuchungen der Änderungen der Eigenschaften von Splitten und Kiesen beim Durchgang durch Trockentrommeln von Heißmischanlagen. – Straßenforschung, 22, 46 S., Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1975): Die Prüfung von Körnungen und Korngemischen in der Los-Angeles-Trommelmühle. – Straßenforschung, 37, 63 S. Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1977): Ergänzende Untersuchungen zur Prüfung von Korngemischen in der Los-Angeles-Trommelmühle. – Straßenforschung, 81, 22 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1977): Straßenbaugesteine – Prüfungen und Anforderungen aus österreichischer Sicht. – Schriftenreihe der Forschungsgesellschaft für Strassenwesen im Österreichischen Ingenieur- und Architektur-Verein, 73, 119–125, Wien.

Eppensteiner, W. (1978): Die Beobachtung des Splitt-Einzelkornverhaltens in bituminös gebundenen Straßendecken. – Vortragsveranstaltung der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“ 19. Oktober 1978, 9–13, Wien.

Eppensteiner, W. (1978): Alois Kieslinger 1.2.1900–1.6.1975 (Nachruf). – Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft, 68, 189–192, Wien.

Eppensteiner, W. (1979): Gesteinskörnungen Anforderungen und Prüfmethoden im österreichischen Straßenbau - kritisch betrachtet. – Studienreise der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“ April 1979, 15–20, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1979): Untersuchungen von Sanden für bituminöses Mischgut. – Straßenforschung, 112, 62 S., Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1979): Zur Frostbeständigkeit von Rundkorn. – Straßenforschung, 121, 39 S., Wien.

Eppensteiner, W., Füreder, H. & Krzemien, R. (1979): Die Verbesserung des Verformungsverhaltens bitumengebundener Tragschichten durch Zusatz von Kantkorn. – Straßenforschung, 120, 1–58, Wien.

Eppensteiner, W., Gregori, H. & Krzemien, R. (1979): Abriebversuche an Asphaltprobekörpern zur Ermittlung der wirtschaftlichsten Mischgutzusammensetzung. – Straßenforschung, 120, 59–101, Wien.

Eppensteiner, W., Gregori, H., Hintsteiner, E. & Krzemien, R. (1979): Bewertung von Gesteinsmaterialien im bituminösen Deckenbau: Zusammenhang zwischen Laboratoriumsuntersuchungen der Zuschlagstoffe und der praktischen Bewährung: 2. Teil: Langzeitbeobachtungen. – Straßenforschung, 108, 101 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1980): Jahresbericht 1979 über das Projekt „Erfassung von Bau- und Dekorgesteinen für Rohstoffsicherungskarten“. – Unveröffentlichter Bericht Bund/Bundesländer-Rohstoffprojekt N-A-007/79, 8 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1982): Die Prüfung des Polierverhaltens von Straßenbaukörnungen. – Vortragsveranstaltung der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“, 9. November 1982, 19–22, Wien.

Eppensteiner, W. (1982): Straßenbau mit regional verfügbaren Gesteinskörnungen. – Vortragsveranstaltung der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“, 9. November 1982, 35-36, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1982): Sieb- und Schlämmanalyse. – Straßenforschung, 187, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1983): Versuche zur Bestimmung des Mürbkornanteiles. – Straßenforschung, 231, 36 S., Wien.

Breyer, G., Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1983): Der Polierversuch: Teil II. Ringversuch Reibungsbeiwert nach Polieren, Polierbarkeit österreichischer Straßenbaugesteine. – Straßenforschung, 223/2, 104 S., Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1984): Ein Verfahren zur Prüfung der Härte von Gesteinen für den Bau verschleißfester Fahrbahndecken. – Straßenforschung, 243, 67 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1985): Die Bedeutung der Technischen Gesteinskunde. – Baugeologische Tage in Hüttenberg Seminar - Vortragsfolge - Exkursion, 9.–13. September 1985: Tagungsunterlagen, 80-82, Hüttenberg.

Eppensteiner, W., Fenz, G., Gregori, H. & Krzemien, R. (1986): Los-Angeles-Werte von Korngemischen für bituminöse Tragschichten. – Straßenforschung, 295, 130 S., Wien.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1987): Gang und Gehwerk einer Massenbewegung. –Österreichische Gesellschaft für Geomechanik XXVI. Geomechanik-Kolloquium 1987: Kurzfassungen der Vorträge, 2 S., Wien.

Langthaler, A., Clar, E., Bacher, G. & Eppensteiner, W. (1987): Alois Kieslinger-Denkmal. – 16 S., Wien.

Eppensteiner, W., Poisel, R. & Silberbauer, J. (1988): Geomechanical model tests concerning the gliding apart of hard rock on soft ground. – In: Marinos, P.G. & Koukis, George C. (eds): The Engineering Geology of Ancient Works, Monuments and Historical Sites: Preservation and Protection: Proceedings of an International Symposium organized by the Greek National Group of IAEG , Athens, 19–23 September 1988; Volume 1: 1 Engineering geology and the protection of historical sites and monuments, 123–128, Balkema, Rotterdam.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1988): A contribution to the systematics of rock mass movements. – In: Bonnard, Ch.: Landslides: Proceedings of the Fifth International Symposium on Landslides 10–15 July 1988, Lausanne: Volume 2: Drainage and stabilization, Evaluation and appraisal of risks of instability, Instability phenomena in the zone of the alpine arc, 1353–1357, Balkema, Rotterdam.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1988): Gang und Gehwerk einer Massenbewegung: Teil 1. Geomechanik des Systems „Hart auf Weich”. – Felsbau, 6, 189–194, Essen.

Eppensteiner, W. (1988): Arbeiten auf dem Gebiet der technischen Gesteinskunde an der Abteilung Geologie. – Baugeologische Tage in Lunz am See, Niederösterreich 6.–8. April 1988: Kurzfassungen, 16-18, Lunz am See.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1989): Gang und Gehwerk einer Massenbewegung: Teil 2. Massenbewegungen am Rand des Systems „Hart auf Weich“. – Felsbau, 7, 16–20, Essen.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1989): A contribution to the systematics of rock mass movements. – Mitteilungen der Schweizerischen Gesellschaft für Boden- und Felsmechanik, 117, 105–109, Balkema, Rotterdam.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1990): Prüfung der Frostbeständigkeit von Körnungen. – Straßenforschung, 389, 62 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1998): Laudatio auf Herrn Prof. Georg Spaun. - In: Thuro, K., Lokau, K., Deffner, F. & Plinninger, R.J.: Festschrift Prof. Georg Spaun zum 60. Geburtstag, 4–6, München.

Eppensteiner, W. (1999): Allgegenwärtigkeit des Steins /Walter Eppensteiner. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 11–12, Bad Deutsch-Altenburg.

Eppensteiner, W. (1999): Vom Werden und Vergehen des Steins: Kreislauf der geologischen Vorgänge. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 13–16, Bad Deutsch-Altenburg.

Eppensteiner, W. (1999): Eigenschaften des Steins. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 17–18, Bad Deutsch-Altenburg.

Eppensteiner, W. (1999): Zur Geschichte der Abbautechniken. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 29–34, Bad Deutsch-Altenburg.

Eppensteiner, W. (1999): Steintransport. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 39–42, Bad Deutsch-Altenburg.

Widhalm, C.; Eppensteiner, W. & Tschegg, E. (1999): Meßmethoden zur Beschreibung von Gefügeanisotropien in Marmor. – Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, 150, 275–281, Stuttgart.

Widhalm. C., Tschegg. E. & Eppensteiner, W. (1996): Anisotropic Thermal Expansion Causes Deformation of Marble Claddings. – Journal of Performance of Constructed Facilities, 10/1, 5–10, Reston.https://doi.org/10.1061/(ASCE)0887-3828(1996)10:1(5).

Augustin, H.; Eppensteiner, W. & Zieger, M. (1999): Verschleißversuche an Straßenbaugesteinen nach EN 1097-1. – Straßenforschung, 494, 77 S., Wien.

Eppensteiner, W. (2000): Stein-Experte. – STEINtime Österreich: Architektur + Naturstein, 2000/1, S. 36, München.

Eppensteiner, W. (2001): Die Entwicklung der Ingenieurgeologie im Spiegel der Institutsgeschichte. - In: Tentschert, E. (Hg.): Festkolloquium: 140 Jahre Geologie an der TU-Wien 22. und 23.November 2000, 3–25, Wien.

Schwaighofer, B. & Eppensteiner, W. (2003): Vorwort. – Mitteilungen des Institutes für Angewandte Geologie der Universität für Bodenkultur: Reihe „Nutzbare Gesteine Niederösterreichs und des Burgenlandes“, 3, S. 3, Wien.

Eppensteiner, W. (2003): Gewinnung und Aufbereitung von Gesteinskörnungen. – Mitteilungen des Institutes für Angewandte Geologie der Universität für Bodenkultur: Reihe „Nutzbare Gesteine Niederösterreichs und des Burgenlandes“, 3, 43-50, Wien.

Eppensteiner, W. (2003): Vom Bauen mit Stein: Von den Anfängen bis zur Gegenwart (Kurzfassung). - In: Naturstein in Kunst, Bau und Technik: Barbara-Gespräche Payerbach 20.bis 21. November 2003: Tagungsmappe, 20–21, Geoschule Payerbach, Payerbach.

Eppensteiner, W. (2003): Bau- und Rohstoff Stein – technische Eigenschaften, Nutzung, Probleme (Kurzfassung). - In: Naturstein in Kunst, Bau und Technik: Barbara-Gespräche Payerbach 20.bis 21.November 2003: Tagungsmappe, 11–12, Payerbach.

Schwaighofer, B. (Hg.) & Eppensteiner, W. (Hg.) (2003): Gesteine - Gewinnung & Verarbeitung. – Mitteilungen des Institutes für Angewandte Geologie der Universität für Bodenkultur: Reihe „Nutzbare Gesteine Niederösterreichs und des Burgenlandes“, 3, 91 S., Wien.

Eppensteiner, W. (2005): Ob sichtbar oder versteckt - Stein ist überall. – Stein & Kies, 77, S. 8, Wien.

Schwaighofer, B. (Hg.) & Eppensteiner, W. (Hg.) (2005): „Junge“ Kalke, Sandsteine und Konglomerate - Neogen. – Mitteilungen des Institutes für Angewandte Geologie der Universität für Bodenkultur: Reihe „Nutzbare Gesteine Niederösterreichs und des Burgenlandes“, 2, 107 S., Wien.

Eppensteiner, W. (2006): Vulkanite im Burgenland: Vorkommen - Abbau - Verwendung. – Archiv für Lagerstättenforschung der Geologischen Bundesanstalt, 25, 5–34, Wien.

Eppensteiner, W. (2007): Pauliberg: Das größte Basaltvorkommen im Burgenland. - In: Hofmann, Thomas: Wien Niederösterreich Burgenland. – Wanderungen in die Erdgeschichte, 22, 181–183, München.

Eppensteiner, W. & Fritz, I. (2007): Güssing: Der basaltische Burgberg. – Wanderungen in die Erdgeschichte, 22, 194–195, München.

Augustin-Gyurits, K. & Eppensteiner, W. (2008): Nachruf Georg Riehl-Herwirsch in memoriam. – Journal of Alpine Geology, 49, 219–220, Wien.

Eppensteiner, W.; Augustin-Gyurits, K. & Pfeiler, A. (2009): Unbedenklichkeit von in Österreich verwendeten Gesteinskörnungen betreffend Alkali-Kieselsäure-Reaktivität (AKR) im Beton: Ergebnisse aus Archiv-Studien, Expertenbefragungen und Fragebogenaktionen. – Unveröffentlichter Bericht, 26 S., Wien.

Eppensteiner, W. (2010): Gesteine unverzichtbar für den Straßenbau!: Gesteinsbaustoffe im Verkehrswegebau. – Stein & Kies, 104, 1–2, Wien.

http://www.fsv.at/shop/artikelliste.aspx?ID=0dffbae0-f427-40d8-8bc4-270e5347cd36

[1] https://www.ig.tuwien.ac.at/geschichte/ehem-professoren/

 

Wien, am 3. Juni 2020

Andreas Rohatsch, Rainer Poisel, Christine Cerny, Thomas Hofmann

Kleine Säugetiere fraßen Dinosaurier-Fleisch 
Kleine Säugetiere haben sich vor 160 Mio. Jahren auch vom Aas riesiger Dinosaurier ernährt. Das zeigen winzige Bissspuren an der Halsrippe eines zu Lebzeiten rund 20 Meter langen und mehrere Tonnen schweren Sauropoden, der im Nordwesten von China gefunden wurde 
https://science.orf.at/stories/3201295/
(ORF, 31.07.2020) 

Spitzmausgroße Säugetiere labten sich an gigantischen Dinosauriern 
Winzige Bissspuren auf der Halsrippe eines Sauropoden zeugen von einem ungewöhnlichen Festschmaus vor 160 Millionen Jahren 
https://www.derstandard.at/story/2000119088056/
(Der Standard, 31.07.2020) 

Nordsee: Alte Bohrlöcher geben enorme Methanmengen frei 
Neue Studie bestätigt frühere Untersuchungen. Gas stammt aus flachen Gastaschen, die weniger als 1000 Meter tief im Meeresboden liegen 
https://www.derstandard.at/story/2000119076376/
(Der Standard, 30.07.2020) 

100 Mio. Jahre alte Mikroben wiederbelebt 
Forscher haben Mikroorganismen aus einer Zeit wiederbelebt, als noch Dinosaurier die Erde bevölkerten. Die Mikroben schlummerten fast 100 Meter unter dem Grund des Pazifiks, im Labor begannen sie nun wieder sich zu vermehren 
https://science.orf.at/stories/3201269/
(ORF, 28.07.2020) 

100 Millionen Jahre alte Mikroben aus dem Meeresboden "auferweckt" 
Bakterien aus tiefen Bohrkernen vom Grund des Pazifiks sind noch nach Jahrmillionen zur Nahrungsaufnahme und Vermehrung fähig 
https://www.derstandard.at/story/2000119021832/
(Der Standard, 28.07.2020) 

Der Boden war im Lockdown ruhig wie nie 
Erdbebenforscher freuen sich über wenig Schwingungen während der Pandemie 
https://www.diepresse.com/5843971/
(Die Presse, 27.07.2020) 

Corona bescherte bisher längste und stillste seismische Ruhephase der Messgeschichte 
Vom Mensch verursachte Schwingungen gingen von März bis Mai 2020 im weltweiten Mittel um rund 50 Prozent zurück 
https://www.derstandard.at/story/2000118952076/
(Der Standard, 25.07.2020) 

Coronavirus brachte „seismische Ruhe“ 
Die Erde bebt ständig, wobei ein Teil der Erschütterung von Menschen verursacht wird – etwa durch Industrie und Verkehr. Der „Lock-down“ in der Coronavirus-Pandemie hat diese Vibrationen laut neuer Studie deutlich verringert – und weltweit zu einer bisher unbekannten „seismischen Ruhe“ geführt 
https://science.orf.at/stories/3201237/
(ORF, 23.07.2020) 

Historischer Vergleich: Hochwässer werden mehr und verändern sich 
Analyse von 500 Jahren Hochwassergeschichte belegt die Auswirkungen des Klimawandels: Die letzten 30 Jahre waren eine der flutenreichsten Perioden in Europa 
https://www.derstandard.at/story/2000118925847/
(Der Standard, 23.07.2020) 

Warum Geologen ein neues Erdzeitalter einführen wollen 
Die Corona-Krise dürfte die Einführung des Anthropozäns verzögern, sagen Jan Zalasiewicz und Colin Waters. 2024 könnte es aber soweit sein 
https://www.derstandard.at/story/2000118895104/
(Der Standard, 22.07.2020) 

Tagebücher von Wissenschaftern: privat, persönlich und beruflich 
Tagebücher sind ein Schlüssel, der jene Mechanismen zeigt, wie Forschung funktionierte 
https://www.derstandard.at/story/2000118744355/
(Der Standard, 17.07.2020) 

Beeindruckend: Ein zweieinhalb Tonnen schwerer Schwanz 
Forscher rekonstruieren die Gesamtmasse eines Sauropodenschwanzes – und der wurde nicht hinterhergeschleift 
https://www.derstandard.at/story/2000118751679/
(Der Standard, 16.07.2020) 

Gartenstein entpuppt sich als Meteorit 
Beim Ausheben eines Grabens hat ein Hausbesitzer im schwäbischen Blaubeuren 1989 den bisher größten Steinmeteoriten Deutschlands gefunden – und all die Jahre nichts von seiner Entdeckung gewusst 
https://science.orf.at/stories/3201184/
(ORF, 15.07.2020) 

Deutscher hatte 30-Kilo-Steinmeteoriten im Garten ausgegraben 
1989 war ein Mann bei Gartenarbeiten auf einen riesigen Brocken gestoßen, doch erst jetzt verständigte er Experten. Der Fund entpuppt sich als Sensation 
https://www.derstandard.at/story/2000118728645
(Der Standard, 15.07.2020) 

Eine Haselmaus in Größe einer Hauskatze 
Forscher rekonstruieren den Schädel eines Inselgiganten: Ein Riesenbilch, der auf Sizilien neben Zwergelefanten lebte 
https://www.derstandard.at/story/2000118705131/
(Der Standard, 15.07.2020) 

Neue Datierungsmethode für Holz entwickelt 
Forscher stellen einen Weg vor, die Materialalterung von Holz über Jahrtausende verlässlich zu rekonstruieren 
https://www.derstandard.at/story/2000118686072/
(Der Standard, 14.07.2020) 

Ursache für Steinschlagunfälle ist nicht immer die Klimakrise 
Der vermehrte Steinschlag hat nur in großen Höhen mit der Erwärmung zu tun, sagen Geologen. Am Sonntag war ein 14-Jähriger in der Eisriesenwelt gestorben 
https://www.derstandard.at/story/2000118684107/
(Der Standard, 14.07.2020) 

Nach Felssturz: In die Alpen besser nur noch virtuell? 
Vier Tote: Experten warnen nach den jüngsten Steinschlägen vor den Gefahren des Gebirges 
https://www.diepresse.com/5839089/
(Die Presse, 12.07.2020) 

Neandertaler starben in Süditalien nicht wegen der Kälte aus 
Klimaschwankungen galten bisher als möglicher Grund für das Verschwinden der Neandertaler. Tropfsteine zeigen, dass das für Apulien nicht der Fall war 
https://www.derstandard.at/story/2000118543784/
(Der Standard, 11.07.2020) 

Neue Fischsaurier-Art in Südwestdeutschland entdeckt 
Paläontologinnen fanden neue Spezies bei vergleichenden Untersuchungen von Ichthyosaurierfossilien aus England und Baden-Württemberg 
https://www.derstandard.at/story/2000118412953/
(Der Standard, 05.07.2020) 

Die Pinguine hatten riesige "Doppelgänger" auf der Nordhalbkugel 
Größer als ein Mensch, waren die Plotopteriden die Könige der nordpazifischen Küsten 
https://www.derstandard.at/story/2000118458652/
(Der Standard, 05.07.2020) 

Ein Wirbelsturm kann die Erdbebenaktivität beeinflussen 
Als der Taifun Morakot Taiwan heimsuchte, wirkte er sich bis weit unter die Oberfläche aus 
https://www.derstandard.at/story/2000118464948/
(Der Standard, 03.07.2020) 

Gestatten, Schleitheimia schutzi aus der Schweiz 
Vor 225 Millionen Jahren lebte in Westeuropa ein Tier, das noch kein Sauropode war, ihnen aber schon sehr ähnlich sah 
https://www.derstandard.at/story/2000118438511/
(Der Standard, 02.07.2020) 

Die DiGeo freut sich, weitere Dienste des DiGeo-Datenbank-Projektes vorstellen zu können. Das Hierarchische Glossar planarer, linearer Strukturen und Bewegungsrichtungsindikatoren wurde in unserer Datenbank erfasst und die darin enthaltenen Begriffe können nun in 3 dynamischen Listen praktisch und einfach nachgeschlagen werden:

- Liste der planaren Strukturen
- Liste der linearen Strukturen
- Liste der Bewegungsrichtungsindikatoren

ÖGG-Mitglieder, die sich auf der Homepage anmelden (Zugangsdaten können bei admin@geologie.or.at angefragt werden) können die Daten auch als .xlsx herunterladen .

Außerdem konnte die Karte der geologischen Sehenswürdigkeiten um die Daten der deutschen Geohorizon-Initiative erweitert werden.

 

Wie gefährlich sind Supervulkane wirklich? 
Ob Yellowstone oder die Phlegräischen Felder: Der Ausbruch eines Supervulkans kann verheerende Folgen haben. Die Gefahr eines Ausbruchs ist allerdings gering 
https://www.derstandard.at/story/2000118263256/
(Der Standard, 26.06.2020) 

„Hope“-Diamant kommt tief aus der Erde 
Der legendäre „Hope“-Diamant könnte einer Studie zufolge mehr als dreimal so tief aus der Erde stammen wie die meisten anderen Diamanten. Eine Untersuchung ähnlicher Diamanten bestätigt Vermutungen, dass sein Ursprung im inneren Erdmantel liegt 
https://science.orf.at/stories/3201028/
(ORF, 25.06.2020) 

Das Wombat Mukupirna, ein halber Riese 
Forscher entdeckten in Australien die Überreste eines Tiers, das fünfmal so groß wie heutige Wombats war 
https://www.derstandard.at/story/2000118284152/
(Der Standard, 25.06.2020) 

Das Wissen der Jahresringe reicht 10.000 Jahre zurück  
Die Dendrochronologie ist die älteste Datierungsmethode. Durch ihre Jahresringanalysen wird das Alter von Holz auf das Jahr genau datiert 
https://www.derstandard.at/story/2000118107703/
(Der Standard, 24.06.2020) 

Beschleunigte ein Vulkan in Alaska den Untergang der Römischen Republik? 
Auf Caesars Ermordung folgten Klimaänderungen, die die politische Instabilität Roms verstärkt haben könnten. Forscher haben einen Vulkan im Verdacht 
https://www.derstandard.at/story/2000118233936/
(Der Standard, 23.06.2020) 

Vulkan brachte Römische Republik ins Wanken 
Historikerinnen und Historiker haben schon lange vermutet, dass sich das Klima gegen Ende der Römischen Republik abrupt verschlechtert und damit zu ihrem Untergang beigetragen hat. Laut einer neuen Studie war dafür der Ausbruch eines Vulkans verantwortlich, der sich am anderen Ende der Welt befindet – in Alaska 
https://science.orf.at/stories/3201010/
(ORF, 22.06.2020) 

Überraschende Entdeckung: Warum Gebirge nicht endlos weiterwachsen 
Nicht die Erosion bestimmt, wie hoch Gebirgsmassive aufragen, sondern ein Kräftegleichgewicht in der Erdkruste
https://www.derstandard.at/story/2000118106983/
(Der Standard, 21.06.2020) 

Indonesischer Vulkan Merapi ausgebrochen 
Der Vulkan stieß eine kilometerhohe Aschewolke aus. Für den zivilen Flugverkehr wurde eine Warnung ausgegeben 
https://www.derstandard.at/story/2000118218726/
(Der Standard, 21.06.2020) 

Arktischer Dinosaurier war das "Karibu der Kreidezeit" 
Schon vor 70 Millionen Jahren zogen Herden von Pflanzenfressern durch die Polarnacht – sie waren allerdings deutlich größer als Rentiere  
https://www.derstandard.at/story/2000117455998/
(Der Standard, 20.06.2020)  

Sandstrände am Schwarzen Meer in Gefahr 
Durch die vielen Staustufen in der Donau gelangen immer weniger Sedimente ins Donau-Delta. Das lässt die Sandstrände des Schwarzen Meeres schwinden, berichten Wiener Forscher 
https://science.orf.at/stories/3200983/
(ORF, 19.06.2020) 

Warum in der Donau der Sand fehlt 
Donau-Verbauungen lassen Sandstrände am Schwarzen Meer schwinden, das zeigte eine internationale Untersuchung mit Beteiligung von Wiener Forschern 
https://www.diepresse.com/5828172/
(Die Presse, 19.06.2020) 

Forscher finden in der Antarktis das zweitgrößte Ei der Welt 
Doch wer hat "The Thing" gelegt? Australische Forscher kommen auf zwei Kandidaten 
https://www.derstandard.at/story/2000118164302/
(Der Standard, 19.06.2020) 

Fußspuren eines urzeitlichen Zweibeiners bringen Forscher zum Spekulieren 
Paläontologen warten mit einer exotisch klingenden Erklärung auf: Es sei ein auf zwei Beinen laufendes Krokodil gewesen 
https://www.derstandard.at/story/2000117997703/
(Der Standard, 12.06.2020) 

Tausendfüßer ist das älteste Krabbeltier der Welt 
Kampecaris lebte in einem nur aus Pflanzen und Gliederfüßern bestehenden Ökosystem – Wirbeltiere gab es damals noch keine an Land 
https://www.derstandard.at/story/2000117856488/
(Der Standard, 07.06.2020) 

Die Alvarez-Hypothese und die Suche nach dem "Dino-Killer" 
Eine Publikation in "Science" am 6. Juni 1980 brachte die Suche nach dem Einschlagkrater jenes Asteroiden, der den Tod der Dinosaurier verursacht hatte, ins Rollen. Es gab auch Irrwege, ehe man den Krater fand, der oberflächlich nicht sichtbar ist 
https://www.derstandard.at/story/2000117880244/
(Der Standard, 06.06.2020) 

Fossilien eines vogelähnlichen Dinosauriers in Argentinien gefunden 
Overoraptor chimentoi stammte aus jener Gruppe, der sowohl die Vögel als auch die Raptoren angehören 
https://www.derstandard.at/story/2000117911631/
(Der Standard, 05.06.2020) 

Forscher enthüllen weiteres Puzzleteil der Schildkrötenevolution 
Neue Ergebnisse zeigen enge Verknüpfung der Evolution des Schädels und des hochflexiblen Halses bei den Schildkröten 
https://www.derstandard.at/story/2000117849796/
(Der Standard, 02.06.2020) 

Das zu Beginn dieses Jahres gestartete DiGeo-Datenbank-Projekt trägt erste Früchte. In den vergangenen Wochen wurde eine umfassende Liste geologischer Sehenswürdigkeiten in Österreich ausgearbeitet und in eine GIS-fähige Online-Datenbank importiert. Die ÖGG freut sich, diese Daten nun in Form einer interaktiven Google-Karte, als QGIS-Cloud-Karte sowie als dynamische Nachschlage-Liste allen geologisch Interessierten zur Verfügung stellen zu können. Auch ein WFS-Dienst ist für Mitglieder der ÖGG (Anmeldung erforderlich) verfügbar. Die DiGeo plant, die zur Verfügung stehenden Daten und Dienste in einer ganzen Reihe von Projekten weiter auszuweiten und freut sich hierbei auch über die Mithilfe und Kooperation von Einzelpersonen oder Institutionen (Kontakt unter digeo@geologie.or.at). 

Ein besonderer Dank geht an Alma Kleyhons für die gewissenhafte Ausarbeitung der Daten.

Asteroid hinterließ dampfenden Kessel 
Der Asteroid, der vor 66 Millionen Jahren zum Aussterben der Dinosaurier geführt hat, hinterließ einen riesigen Krater im heutigen Golf von Mexiko. Neue Bohrkernanalysen zeigen, dass es daraus noch Tausende Jahre lang dampfte 
https://science.orf.at/stories/3200855/
(ORF, 29.05.2020) 

Warum Dinos zu Kannibalen wurden 
Allosaurus war vor rund 150 Millionen Jahren ein gefürchteter Jäger. Doch wenn die Nahrung knapp wurde, fraß die riesige Raubechse auch Aas – und machte manchmal sogar Jagd auf Artgenossen 
https://science.orf.at/stories/3200836/
(ORF, 27.05.2020) 

Auf der Jagd nach neuen Kratern 
Die Suche nach den Einschlagstellen von Meteoriten ist mühsam und zeitaufwendig – nur 199 Krater wurden bisher auf der Erde gefunden. In einem neuen „Citizen Science“-Projekt kann nun jeder von zu Hause aus mithelfen 
https://www.diepresse.com/5817264/
(Die Presse, 27.05.2020 - kostenpflichtig!) 

Asteroid traf Erde im „tödlichsten Winkel“ 
Vor 66 Millionen Jahren hat ein Asteroideneinschlag im Golf von Mexiko zu einem Massensterben in der Tier- und Pflanzenwelt geführt. Eine Computersimulation zeigt: Der Himmelskörper traf die Erde in einem besonders ungünstigen Winkel. Die Folge war ein Klimakollaps 
https://science.orf.at/stories/3200820/
(ORF, 26.05.2020) 

Erdbebenforschung profitiert von „Lock-down“ 
Die Coronavirus-Krise bietet der Erdbebenforschung ungeahnte Chancen. Durch den wochenlangen Stillstand vieler gesellschaftlicher Bereiche ist es auch auf der Erdoberfläche ruhiger geworden. Die Folge: Erdbebensignale waren besser zu erkennen als vor dem Coronavirus-„Lockdown“ 
https://science.orf.at/stories/3200808/
(ORF, 25.05.2020) 

Erdbebenforscher profitieren vom Lockdown 
Wegen des Stillstandes waren Erdbeben-Signale weitaus besser erkennbar. Schon ist von neuen Erkenntnissen für die Zukunft die Rede 
https://www.diepresse.com/5818065/
(Die Presse, 25.05.2020) 

40.000 Jahre alte Giganten in Australien entdeckt 
Untersuchung der Funde zeigt, dass nicht der Mensch, sondern Klimaveränderungen an deren Aussterben Schuld waren 
https://www.derstandard.at/story/2000117576405/
(Der Standard, 24.05.2020) 

Warum blitzt es beim Vulkanausbruch? 
Die Aschewolke eines explosiven Vulkanausbruchs sieht nicht nur nach Unwetter aus, es entstehen darin tatsächlich Eruptionsgewitter 
https://www.diepresse.com/5817255/
(Die Presse, 23.05.2020 - kostenpflichtig!) 

Australopithecus sediba: Hände wie ein Orang-Utan, Daumen wie ein Mensch 
Zwei Millionen Jahre alte Handknochen von Australopithecus sediba zeugen vom Übergang des Lebens in den Bäumen zur bodenständigen Existenz 
https://www.derstandard.at/story/2000117556120/
(Der Standard, 23.05.2020) 

Gletscherschwund destabilisiert Felsen im Hochgebirge 
Mehrjähriges Forschungsprojekt untersuchte Veränderungen in den Randbereichen von Gebirgsgletschern 
https://www.derstandard.at/story/2000117558386/
(Der Standard, 23.05.2020) 

Riesiger Fisch pflügte mit weit geöffnetem Maul durch die Meere des Devon 
Paläontologen stellten fest, dass sich der Titanichthys vor 380 Millionen Jahren ähnlich ernährte wie heutige Bartenwale und Riesenhaie 
https://www.derstandard.at/story/2000117609452/
(Der Standard, 23.05.2020) 

Millionen Jahre alte Kinderstube von Weißen Haien entdeckt 
Die großen Meeresräuber vermehren sich nur langsam – der Nachwuchs kommt in geschützten Zonen zur Welt 
https://www.derstandard.at/story/2000117640747/
(Der Standard, 22.05.2020) 

Knochen einer ganzen Mammutherde nahe Mexiko-Stadt gefunden 
Archäologe spricht von den Resten von mehr als 60 Tieren 
https://www.derstandard.at/story/2000117630988/
(Der Standard, 22.05.2020) 

Der Höhlenbär war in ganz Europa Vegetarier 
Bisher gab es Zweifel, ob Ursus spelaeus zumindest in Rumänien nicht doch auch Fleisch verzehrte. Diese konnten nun ausgeräumt werden 
https://www.derstandard.at/story/2000117436871/
(Der Standard, 21.05.2020) 

Forscher lösen Rätsel um die "Madagaskar-Kopale" 
Versteinertes Harz mit Insekteneinschlüssen ist höchstens wenige hundert Jahre alt 
https://www.derstandard.at/story/2000117580140/
(Der Standard, 19.05.2020) 

Finger zum Klettern, Daumen zum Hantieren 
Die Vorfahren der Menschen schwangen sich nicht unwiderruflich von den Bäumen und nutzten die Hände zum Werken, sondern taten zunächst beides. Das zeigt eine neue Analyse der Handknochen eines Australopithecus sediba – eines Menschenvorfahren, der vor rund zwei Millionen Jahren gelebt hat 
https://science.orf.at/stories/3200781/
(ORF, 18.05.2020) 

200 Millionen Jahre alte Tintenfisch-Attacke in Stein verewigt 
Spektakulärer Fund: Ein Tintenfisch, der entweder zu gierig war oder sich selbst ausgetrickst hat, ist zusammen mit seiner Beute gestorben 
https://www.derstandard.at/story/2000117454311/
(Der Standard, 15.05.2020) 

Auf der Spur eines europäischen Pavians 
Homo erectus ist vielleicht über die Straße von Gibraltar nach Europa gekommen – Theropithecus dürfte dieselbe Route genommen haben 
https://www.derstandard.at/story/2000116240669/
(Der Standard, 15.05.2020) 

Großer Schlangenhalsvogel bevölkerte Mitteleuropa 
Anhinga pannonica übertraf seine heutigen Verwandten an Größe und war zudem ein echter "Methusalem" 
https://www.derstandard.at/story/2000117487817/
(Der Standard, 15.05.2020) 

Forscher versuchen Duftstoffe der Mammuts nachzubauen 
Ein Forscherteam aus Österreich interessiert sich für die Pheromonproduktion der ausgestorbenen Riesen 
https://www.derstandard.at/story/2000117441709/
(Der Standard, 15.05.2020) 

Forscher entdecken größten Schildvulkan der Erde 
Zwei klitzekleine Felsinseln im Nordpazifik stellen die Spitzen eines gewaltigen Einzelvulkans dar, der alle anderen an Größe und Hitze übertrifft 
https://www.derstandard.at/story/2000117478223/
(Der Standard, 14.05.2020) 

Ältester Urzeit-Salamander der Welt entdeckt 
Zwei in Kirgistan freigelegte wenige Zentimeter kleine Fossilien liefern Hinweis auf die Evolution der Amphibien 
https://www.derstandard.at/story/2000117439663/
(Der Standard, 13.05.2020) 

Neue Erklärung zum Tunguska-Ereignis: Ein Objekt aus dem All kam und ging 
Russische Wissenschafter stellen ein Szenario vor, bei dem ein großer Eisenasteroid die Erdatmosphäre durchquert hat 
https://www.derstandard.at/story/2000117446682/
(Der Standard, 13.05.2020) 

220 Millionen Jahre alter Urzeitsalamander entdeckt 
Deutsche Forscher haben in dem zentralasiatischen Land Kirgistan 220 Millionen Jahre alte Fossilien entdeckt. Wie sie nun herausfanden, handelt es sich dabei um den weltweit ältesten Nachweis der Salamander 
https://science.orf.at/stories/3200745/
(ORF, 12.05.2020) 

Menschen machten Donau 134 Kilometer kürzer 
Die Donau hat in den vergangenen beiden Jahrhunderten durch menschliche Eingriffe 134 Kilometer ihrer ursprünglichen Länge verloren. Dies ist eines der Ergebnisse einer internationalen Studie zur Erforschung der Sedimentablagerungen des Flusses 
https://science.orf.at/stories/3200750/
(ORF, 12.05.2020) 

Uraltes Erbgut aus Alpenseen zeigt Entwicklung der Almwirtschaft 
3.500 Jahren gab es beim Radstätter Tauernpass erstmals Weidewirtschaft, die Römer intensivierten sie später 
https://www.derstandard.at/story/2000117271963/
(Der Standard, 12.05.2020) 

Wo Erdrutsche zu gefährlichen Flussblockaden führen können 
Aufgestaute Seen und Dammbrüche als Risiko für alpine Täler. Gute Modelle für Erdrutsch-Wahrscheinlichkeit fehlen allerdings 
https://www.derstandard.at/story/2000117289457/
(Der Standard, 11.05.2020) 

Corona-Krise ermöglicht Nachweis von Mikrobeben in den Alpen 
Häufig verschwinden die schwachen Signale im Rauschen der alltäglichen Störungen durch Verkehr und Besucherströme 
https://www.derstandard.at/story/2000117295467/
(Der Standard, 10.05.2020) 

Ein Toter bei Erdbeben der Stärke 4,6 in Teheran  
Sieben weitere Menschen wurden verletzt, aus dem Vulkan Damawand stieg leichter Rauch auf 
https://www.derstandard.at/story/2000117360134/
(Der Standard, 08.05.2020) 

Neue Erdbebengefahr-Karte für Österreich 
ZAMG-Experten haben in einem Fünf-Jahres-Projekt das Risiko für Erdstöße abgebildet. In die Karte sind Messdaten von 25 Jahren eingeflossen 
https://www.diepresse.com/5809766/
(Die Presse, 06.05.2020) 

Risikolandkarte für Flussblockaden 
Im alpinen Gelände können Erdrutsche ein Flussbett blockieren. Dadurch drohen Überschwemmungen und Dammbrüche mit verheerenden Folgen. Österreichische Forscher erstellten eine landesweite Risikolandkarte für solche Blockaden und präsentieren diese bei der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) 
https://science.orf.at/stories/3200699/
(ORF, 05.05.2020) 

Im Mond rumort es noch 
Auf der erdzugewandten Seite des Mondes haben Forscher neue Bergrücken entdeckt. Die Geologie dieses Gebirgssystems deutet darauf hin, dass der Mond tektonisch aktiv sein dürfte 
https://science.orf.at/stories/3200703/
(ORF, 05.05.2020)  

Was Geowissenschaften beitragen können 
Auf die wichtige Rolle der Geowissenschaften bei der Bewältigung globaler Herausforderungen verweisen die sechs größten Gesellschaften in einer Erklärung anlässlich der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU), die eigentlich in Wien stattfinden sollte 
https://science.orf.at/stories/3200695/
(ORF, 04.05.2020) 

Spuren früher Almwirtschaft in Alpensee 
Schon in der Bronzezeit hat es in der Umgebung des Salzburger Krummschnabelsees Weidenutzung gegeben. Das zeigen Analysen von bis zu 10.000 Jahre altem Erbgut von Pflanzen und Tieren aus den Sedimenten des Alpensees, die Forscher bei der heute beginnenden virtuellen Generalversammlung der European Geosciences Union vorstellen 
https://science.orf.at/stories/3200691/
(ORF, 04.05.2020) 

Heiße Phase im Jura ließ Meeresbewohner schrumpfen 
Forscher rekonstruierten Auswirkungen auf Artenreichtum und Körpergröße von Bewohnern des Meeresbodens vor 182 Millionen Jahren 
https://www.derstandard.at/story/2000117010540/
(Der Standard, 02.05.2020) 

Ein "verrücktes" Säugetier vom Superkontinent Gondwana 
Adalatherium hui ist ein weiterer Beleg dafür, dass nicht alle Säugetiere des Dino-Zeitalters Winzlinge waren 
https://www.derstandard.at/story/2000117157978/
(Der Standard, 01.05.2020) 

Knowledgette bietet AAPG, SEG, CSPG oder SPWLA Mitgliedern freien Zugang zu Erdöl-Industrie Kursen:

https://www.knowledgette.com/p/partners

Fossilien geben Einblick in mysteriöse Urzeit-Haie 
Vor 25 Jahren wurden an der Nordküste Spaniens Teile einer Wirbelsäule und Hautzähnchen entdeckt, die Wiener Forscher nun mysteriösen Urzeit-Haien zuordnen konnten 
https://science.orf.at/stories/3200618/
(ORF, 23.04.2020) 

Bis zu sieben Meter langer Urzeit-Hai dürfte erst ein Teenager gewesen sein 
Wiener Paläontologen untersuchten die Fossilien eines kreidezeitlichen Riesen 
https://www.derstandard.at/story/2000117069048/
(Der Standard, 23.04.2020) 

Dünnschliffe: Einmal Boden zum Mitnehmen, bitte! 
Dünnschliffe und die Anwendung der Mikromorphologie in der Archäologie 
https://www.derstandard.at/story/2000117036893/
(Der Standard, 23.04.2020) 

Nach dem Regen kommt Lava 
Druckveränderungen in tieferen Erdschichten gelten als Ursache von Vulkanausbrüchen. Eine Studie zum jüngsten Ausbruch des Kilauea auf Hawaii stellt nun eine neue These auf: Rekordverdächtige Regenfälle hätten dazu geführt, dass der Vulkan Lava spuckt 
https://science.orf.at/stories/3200613/
(ORF, 22.04.2020) 

Treffen der Geowissenschaften: Eine Erfolgsgeschichte 
Der Ausfall der Generalversammlung der European Geosciences Union bietet Anlass zum Rückblick. Von Thomas Hofmann 
https://www.derstandard.at/story/2000116868882/
(Der Standard, 20.04.2020) 

Kurios: Dinosaurier-Fußstapfen an der Decke einer Höhle 
Forscher entdeckten in einer Karsthöhle in Südfrankreich ungewöhnliche Spuren aus dem Jura-Zeitalter 
https://www.derstandard.at/story/2000116865212/
(Der Standard, 19.04.2020) 

Massenaussterben vor 200 Millionen Jahren hat mit heutigem einiges gemein 
Forscher sehen Parallelen bei Kohlendioxid-Emissionen. Die globalen Folgen bis 2100 dürften stufenweise Verluste der Biodiversität sein 
https://www.derstandard.at/story/2000116668527/
(Der Standard, 14.04.2020) 

Noch ein Raptor, der ganz und gar nicht nach "Jurassic Park" aussah 
Dineobellator war der größere Cousin des Velociraptors und lebte in der Ära unmittelbar vor dem Einschlag des Asteroiden 
https://www.derstandard.at/story/2000116240226/
(Der Standard, 11.04.2020) 

Video zeigt Feuerkugel über Österreich 
Ein spektakuläres Schauspiel hat diese Woche über Österreich gesehen werden können: Am Montagnachmittag ging ein Meteor mit einem langen Feuerschweif nieder. Ersten Berechnungen zufolge könnten Bruchstücke davon in der Nähe des Mondsees gelandet sein 
https://science.orf.at/stories/3200534/
(ORF, 08.04.2020) 

Feuerball zog über Österreich hinweg 
Die Flugbahn endete östlich des Attersees. Ob Meteoriten den Boden erreichten, ist unklar 
https://www.derstandard.at/story/2000116631074/
(Der Standard, 07.04.2020) 

Neue Spinnenart in der Grube Messel entdeckt 
Als Lutetiana neli lebte, sah es in Mitteleuropa noch wie in den Tropen aus 
https://www.derstandard.at/story/2000116448039/
(Der Standard, 03.04.2020) 

Wurden dem Höhlenbären seine Nebenhöhlen zum Verhängnis? 
Die tonnenschweren Eiszeitriesen hatten sich zu sehr auf pflanzliche Kost eingestellt – möglicherweise ließ ihnen ihre Schädelform aber gar keine andere Wahl 
https://www.derstandard.at/story/2000116404667/
(Der Standard, 02.04.2020) 

Antarktis: Spuren von Regenwald entdeckt 
Forscher haben in der Nähe der Westantarktis eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht: In bis zu 30 Metern Tiefe unter dem Meeresboden fanden sie Spuren von Nadelhölzern und Baumfarnen. Der Regenwald wuchs dort vor 90 Millionen Jahren, im Zeitalter der Dinosaurier 
https://science.orf.at/stories/3200471/
(ORF, 01.04.2020) 

Sensationsfund: In Südpolnähe wuchs ein Regenwald 
In der Antarktis war es laut einer neuen Studie während der Kreidezeit wärmer als heute in Mitteleuropa 
https://www.derstandard.at/story/2000116412663/
(Der Standard, 01.04.2020) 

Aufgrund der aktuellen Situation (Coronavirus), wonach nach den derzeitigen Schätzungen mit Einschnitten von 2-3 Monaten zu rechnen ist und das Einreiseverbot für Ausländer womöglich noch länger anhalten wird, wird die Tagung der AG Geschichte der Erdwissenschaften auf Mitte November verlegt.

Ort: Krahuletz Museum Eggenburg – Danke an Fritz Steininger für die Vorort-Organisation

Freitag, 13. November Vorträge 

Samstag 14. November Exkursion

1. Zirkular

Sehr geehrte Mitglieder,

aufgrund der aktuellen Situation und der Vorgaben der Bundesregierung kommt es zu Einschränkungen im Geopost Vortragsprogramm.

 

Folgend eine Liste mit bereits bekanntgegebenen Entscheidungen der Vortragsorte (wird laufend aktualisiert):

Veranstaltungsort Salzburg - Universität Salzburg: Alle Vorträge werden bis auf weiteres abgesagt.

Veranstaltungsort Leoben - Montanuniversität Leoben: Alle Vorträge werden bis 5.4.2020 abgesagt.

Veranstaltungsort Linz - Biologiezentrum: -

Veranstaltungsort Innsbruck - Universität Innsbruck: -

Veranstaltungsort Graz - Institut für Erdwissenschaften: -

Veranstaltungsort Wien - Vortragssaal der GBA: -

Veranstaltungsort Wien - Geozentrum: -

Veranstaltungsort Wien - Naturhistorisches Museum: Alle Veranstaltungen werden bis (vorerst) 3.4. eingestellt. (https://www.nhm-wien.ac.at/veranstaltungsprogramm)

Veranstaltungsort Wien - BOKU: -

Von 07.-08.10.2020 findet die Konferenz AAPG GTW (American Association of Petroleum Geologists, Europe, Gotechnical Workshop) mit dem Titel "Evaporite processes and systems: Integrating perspectives" in Salzburg statt. Es gibt zusätzliche Vor- und Nachexkursionen in die österreichischen Salzbergwerke und Gips/Anhydritsteinbrüche.

 

Keynote Speakers:
Giovanni Aloisi - University of Paris (Head of the European Salt Giant Project)
Kathleen Benison - University of West Virginia (Salt Sedimentology)
Angelo Camerlenghi - University of Trieste (Head of the European MedSalt Project)
Michael Hudec - University of Texas at Austin (Salt Tectonics)
Terry McGenity - University of Essex (Deep Biosphere & Evaporites)
Brian Pratt - University of Saskatchewan (Evaporite Sedimentology & Earthquakes)
Gabor Tari - OMV (Salt Tectonics & Petroleum Systems)
Janos Urai -  University RWTH Aachen (Salt tectonics & Microstructures)
Walter Wittke - Wittke Beratende Ingenieure, Germany (Engineering & Evaporites)

 

Abstract Einreichfrist: 20. April 2020

Weitere Informationen unter: https://www.aapg.org/global/europe/events/workshop/articleid/55507/evaporite-processes-and-systems-integrating-perspectives

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften schreibt im Bereich der Geowissenschaften den Walther E. Petrascheck-Preis aus.
Der Walther E. Petrascheck-Preis wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 35 Jahre vergeben, die herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Geowissenschaften vorlegen können und in einem der folgenden Länder an einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung tätig sind: Bosnien-Herzegovina, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn oder Österreich.

Weitere Informationen zu diesem Preis finden Sie unter dem Link: https://stipendien.oeaw.ac.at/preise/naturwissenschaften/walther-e-petrascheck-preis/

Einreichtermin: 15. April 2020

Fragment eines uralten versunkenen Kontinents entdeckt 
Im Süden der nordkanadischen Baffininsel stießen Geologen auf die Überreste einer der ersten Landmassen der Erde 
https://www.derstandard.at/story/2000116154261/
(Der Standard, 30.03.2020) 

Für Dinosaurier waren die Tage kürzer 
Aus Muschelschalen lassen sich erstaunlich detaillierte Informationen über die Erdgeschichte ablesen 
https://www.derstandard.at/story/2000115703499/
(Der Standard, 30.03.2020) 

600 tiefe Einblicke und ein Aha-Moment 
Seismologische Erkundungen des Untergrunds im Alpenraum geben neue Hinweise auf die Prozesse, die das Bergmassiv bis heute bewegen. Österreichische Messstationen erfassten zur Überraschung der Forscher auch Infraschall 
https://www.diepresse.com/5791824/
(Die Presse, 27.03.2020 - kostenpflichtig!) 

Reiskorngroßer Urahn aller modernen Tiere entdeckt 
Spurenfossil weist auf erstes bilateralsymmetrisches Wesen mit Vorder- und Hinterseite, Öffnungen an beiden Enden und einem Darm dazwischen hin 
https://www.derstandard.at/story/2000116109303/
(Der Standard, 25.03.2020) 

Vor 47 Millionen Jahren schrumpften Minipferde und wuchsen Tapire 
Fossilien aus dem Mittleren Eozän liefern Paläontologen überraschende Einblick in die Evolution der frühen Säugetiere 
https://www.derstandard.at/story/2000116100659/
(Der Standard, 25.03.2020) 

Die Ahnen aller Tiere mit Kopf und Schwanz 
In Australien fand man Fossilien winziger wurmartiger Wesen, die vor 555 Millionen Jahren lebten 
https://www.diepresse.com/5789549/
(Die Presse, 23.03.2020 - kostenpflichtig!) 

Irdischer Einschlagskrater liefert Hinweise auf Vergangenheit des Mars 
Aus Untersuchungen am Nördlinger Ries, einem Krater, der vor 15 Millionen Jahren entstand, lässt sich auf die frühe Marsatmosphäre schließen 
https://www.derstandard.at/story/2000115899480/
(Der Standard, 22.03.2020) 

Sah die Erde einst wie "Waterworld" aus? 
US-Forscher untersuchten 3,2 Milliarden Jahre altes Gestein und schließen daraus auf die Möglichkeit eines globalen Ozeans 
https://www.derstandard.at/story/2000115987769/
(Der Standard, 21.03.2020) 

Das "Wunderhuhn" aus der Kreidezeit 
Asteriornis maastrichtensis war gewissermaßen ein halbes Hendl – und zur anderen Hälfte eine Ente 
https://www.derstandard.at/story/2000115923757/
(Der Standard, 19.03.2020)  

Größere Neigung der Erdachse führt zu Warmzeiten 
Die sogenannte Obliquität ist für das Erdklima von essenzieller Bedeutung. In der letzten Million Jahre war sie verantwortlich für das Ende von Eiszeiten 
https://www.derstandard.at/story/2000115686497/
(Der Standard, 16.03.2020) 

Bernstein konservierte Kopf eines winzigen Dinosauriers 
Der kleinste Dino des Erdmittelalters sah aus wie ein Kolibri mit Zähnen 
https://www.derstandard.at/story/2000115667426/
(Der Standard, 15.03.2020) 

Neigung der Erdachse beendete jüngste Eiszeiten 
Je schiefer sie war, umso wärmer wurde es 
https://www.diepresse.com/5784548/
(Die Presse, 13.03.2020) 

Neigt sich die Erdachse, enden Eiszeiten 
Wenn sich die Erde gegenüber der Sonne neigt, enden Eiszeiten. Das berichten nun Forscher: Die Schiefstellung der Erdachse ändert sich ständig und in der jüngsten Million Jahre war sie stets groß, wenn Kaltperioden aufhörten 
https://science.orf.at/stories/3200234/
(ORF, 13.03.2020) 

Auf der Spur der letzten großen Elefanten-Emigration 
Vor 800.000 Jahren brachen riesenhafte Elefanten mit geraden Stoßzähnen von Afrika aus in die Welt auf 
https://www.derstandard.at/story/2000115573034/
(Der Standard, 13.03.2020) 

Voraussetzungen für Leben auf der Erde wurden erst sehr spät geschaffen 
Die ältesten erhaltenen Erdmantelgesteine aus Grönland liefern Hinweise auf den Ursprung der Ozeane 
https://www.derstandard.at/story/2000115659155/
(Der Standard, 12.03.2020) 

Ein sieben Millimeter großer Dinosaurier – oder ein Vogel? 
Der Fund eines Schädels in Bernstein erregt die Paläontologen 
https://www.diepresse.com/5783222/
(Die Presse, 12.03.2020 - kostenpflichtig!) 

Erde und Mond unterscheiden sich im Sauerstoff 
Eine Isotopenanalyse rettet die Theorie, dass der Mond durch einen großen Einschlag entstanden sei 
https://www.diepresse.com/5782573/
(Die Presse, 11.03.2020) 

Leben, oder nur ein Stein? 
Bevor man auf dem Mars nach Spuren des Lebens sucht, muss man wissen, wie sie aussehen. Geologie kann trügen, Chemie kann es auch 
https://www.diepresse.com/5781114/
(Die Presse, 08.03.2020 - kostenpflichtig!) 

Fossiler Pflanzengummi entdeckt 
Forscherinnen und Forscher haben den ersten fossilen Pflanzengummi entdeckt. Sie fanden das bernsteinfarbige Material in 110 Mio. Jahre alten fossile Blättern. Dass der wasserlösliche Stoff diese Zeit übersteht, sei sehr überraschend 
https://science.orf.at/stories/3200142/
(ORF, 06.03.2020) 

Erster fossiler Pflanzengummi entdeckt 
Er überdauerte in 110 Mio. Jahre alten Blättern 
https://www.diepresse.com/5780481/
(Die Presse, 06.03.2020)  

In der Urzeit war kein Land in Sicht 
Vor 3,2 Milliarden Jahren bedeckte Wasser fast die ganze Erdoberfläche 
https://www.diepresse.com/5778171/
(Die Presse, 02.03.2020) 

Forscher wollen Dinosaurier-DNA entdeckt haben 
Angeblich wurden Knorpelzellen, Chromosomen und sogar Erbgutmoleküle in einem 75 Millionen Jahre alten Jungdino-Fossil isoliert 
https://www.derstandard.at/story/2000115243751/
(Der Standard, 02.03.2020) 

Die Sandstrände verschwinden 
Sandstrände sind Sehnsuchtsorte und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Oft sind die umliegenden Küstenregionen dicht besiedelt. Forscher schlagen nun Alarm: Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte weltweit die Hälfte aller Strände verschwunden sein 
https://science.orf.at/stories/3200112/
(ORF, 02.03.2020) 

Die Österreichische Geologische Gesellschaft vergibt heuer wieder den Otto Ampferer Preis für alle Sparten der Geowissenschaften, sowie den Hans Höfer von Heimhalt Preis für alle Sparten der angewandten Geowissenschaften.

Bedingungen für die Bewerbung:

  • Mitglieder der ÖGG (Antrag auf Mitgliedschaft)
  • Bewerberinnen und Bewerber sollen unter 35 Jahren sein
  • hochwertige Publikationen in internationalen Fachzeitschriften

Bewerbungsfrist: 15. Mai 2020
Antrag per E-Mail an preis@geologie.or.at senden.

Der Preis wird auf der Pangeo Austria 2020 in Leoben verliehen.

Download der Ausschreibung: Ausschreibung.pdf

Am 30.Jänner 2020 fand ein Vortrag von Marc Olefs zum Thema "Herausforderung Klimawandel - Fakten mit Fokus auf Österreich" statt, die Präsentation mit ein paar weiterführenden Links am Ende kann hier heruntergeladen werden: Präsentation.pdf

 

Mit Wasserschneidern zur Wärme aus der Erde 
Stromerzeugung mithilfe von Erdwärme – technisch machbar, jedoch teuer. Steirische Forscher haben nun eine Technologie entwickelt, die diese nachhaltige Form der Energiegewinnung wirtschaftlicher macht 
https://www.diepresse.com/5776458/
(Die Presse, 28.02.2020) 

Wie man schneller in tiefe Schichten der Erdkruste gelangt 
Die Nutzung von Geothermie benötigt lange und teure Bohrungen. Ein Forschungsprojekt zeigt, wie die Bohrgeschwindigkeit erhöht werden kann 
https://www.derstandard.at/story/2000115018891/
(Der Standard, 28.02.2020) 

20 Millionen Jahre alter Echsenfuß in Bernstein entdeckt 
Unter dem Mikroskop wirkt der uralte Anolis-Vorderfuß aus der Dominikanischen Republik äußerst gut erhalten, doch der Schein trüg 
https://www.derstandard.at/story/2000115090037/
(Der Standard, 27.02.2020) 

Als die Menschheit einem Mega-Vulkanausbruch trotzte 
Vor 74.000 Jahren kühlte ein Supervulkan das Klima ab. Lange dachte man, dass unsere Spezies nur knapp überlebte. Neue Funde zeichnen ein anderes Bild 
https://www.derstandard.at/story/2000115058353/
(Der Standard, 26.02.2020) 

Wie Fossilien jahrtausendealte Ernährungsgewohnheiten enthüllen 
Mit einer neuartigen Isotopenanalyse von Zink konnten deutsche Wissenschafter Fleisch- von Pflanzenfressern unterscheiden 
https://www.derstandard.at/story/2000114702007/
(Der Standard, 26.02.2020) 

Kleinere Katastrophe vor 74.000 Jahren 
Der Ausbruch des Vulkans Toba dürfte die Geschichte der Menschen doch nicht völlig zerrissen haben 
https://www.diepresse.com/5774936/
(Die Presse, 26.02.2020) 

Mögliche Urahnin aller modernen Pflanzen entdeckt 
Bisher galten 800 Millionen Jahre alte Algen als die ältesten Pflanzen. Nun wurde eine Grünalge gefunden, die um 200 Millionen Jahre früher lebte 
https://www.derstandard.at/story/2000114974232/
(Der Standard, 25.02.2020) 

Tunnel soll Dorener Hangrutsch stoppen 
In Doren wird weiter nach Lösungen gesucht, um einen seit mehr als 100 Jahren rutschenden Hang zu sichern. Der neueste Plan umfasst einen Tunnel, der Wasser aus dem Hang transportieren soll 
https://vorarlberg.orf.at/stories/3035979/
(ORF Vorarlberg, 24.02.2020) 

Rekordfossil einer Riesenschildkröte in Deutschland zu sehen 
Das vollständig erhaltene Fossil einer 154 Millionen Jahre alten Schildkröte misst von Kopf bis Schwanz 140 Zentimeter – ein Weltrekord 
https://www.derstandard.at/story/2000114756190/
(Der Standard, 22.02.2020) 

Die letzten Mammuts litten an Gendefekten 
Inzucht setzte den Tieren auf russischer Insel zu 
https://www.diepresse.com/5773010/
(Die Presse, 21.02.2020) 

Mammuts litten an Gendefekten 
Auf der Wrangelinsel im arktischen Ozean starben vor rund 4.000 Jahren die letzten Wollhaarmammuts. Wie Forscher berichten, war ihre Fortpflanzungsfähigkeit und ihr Geruchssinn durch genetische Defekte beeinträchtigt 
https://science.orf.at/stories/3200062/
(ORF, 21.02.2020) 

Gen-Mutationen wurden den letzten Mammuts zum Verhängnis 
Erst vor rund 3.700 Jahren verschwanden die letzten Vertreter der einst weitverbreiteten Eiszeitgiganten. Gesund waren sie schon länger nicht mehr 
https://www.derstandard.at/story/2000114854185/
(Der Standard, 21.02.2020) 

240 Mio. Jahre alter Zwergsaurier entdeckt 
Vor 240 Millionen Jahren streifte ein nicht einmal zehn Zentimeter langes eidechsenartiges Tierchen durch das Schachtelhalm-Dickicht im heutigen Baden-Württemberg. Das Relikt eines solchen Zwergsauriers wurde nun in einem Steinbruch gefunden 
https://science.orf.at/stories/3200057/
(ORF, 20.02.2020) 

Winzige Echse aus der Zeit vor den Dinosauriern entdeckt 
Kaum zehn Zentimeter langes Tier lebte vor 240 Millionen Jahren und ähnelt dennoch schon modernen Echsen und Schlangen 
https://www.derstandard.at/story/2000114829296/
(Der Standard, 21.02.2020) 

Fische in der Sahara 
Auch in Urzeiten war das Klima im Wandel. Im Vergleich zur Gegenwart zwar gemächlich – die Auswirkungen waren dennoch enorm: Fossilfunde in Libyen geben Einblicke in ein ehemals blühendes Ökosystem 
https://science.orf.at/stories/3200047/
(ORF, 19.02.2020) 

Der magnetische Nordpol "rast" weiter Richtung Sibirien 
Wissenschafter veröffentlichen ein aktualisiertes globales Magnetfeldmodell. Die Ursachen der schnellen Veränderungen bleiben mysteriös 
https://www.derstandard.at/story/2000114705758/
(Der Standard, 18.02.2020) 

Das Dino-Puzzle aus dem 3D-Drucker 
Das Naturhistorische Museum präpariert das Skelett eines sechs Meter langen Plateosaurus. Manche Knochen müssen künstlich nachgebaut werden 
https://www.derstandard.at/story/2000114582653/
(Der Standard, 18.02.2020) 

Saurier erhält Knochen aus dem 3-D-Drucker 
Die versteinerten Überreste eines 210 Mio. Jahre alten Dinosauriers hat das Naturhistorische Museum (NHM) Wien 2019 als Dauerleihgabe bekommen. Nun ergänzten Forscher fehlende Skelettteile des noch kopflosen Sauriers mit Knochen aus dem 3-D-Drucker 
https://science.orf.at/stories/3200030/
(ORF, 17.02.2020) 

Antarktis-Schmelze ließ den Meeresspiegel schon einmal stark steigen 
In der letzten Warmzeit vor der heutigen stieg der Pegel um sechs bis neun Meter – trotz einer Meereserwärmung um weniger als zwei Grad 
https://www.derstandard.at/story/2000114479419/
(Der Standard, 15.02.2020) 

Tiefsee-Tauschhandel zwischen Bakterien und Muscheln 
Massenspektrometrie gibt Einblick in den Molekülaustausch zwischen Tiefsee-Miesmuscheln und symbiotischen Bakterien 
https://www.derstandard.at/story/2000114289815/
(Der Standard, 15.02.2020)  

40 Kilometer vom Steinbruch bis zum römischen Legionslager 
Ein Forschungsprojekt untersucht die in Carnuntum und Vindobona verwendeten Steinmaterialien. In erster Linie wurden Leithakalke für Hausbauten und Wehranlagen verwendet. Aber auch Marmor aus weit entfernten Regionen wurde herantransportiert 
https://www.diepresse.com/5769173/
(Die Presse, 14.02.2020) 

Dinosaurier litt an seltener krebsartiger Krankheit 
Wucherung im Schwanzwirbel eines Hadrosauriers zeigt Merkmale der Langerhans-Zell-Histiozytose 
https://www.derstandard.at/story/2000114492449/
(Der Standard, 14.02.2020) 

Urzeitliche Riesin mit gehörntem Panzer 
Der Panzer von Stupendemys geographicus, der größten bekannten Süßwasserschildkröte aller Zeiten, wies eine unerwartete Besonderheit auf 
https://www.derstandard.at/story/2000114498608/
(Der Standard, 13.02.2020) 

Monströs: Riesenschildkröte mit Hörnern 
Schildkröten stehen ja nicht im Verdacht, besonders furchterregend zu sein. Doch diese war es: Wissenschaftler haben in Venezuela die Überreste einer Riesenschildkröte ausgegraben. Sie war eine Tonne schwer - und trug Hörner 
https://science.orf.at/stories/2998609/
(ORF, 12.02.2020) 

Forscher entdecken neue Dinosaurier-Art 
Der Thanatotheristes degrootorum lebte vor 80 Millionen Jahren. Seinen Schädel haben Hobbypaläontologen beim Wandern gefunden 
https://www.diepresse.com/5767026/
(Die Presse, 11.02.2020) 

Forscher bergen seltenes Fossil aus der Gezeitenzone 
Der Thalattosaurier gehörte zu den ersten Reptilien, die zu einem Leben im Meer zurückkehrten 
https://www.derstandard.at/story/2000114286368/
(Der Standard, 09.02.2020) 

Mehr Wissen über die Zusammensetzung der Mondgesteine 
Wissenschafter haben eine Technik der Materialwissenschaften für die Analyse von Mondgestein weiterentwickelt. Sie erwarten dadurch neue Erkenntnisse 
https://www.derstandard.at/story/2000114329454/
(Der Standard, 09.02.2020) 

Das lange Vorbeben des Anthropozäns 
Die Wurzeln des vom Menschen geprägten Erdzeitalters reichen viel weiter zurück als gedacht. Sie sind sogar älter als die Gattung Mensch selbst 
https://www.derstandard.at/story/2000113561378/
(Der Standard, 09.02.2020) 

Materie aus der Zeit vor der Geburt der Sonne in Meteoriten entdeckt 
Proben aus dem Allende-Meteoriten stellt bisherige Annahmen über die Anfangsbedingungen des Sonnensystems in Frage 
https://www.derstandard.at/story/2000114168062/
(Der Standard, 04.02.2020) 

Erster Pliosaurier-Zahn im NHM zu sehen 
Im Sommer 2018 haben Forscher des Naturhistorischen Museums Wien (NHM) die Überreste eines Pliosauriers in Oberösterreich entdeckt. Es war der erste Nachweis dieser Meeressaurier-Art in Österreich. Ab sofort ist ein Zahn des Tieres im NHM zu sehen 
https://wien.orf.at/stories/3032928/
(ORF, 03.02.2020) 

Pliosaurier-Zahn aus Oberösterreich in Wien zu sehen 
2018 wurde bei Ebensee der 132 Millionen Jahre alte Zahn eines imposanten Meeresreptils entdeckt. Nun ist er im NHM Wien ausgestellt 
https://www.derstandard.at/story/2000114111705/
(Der Standard, 03.02.2020) 

Pilze dürfte es schon vor dem "Schneeball Erde" gegeben haben 
Forscher führen den Ursprung dieses Lebenszweigs bis ins nebulose Zeitalter des Toniums zurück 
https://www.derstandard.at/story/2000113651695/
(Der Standard, 01.02.2020) 

Fleischfressendem Dinosaurier wuchs alle zwei Monate ein neues Gebiss 
Fast wie ein Hai: Der Majungasaurus von Madagaskar hatte für jeden verbrauchten Zahn binnen kurzem Ersatz 
https://www.derstandard.at/story/2000112890872/
(Der Standard, 01.02.2020) 

Am 16.01.2020 fand traditionell der jährliche Geo3Pal Eisstockabend der Vereine AGS ( https://www.geophysik.at ) und ÖGG, heuer auch mit der ÖPG ( https://fossils-of-austria.at ) und GTÖ ( https://www.geothermie-oesterreich.at ) statt. Das Eisstockschießen fand am Badeschiff in Wien statt. Es war eine große Freude zusammenzukommen und den Abend am Eis zu verbringen, wo in verschiedenen Teams gegeneinander gespielt wurde.

18 Millionen Jahre altes Ur-Chamäleon gefunden 
Der Fund in Kenia zeigt, dass die einzigartigen Echsen nicht in Madagaskar entstanden sind, wo heute die meisten von ihnen leben 
https://www.derstandard.at/story/2000113978329/
(Der Standard, 30.01.2020) 

Asteroid könnte die längste Eiszeit der Erdgeschichte beendet haben 
Forscher identifizieren in der australischen Region Yarrabubba den ältesten Einschlagskrater der Welt 
https://www.derstandard.at/story/2000113900154/
(Der Standard, 28.01.2020) 

Rätselhafte Gaskonzentrationen über dem Roten Meer 
Unerklärlich hohe Ethan- und Propanwerte über dem nördlichen Roten Meer haben ihre Quelle tief unter der Wasseroberfläche 
https://www.derstandard.at/story/2000113880778/
(Der Standard, 28.01.2020) 

Ältester aufrecht gehender Primat kommt ins Museum 
Danuvius guggenmosi lebte vor rund 12 Millionen Jahren in Europa und wirft neues Licht auf die Entwicklung der Zweibeinigkeit 
https://www.derstandard.at/story/2000113879394/
(Der Standard, 28.01.2020) 

Asteroid löschte Dinos aus, Vulkanismus prägte das Leben danach 
Waren auch Vulkane am Untergang der Dinosaurier beteiligt? Nein, besagt eine neue Studie – aber sie beeinflussten das Leben nach der Katastrophe 
https://www.derstandard.at/story/2000113380239/
(Der Standard, 25.01.2020) 

Opfer des Vesuv-Ausbruchs zeigt glasartige Strukturen im Gehirn 
Anthropologe: "Ich sah etwas glitzern im Inneren des Schädels und wusste sofort, dass ich da etwas beinahe Einmaliges vor mir habe" 
https://www.derstandard.at/story/2000113706129/
(Der Standard, 25.01.2020) 

Der erste Schutzschild unseres Planeten 
Das Magnetfeld der Erde entstand schon vor 4,2 Milliarden Jahren und war überraschend stark, berichten Forscher 
https://www.derstandard.at/story/2000113623214/
(Der Standard, 23.01.2020) 

Neue Erkenntnisse zum vermeintlichen Eierdieb unter den Dinosauriern 
Forscher wollten herausfinden, ob das Brutgeschäft von Oviraptoren eher dem von Vögeln oder dem von Krokodilen ähnelte 
https://www.derstandard.at/story/2000113608107/
(Der Standard, 22.01.2020) 

Kurilen-Kamtschatka-Graben aus dem Club der "Minus-Zehntausender" gestrichen 
Deutsche Forscher haben das Witjastief 3 im Nordwestpazifik neu vermessen 
https://www.derstandard.at/story/2000113553764/
(Der Standard, 22.01.2020) 

Skorpion ist das älteste bekannte Landtier der Welt 
Die Fossilien von Parioscorpio venator sind sagenhafte 437 Millionen Jahren alt 
https://www.derstandard.at/story/2000113454200/
(Der Standard, 21.01.2020) 

Kometen brachten Phosphor auf die Erde 
Forscher rekonstruieren, wie das Element herbeigeschafft wurde, ohne das kein Leben möglich wäre 
https://www.derstandard.at/story/2000113330311/
(Der Standard, 21.01.2020) 

Der älteste Stoff auf Erden 
US-Forscher haben einen in Australien eingeschlagenen Meteoriten untersucht – und Bemerkenswertes entdeckt: Darin befindet sich sieben Milliarden Jahre alter Sternenstaub 
https://science.orf.at/stories/2997156/
(ORF, 14.01.2020) 

Die ältesten Staubkörnchen unseres Planeten 
Kein festes Material ist älter als winzige Sternenstaubkörner aus einem Meteoriten. Forscher schätzen sie auf ein Alter von bis zu sieben Milliarden Jahren 
https://www.derstandard.at/story/2000113247718/
(Der Standard, 14.01.2020) 

Bedrohung durch Vulkan auf Philippinen könnte Wochen oder Monate anhalten 
Etwa 45.000 Menschen haben sich nach dem Ausbruch des Taals in Sicherheit gebracht 
https://www.derstandard.at/story/2000113264501/
(Der Standard, 14.01.2020) 

Wenn das arktische Meereis schwindet, taut auch der Permafrost 
Forscher untersuchten, wie es in der Vergangenheit in Phasen ohne arktisches Meereis um die sibirischen Permafrostböden stand 
https://www.derstandard.at/story/2000113112316/
(Der Standard, 13.01.2020) 

Vulkan Taal auf Philippinen weiterhin gefährlich aktiv 
Das seismologische Institut der Philippinen warnte, dass der Vulkan Taal weiterhin gefährlich aktiv sei. Mehr als 75 vulkanische Beben wurden über Nacht registriert 
https://www.diepresse.com/5751110/
(Die Presse, 13.01.2020) 

Ascheregen und Evakuierungen nach Vulkanausbruch auf Philippinen 
Die Behörden schätzen, dass mindestens 200.000 Menschen fliehen müssen 
https://www.derstandard.at/story/2000113223507/
(Der Standard, 13.01.2020) 

Vulkan Taal auf den Philippinen spuckt Rauch und Asche 
Experten warnen, dass es zum plötzlichen Ausstoß giftiger Gase kommen könnte. 6000 Menschen mussten die Umgebung verlassen 
https://www.derstandard.at/story/2000113205547/
(Der Standard, 12.01.2020) 

Vor den Komoren ist ein riesiger neuer Unterwasservulkan entstanden 
Enormer Ausbruch in mehreren Kilometern Tiefe blieb an der Oberfläche bis auf einige ungewöhnliche Erdbeben unbemerkt 
https://www.derstandard.at/story/2000113061589/
(Der Standard, 11.01.2020) 

Hohe Rauchsäule nach starker Explosion am Vulkan Popocatepetl 
Möglicherweise muss die Bevölkerung im Umkreis des Vulkans die Gegend verlassen 
https://www.derstandard.at/story/2000113145823/
(Der Standard, 10.01.2020) 

100 Millionen Jahre alter Schleimpilz in Bernstein konserviert 
Die winzige Kreatur konnte überraschenderweise einer heute noch existierenden Gattung zugeordnet werden 
https://www.derstandard.at/story/2000113021578/
(Der Standard, 08.01.2020) 

Welche Fossilien wird unser Zeitalter hinterlassen? 
US-Forscher kommen zu ernüchterndem Befund: Paläontologen der Zukunft würden fast ausschließlich Knochen von Menschen und Haustieren finden 
https://www.derstandard.at/story/2000112488800/
(Der Standard, 06.01.2020) 

Als Schlangen noch Hinterbeine hatten 
Die 90 Millionen Jahre alte "biblische" Schlange Najash gewährte Forschern Einblicke in die Evolution einer sehr erfolgreichen Tiergruppe 
https://www.derstandard.at/story/2000111530644/
(Der Standard, 06.01.2020) 

Läuse plagten schon die Dinosaurier 
In Bernstein konservierte Dinosaurierfedern aus Myanmar entpuppten sich als Mahlzeit lausähnlicher Parasiten 
https://www.derstandard.at/story/2000112385583/
(Der Standard, 06.01.2020) 

Permafrostböden reichten einst bis zum Kaspischen Meer 
Forscher lesen Urzeit-Klima an bisher wenig beachteten Kristallen ab und finden Hinweise auf Bedingungen, unter denen Höhlenmalereien entstanden 
https://www.derstandard.at/story/2000112779390/
(Der Standard, 02.01.2020) 

Studie: Es gab doch keinen Mini-T. Rex 
Tyrannosaurus Rex - der berühmteste aller Saurier – konnte bis zu 13 Meter lang werden. 30 Jahre lang war umstritten, ob es auch eine deutlich kleinere T.Rex-Art gab. US-Forscher und -Forscherinnen haben nun Beweise gesammelt, die dagegen spreche 
https://science.orf.at/stories/2996641/
(ORF, 02.01.2020) 

1:0 für die Lumper: Den Mini-Tyrannosaurus hat es nie gegeben 
Neue Untersuchung zeigt, dass der vermeintliche Nanotyrannus nichts anderes als ein Halbwüchsiger war 
https://www.derstandard.at/story/2000112847602/
(Der Standard, 02.01.2020) 

Einschlagkrater eines gewaltigen Asteroiden in Laos entdeckt 
Wissenschafter fanden Hinweise auf den lange gesuchten Krater unter einer Schicht vulkanischen Gesteins in Laos 
https://www.derstandard.at/story/2000112830919/
(Der Standard, 02.01.2020) 

Am 9. Dezember lud die Junior Section der ÖGG zum gemeinsamen Punschtrinken ins Wiener Museumsquartier. Eine kleine Runde folgte dem Aufruf und genoss einen nicht allzu kalten Abend in gemütlicher Atmosphäre bei Tratsch und Punsch.

Mit dem Buch "GEOLOGIE DER ALPEN AUS DER LUFT" (von dem auch ausgewählte Luftbilder das Banner dieser Webseiten schmücken) wurde ein Klassiker geschaffen, sowohl für Geologen als auch für Nicht-Geologen. 

Das Buch ist auch vom Autor direkt zu einem Autorenpreis erhältlich, beispielsweise als geologisches Weihnachtsgeschenk. Bitte wenden Sie sich hierbei direkt an:  kurt.stuewe@uni-graz.at. Zum Download einzelner Bilder und Diagramme siehe auch: http://alpengeologie.org 

 

 

Leise rieselt im Erdkern der Eisenschnee 
Eine neue Studie entwirft ein exotisches und doch vertraut wirkendes Bild von den Verhältnissen im Inneren der Erde 
https://www.derstandard.at/story/2000112669571/
(Der Standard, 30.12.2019) 

Innsbrucker Forscher lesen Urzeit-Klima an Kristallen ab 
Das Team liefert neue Erkenntnisse zum Alter von Höhlenmalerein. Und stellte fest, dass in den vergangenen 500.000 Jahren Permafrostböden bis zum Kaspischen Meer reichten 
https://www.diepresse.com/5745079/
(Die Presse, 30.12.2019) 

Was Kristalle über das Urzeit-Klima verraten 
In den vergangenen 500.000 Jahren waren Permafrostböden auch in südlichen Gebieten verbreitet: Mitunter reichten sie bis zum Kaspischen Meer, wie eine Untersuchung von Kalzitkristallen nachweist 
https://science.orf.at/stories/2996524/
(ORF, 30.12.2019) 

Forscher rätseln schon lange, warum Homo neanderthalensis ausgestorben ist 
Eine Studie zeigt, dass das Klima und unsere Vorfahren womöglich unschuldig waren 
https://www.derstandard.at/story/2000111767408/
(Der Standard, 26.12.2019) 

Die Wale zogen ursprünglich zu Fuß um die Welt 
Die Ahnen der heutigen Meeresriesen waren Teil einer heute exotisch anmutenden Ära fleischfressender Huftiere 
https://www.derstandard.at/story/2000111989859/
(Der Standard, 25.12.2019) 

Vulkanausbruch vor einem Jahr löste 150 Meter hohe Wellen aus 
Am 22. Dezember 2018 explodierte der Anak Krakatau. Die dabei verursachten Tsunamis waren viel größer als vermutet 
https://www.derstandard.at/story/2000112619499/
(Der Standard, 24.12.2019) 

Der sagenumwobenen grünen Vergangenheit der Sahara auf der Spur 
Vor Jahrtausenden war die größte Wüste der Erde noch eine Savanne, wo Tiere und Menschen unter fast paradiesischen Bedingungen lebten 
https://www.derstandard.at/story/2000112398462/
(Der Standard, 23.12.2019) 

Forscher finden den bisher ältesten Wald der Erde 
Neuer Rekordhalter stand vor 386 Millionen Jahren im heutigen US-Bundesstaat New York nahe der Stadt Cairo 
https://www.derstandard.at/story/2000112547672/
(Der Standard, 22.12.2019) 

Erdmaterial stammt zum Teil von roten Riesensternen 
Der Anteil von Sternenstaub aus Roten Riesen ist auf der Erde viel größer als erwartet, fanden nun Schweizer Forscher heraus 
https://www.derstandard.at/story/2000112583056/
(Der Standard, 22.12.2019) 

Großes Spinnenfossil erweist sich als Hoax 
Chinesische Wissenschafter gingen einem "Künstler" auf den Leim, der einem Urzeitkrebs Spinnenbeine angemalt hatte 
https://www.derstandard.at/story/2000112527595/
(Der Standard, 21.12.2019) 

Das Ende des Homo erectus 
Seine Stellung als Ahne aller Homo-Arten wankt. Aber in Java lebte der Homo erectus noch vor 110.000 Jahren, sagen US-Forscher 
https://www.diepresse.com/5740755/
(Die Presse, 19.12.2019) 

Der letzte Wohnort des Homo erectus 
Er war der erste Mensch, der die Welt eroberte, doch vor 400.000 Jahren verschwand der Homo erectus. Mit einer Ausnahme: Auf Java lebte er bis vor rund 110.000 Jahren 
https://www.derstandard.at/story/2000112449923/
(Der Standard, 18.12.2019) 

Der tiefste Punkt an Land liegt in der Antarktis 
Was liegt unter der noch dicken Eisschicht auf dem Kontinent Antarktika? Wissenschaftler haben eine neue Karte erstellt und dabei erstaunliche Schluchten entdeckt 
https://www.diepresse.com/5739925/
(Die Presse, 17.12.2019) 

Tiefste Schlucht der Erde entdeckt 
Unter dem Eis der Antarktis tun sich dank neuer Analysen spektakuläre Abgründe auf 
https://www.derstandard.at/story/2000112359715/
(Der Standard, 16.12.2019) 

Herkunft des gigantischen "Bimssteinfloßes" vor Australien geklärt 
Ein Ausbruch des Unterwasservulkans "F" verwandelte die Meeresoberfläche in eine schwimmende Steinwüste 
https://www.derstandard.at/story/2000112235841/
(Der Standard, 14.12.2019) 

Prähistorische Kupfergewinnung im serbischen Bor 
Ofenreste, Kupferschlacken und Begräbnisstätten geben Einblick in eine bronzezeitliche metallproduzierende Gesellschaft 
https://www.derstandard.at/story/2000112137007/
(Der Standard, 12.12.2019) 

Wissen, wann das Hochwasser droht 
An der Kepler-Uni Linz wird, unterstützt vom Technikkonzern Google, ein Ansatz für Flutvorhersagen erprobt, der künstliche Intelligenz für die Prognose nutzt 
https://www.derstandard.at/story/2000111843674/
(Der Standard, 10.12.2019) 

Nach Vulkanausbruch: Erdbeben erschüttert Neuseeland 
Das Beben der Stärke 5,3 war an der Ostküste auch nach der Insel White Island zu spüren. Die Zahl der Toten nach dem Vulkanausbruch dürfte noch drastisch steigen 
https://www.diepresse.com/5736060/
(Die Presse, 10.12.2019) 

Ein Toter und bis zu 20 Verletzte bei Vulkanausbruch in Neuseeland 
Rund 50 Touristen waren zum Zeitpunkt des Ausbruchs auf White Island, einige sollen sich innerhalb des Kraterrands befunden haben 
https://www.derstandard.at/story/2000112032755/
(Der Standard, 08.12.2019) 

Der fliegende Krabbenknacker aus der Kreidezeit 
Die Vielfalt der Flugsaurier im Erdmittelalter war enorm – Mimodactylus ist das jüngste Beispiel 
https://www.derstandard.at/story/2000111822503/
(Der Standard, 08.12.2019) 

Wie kommt das Salz ins Meer? 
Pro Jahr gelangen drei Milliarden Tonnen Salze in die Meere. In der jüngeren Erdgeschichte hat sich der Salzgehalt kaum geändert 
https://www.diepresse.com/5734444/
(Die Presse, 07.12.2019 - kostenpflichtig!) 

Eine Kette aus Inseln und Vulkanen 
Forscher der Boku entdecken in den Böden der Galápagos-Inseln nicht nur neues geologisches Wissen, sondern auch Rückstände von Pestiziden und Düngern 
https://www.diepresse.com/5730763/
(Die Presse, 03.12.2019 - kostenpflichtig!) 

Mit Glasfaserkabel Erdbeben erkennen 
Wo die Erde bebt, gibt es Risse und Verwerfungen in der Erdkruste. Die zu lokalisieren, ist oft ein Problem – vor allem dann, wenn die Aktivitäten am Meeresgrund stattfinden. US-Forschern ist es nun gelungen, genau dort Daten zu sammeln, mit einem einfachen Glasfaserkabel 
https://science.orf.at/stories/2995089/
(ORF, 02.12.2019) 

Was Plesiosaurier das Überleben auf hoher See sicherte 
Die ungewöhnlichen Meeresechsen des Erdmittelalters besaßen offenbar besonders große rote Blutkörperchen 
https://www.derstandard.at/story/2000111744852/
(Der Standard, 02.12.2019) 

Der Tag, an dem der französische Staudamm Malpasset brach 
Vor 60 Jahren brach in Südfrankreich der Staudamm Malpasset nach sintflutartigen Regenfällen. 423 Menschen starben bei der Katastrophe 
https://www.derstandard.at/story/2000111682886/
(Der Standard, 01.12.2019) 

In Kooperation mit der STRV Salzburg veranstaltete die ÖGG-Junior Section am 25. & 26. Oktober das Treffen der österreichischen Studienrichtungs-VertreterInnen der Erdwissenschaften. TeilnehmerInnen aus Innsbruck, Wien und Salzburg fanden sich zur abendlichen Sitzung, in welcher neben studienrelevanten Inhalten auch die Ideen der Junior Section diskutiert wurden, ein. Die STRV’s wurden über den Planungstand und die weitere Umsetzung des ersehnten Goodiebags informiert, auch die geplante Young Scientist Session wurde besprochen. Der Abend fand einen entspannten Ausklang bei einem erbaulichen Abendessen und einem erfrischenden Getränk, bevor die TeilnehmerInnen in ihre, durch die STRV bereitgestellten Unterkünfte zur Nächtigung weiterzogen. Ein Highlight des Treffens war die Besichtigung des Salzbergwerks in Hallein. Durch die professionelle Führung der STRV Salzburg konnten alle einen Einblick in den bergmännischen Salzabbau im Haselgebierge gewinnen. Dieser Tage wird das Bergwerk, neben der touristischen Nutzung, nicht mehr zur Salzgewinnung genutzt.

Das Treffen war ein voller Erfolg und die Vertreter der jeweiligen Universität freuen sich auf das nächste Treffen in Innsbruck.

Wann: Donnerstag, 14. November 2019

Wo: Vortragssaal der Geologische Bundesanstalt, Neulinggasse 38, 1030 Wien

Thema: Rohstoffe

15:05-15:45 Der Österreichische Bergbau im internationalen Kontext (Leopold Weber, vorm. BMDW)
15:45-16:15 Vom Wertstoff zum Schadstoff (Gernot Döberl, UBA)
16:15-16:45 Kaffeepause
16:45-17:15 Am Anfang steht eine Idee – die Suche nach Öl und Gas (Peter Krois, OMV)
17:15-17:45 Tiefe Geothermie (Gregor Götzl, GBA)

Nachher Diskussionsbuffet (Sponsor AGS)

https://www.geophysik.at/

Der Nil ist sehr viel älter als gedacht 
Vorgänge im Erdmantel halten den "ewigen Fluss" seit langer Zeit auf seiner Bahn 
https://www.derstandard.at/story/2000111385336/
(Der Standard, 30.11.2019) 

User-Prognose korrekt: Der Bernsteinfund der Woche ist da 
Die darin enthaltene Ansammlung von Tieren ist das Ergebnis einer eigentlich vielversprechenden Taktik, die vor 16 Millionen Jahren tragisch scheiterte 
https://www.derstandard.at/story/2000111671868/
(Der Standard, 29.11.2019) 

Der vermutlich unwirtlichste Ort des Planeten 
Fast überall auf der Erde gibt es Leben. Doch einige Tümpel in der ostafrikanischen Tanakil-Senke überfordern selbst noch die anpassungsfähigsten Mikroben 
https://www.derstandard.at/story/2000111625611/
(Der Standard, 29.11.2019) 

Tonga: Vulkanausbruch tauscht Inseln aus 
Bei einer Eruption in der Inselgruppe Ha'apai verschwand ein winziges Eiland, dafür entstand ein neues 
https://www.derstandard.at/story/2000111635881/
(Der Standard, 28.11.2019) 

Mindestens 20 Tote und 600 Verletzte nach Erdbeben in Albanien
Zahllose Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Es war das schwerste Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten
https://www.derstandard.at/story/2000111524885/
(Der Standard, 26.11.2019)

Erstmals Vorkommen von Gashydraten in europäischen Meeren bestimmt 
Erste Ergebnisse einer umfangreichen Bestandsaufnahme zeigt, wo der Energieträger gefördert werden könnte 
https://www.derstandard.at/story/2000111332142/
(Der Standard, 26.11.2019) 

Ein Vierfüßler, der nie das Land eroberte 
Im Devon gingen die ersten Wirbeltiere an Land – der neuentdeckte Parmastega dürfte aber lieber im Wasser geblieben sein 
https://www.derstandard.at/story/2000110545355/
(Der Standard, 23.11.2019) 

Bernstein konservierte eine 44 Millionen Jahre alte Raupe 
Das Tier dürfte zu einer ungewöhnlichen – und letztlich unglücklichen – Tageszeit unterwegs gewesen sein, als es in Baumharz versank 
https://www.derstandard.at/story/2000111296611/
(Der Standard, 21.11.2019) 

44 Mio. Jahre alte Raupe entdeckt 
Forscher haben ein Exemplar einer Großschmetterlingsraupe im Baltischen Bernstein entdeckt. Bei dem 44 Millionen Jahre alten Fossil handelt es sich um eine Larve aus der Gruppe der Spannerfalter (Geometridae) 
https://science.orf.at/stories/2994667/
(ORF, 20.11.2019) 

15-Meter-Tsunami traf vor 1.000 Jahren auf die Küsten des Oman 
Die gewaltigen Wellen trugen damals tonnenschwere Felsbrocken weit ins Landesinnere, wie eine aktuelle Studie zeigt 
https://www.derstandard.at/story/2000111263544/
(Der Standard, 20.11.2019) 

Meteorit enthielt Zucker außerirdischen Ursprungs 
Fund von Ribose könnte darauf hindeuten, dass biologisch bedeutsame Moleküle durch Meteoriten auf die Erde gelangten 
https://www.derstandard.at/story/2000111201780/
(Der Standard, 19.11.2019) 

Zucker in Meteoriten entdeckt 
Die Frage, wie das Leben auf der Erde entstanden ist, beschäftigt die Wissenschaft bis heute. Ein wichtiger Baustein ist Zucker, und der könnte mit Meteoriten auf die Erde gekommen sein, wie eine neue Studie nahelegt 
https://science.orf.at/stories/2994578/
(ORF, 18.11.2019) 

Dank Federn konnten Dinosaurier fast von Pol zu Pol leben 
Funde in Australien belegen, dass die Dinos selbst unter extremen Bedingungen gediehen 
https://www.derstandard.at/story/2000111191281/
(Der Standard, 18.11.2019) 

Auf der Spur des größten Affen aller Zeiten 
Forscher haben mittels Proteinanalysen herausgefunden, wo der drei Meter hohe Gigantopithecus seinen Platz im Stammbaum hatte 
https://www.derstandard.at/story/2000111101512/
(Der Standard, 16.11.2019) 

Ganz tief in den Stollen hineinbohren: Erkundungsbohrungen im Salzbergwerk Hallstatt 
Wie wichtig das richtige Material und die Bohrtechnik auf der Suche nach Salzabbaukammern sind 
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