Vor Millionen Jahren tummelten sich überraschend viele Haiarten in Oberösterreich 
Analysen von Wissenschaftern des Wiener NHM förderten erstaunliche Artenvielfalt vor 138 Millionen Jahren zu Tage 
https://www.derstandard.at/story/2000119186821/
(Der Standard, 08.08.2020) 

Rätsel um Tier mit aberwitzig langem Hals endlich gelöst 
Tanystropheus ging vor 240 Millionen Jahren in den Meeren auf die Jagd – ursprünglich hatte man ihn für einen Flugsaurier gehalten 
https://www.derstandard.at/story/2000119202558/
(Der Standard, 07.08.2020) 

Rätsel gelöst: Giraffenhalssaurier war Wassertier 
Die Nasenlöcher des Tanystropheus waren - so wie beim Krokodil - oben auf der Schnauze; allerdings: Er war ein schlechter Schwimmer. Das fanden nun Forscher der Universität Zürich heraus 
https://www.diepresse.com/5849658/
(Die Presse, 06.08.2020) 

„Giraffenreptil“ lebte im Wasser 
Sein Hals ist dreimal so lang gewesen wie sein Rumpf, es hatte aber nur 13 Wirbeln: Das vor über 240 Mio. Jahre lebende Reptil Tanystropheus brachte Paläontologen nicht nur wegen seines Giraffenhalses ins Grübeln. Forscher und Forscherinnen haben nun geklärt, dass das Tier im Wasser lebte 
https://science.orf.at/stories/3201327/
(ORF, 06.08.2020) 

Hälfte der Gletscher weltweit mit Schutt bedeckt 
Fast die Hälfte aller Gletscher weltweit sind mit Schutt bedeckt, wie die Auswertung von Satellitenbildern zeigt. Der Schutt bietet einen gewissen Schutz vor der Klimaerwärmung und könnte die Gletscher langsamer schmelzen lassen als bisher angenommen 
https://science.orf.at/stories/3201330/
(ORF, 06.08.2020) 

Urzeitlicher Hai-Tummelplatz entdeckt 
Auf dem Gebiet des heutigen Oberösterreich befand sich vor vielen Millionen Jahren ein Meer. Dort tummelten sich offenbar deutlich mehr prähistorische Hai-Arten vermutet. Das schließen Forscher aus einem Fund in den Kalkalpen nahe Steyr 
https://science.orf.at/stories/3201319/
ORF, 05.08.2020) 

Dinosaurier hatte Knochenkrebs 
Kanadische Forscherinnen und Forscher haben den ersten Hinweis auf einen Dinosaurier entdeckt, der unter bösartigem Krebs litt. Der pflanzenfressende Centrosaurus lebte vor etwa 76 Millionen Jahren, ein Unterschenkelknochen zeigte Anzeichen eines Knochentumors 
https://science.orf.at/stories/3201307/
(ORF, 04.08.2020) 

Meerengeln wird ihre perfekte Anpassung zum Verhängnis 
Die urtümliche Haifischart war über Jahrmillionen erfolgreich – doch ihre Spezialisierung macht sie unflexibel 
https://www.derstandard.at/story/2000119169156/
(Der Standard, 05.08.2020) 

Frühester Nachweis eines Riesenkranichs in Europa 
Den Schädel eines rund elf Millionen Jahre alten Riesenkranichs haben Forscher in Bayern gefunden. Bei dem Fossil handle es sich um den frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa 
https://science.orf.at/stories/3201304/
(ORF, 03.08.2020) 

Walter Eppensteiner 22. Dezember 1929 – 15. Mai 2020

Am 15. Mai 2020 ist unser Freund und Kollege Walter Eppensteiner im 91. Lebensjahr für immer von uns gegangen. 

Walter Eppensteiner wurde am 22. Dezember 1929 in Scheibbs (Niederösterreich) als Sohn des Lehrers Alois Eppensteiner und seiner Gattin Elisabeth geboren. Nach der Matura am 1. Juli 1948 am Bundesgymnasium in St. Pölten begann er an der Universität Wien diverse naturwissenschaftliche Fächer zu studieren, unter anderem Botanik, Zoologie, Physik, Medizin und ein Semester Geologie bei Leopold Kober (1883–1970). Nach Absolvierung eines technisch-kaufmännischen Abiturientenkurses am Technologischen Gewerbemuseum (TGM) in Wien setzte sich jedoch die Leidenschaft zu den Geowissenschaften durch und Walter Eppensteiner begann im Wintersemester 1957/58 an der Universität Wien mit dem Studium der Geologie bei Eberhard Clar (1904–1995). 

Noch während des Studiums lernte er seine Frau Elisabeth Berger kennen und nach der Hochzeit am 18. Oktober 1960 kamen zwischen 1961 und 1971 insgesamt sechs Kinder, fünf Töchter und ein Sohn zur Welt. 

Von 1962 bis 1966 war er als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Geologie der Technischen Hochschule Wien beschäftigt und mit seiner Dissertation Studien über Sedimentation und Diagenese des oberen Wettersteinkalkes in Bleiberg-Kreuth promovierte Walter Eppensteiner am 14. Juli 1966 zum Dr. phil. Dadurch wurde er Hochschulassistent und ab September 1976 Universitätsoberassistent. 

Obwohl die Dissertation klassisch naturwissenschaftlich ausgerichtet war, war es Walter Eppensteiner immer ein Anliegen, naturwissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten und zu vermitteln, dass diese auch in der Praxis anwend- und umsetzbar wurden. So engagierte er sich unter anderem ab dem Jahre 1967 als Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Steinstraßen und Steinmaterial der Forschungsgesellschaft für das Verkehrs- und Straßenwesen im Österreichischen Ingenieur- und Architektenverein und war ab 1973 deren stellvertretender Leiter. 

Als Assistent unter dem Vorstand Alois Kieslinger[1] (1900–1975) entdeckte Walter auch seine Liebe zu einer Teildisziplin der angewandten Geowissenschaften, die heute zumeist als Kulturgeologie bezeichnet wird, da sie sich interdisziplinär mit den vielfältigen Interaktionen der Geowissenschaften und mit dem kulturellen Schaffen der Menschheit befasst. Nach dem damals (und leider auch heute wieder vermehrt) geltenden Grundsatz: „Ich bin dein Herr und Prof. und dulde keine anderen Götter neben mir!“ war ihm eine vertiefte Beschäftigung mit dieser Thematik verschlossen, sodass sich Walter Eppensteiner den Straßenbaugesteinen widmen musste, wie er mir (A.R.) einmal anvertraute. 

Da der Mensch Walter Eppensteiner aber eine große Begeisterungsfähigkeit für Fragestellungen und Probleme im naturwissenschaftlich-technischen Spannungsfeld jeglicher Art besaß, war es nicht weiter verwunderlich, dass zahlreiche neue und teilweise revolutionäre Erkenntnisse auf dem Gebiet der Straßenbaugesteine auch in methodischer Hinsicht erzielt wurden und der gebührende Erfolg nicht lange auf sich warten ließ. Ab 1969 bearbeitete er als verantwortlicher Leiter oder Mitarbeiter zahlreiche Forschungsaufträge des damaligen Bundesministeriums für Bauten und Technik, deren weitreichende Erkenntnisse in den Heften der Reihe Straßenforschung veröffentlicht wurden. Zusammen mit Randolf Krzemien war er von 1974 bis 1990 Erstautor von nicht weniger als 15 Heften, bzw. großen Beiträgen (Nr. 10, 16, 22, 37, 81, 108, 112, 120, 223, 231, 295, 389). Im Jahr 2000 folgte ein letztes Heft (Nr. 494) mit Harald Augustin und Manfred Zieger in dieser Reihe.

Diese Veröffentlichungen bildeten neben der höchst erfolgreichen Lehrtätigkeit an der TU-Wien die Grundlage für seine Habilitation und der Verleihung der Lehrbefugnis als Universitätsdozent für Baugeologie mit besonderer Berücksichtigung der Technischen Gesteinskunde am 25. März 1980.

Auch der Fachnormenausschuss Natürliche Gesteine, den Walter Eppensteiner ab 1971 für die nächsten 25 Jahre als Vorsitzender leitete, profitierte enorm von seinem geologisch-petrographischen Wissen und dem vertieften Verständnis über die Genese der Gesteine und den daraus resultierenden chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie den damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen der praktischen Anwendung im Bauwesen. Diese Expertise führte zur Veröffentlichung von Prüfnormen, die trotz ihrer präzisen Vorgaben in Hinblick auf die Rahmenbedingungen der Gesteinsprüfung eine Überinterpretation und vorgetäuschte Genauigkeit der Ergebnisse weitgehend vermieden – ein fachlich fundierter und argumentierter Pragmatismus, den wir bei den heutigen Naturstein-Normen oft schmerzlich vermissen! 

Auch die Untersuchung von Baurohstofflagerstätten und die petrographische Beurteilung für die Aufnahmeprüfung in den Güteschutzverband der österreichischen Splitt- und Schotterwerke gehörte zu seinen Aufgaben, ebenso wie die Mitarbeit zur Erstellung von Rohstoffsicherungskarten für das Bundesland Niederösterreich. 

Eigentlich gab es keinen Arbeitsbereich der nutzbaren Gesteine, in denen Walter Eppensteiner nicht seine Spuren hinterließ. Die Verwertung von Tunnelausbruchsmaterial, die Begutachtung von Bergbauschäden, Baugründen und Trassen von Verkehrswegen über die Untersuchung und Beurteilung von Dekorgesteinslagerstätten in Österreich, im Kaukasus, Sibirien, Türkei, Böhmen, Slowakei und Ungarn, bis hin zur Untersuchung von historischen Natursteinbauten in Wien, wie zum Beispiel die Steinbauten des Zentralfriedhofs, Schloss Neugebäude, Schönbrunn einschließlich Gloriette und Römischer Ruine, waren wichtige Arbeitsschwerpunkte.

In diesem Zusammenhang sei auf die Herausgeberschaft (zusammen mit Bernd Schwaighofer, BOKU) der Reihe „Nutzbare Gesteine von Niederösterreich und Burgenland“ verwiesen, in der zwischen 2002 und 2006 vier Bände erschienen.

Daneben erfolgte die fundamentale Mitarbeit an baugeologischen Untersuchungen für Wasserkraftwerksbauten, u.a. für die in Oberösterreich liegenden Kraftwerke Garsten, Weyer, Schönau, die Projekte Groß-Kastenreith und Molln und die Kartierung der Einhänge des im Dorfertal (Osttirol) geplanten Speichersees in Hinblick auf Hangbewegungen unmittelbar nach der Katastrophe von Vajont (1963), die Walter Eppensteiner emotional besonders bewegte.

Auf der Basis seiner hervorragenden Fähigkeiten auf dem Gebiet der Geologie zusammen mit seinem profunden Wissen in Chemie und Physik konnte Walter Eppensteiner fundamentale wissenschaftliche Leistungen vollbringen, wie zum Beispiel die Erkenntnis, dass die Deformation von Fassadenplatten aus Carrara-Marmor auf das anisotrope Dehnungsverhalten des Calcits und auf die dominante Vorzugsorientierung der Kristallachsen dieses Minerals im Gesteinsgefüge zurückzuführen ist. Einen wesentlichen Beitrag leistete er auch bei der Klärung des Verhaltens von kompetentem Fels auf inkompetentem Untergrund („Hart auf Weich“).

Diese breit gestreute und immer wissenschaftlich fundierte Expertise sowie seine große Empathie machten Walter Eppensteiner auch international zu einem von Allen geschätzten und gesuchten Mitarbeiter für leitende Funktionen, wie zum Beispiel:

  • 1976 Mitglied des Lenkungsausschusses der AG „Mineralstoffe“ der Forschungsgesellschaft für das Verkehrs- und Straßenwesen (FVS) e.V. Köln
  • 1979 Bestellung zum Sekretär des XVI. Weltstraßenkongresses in Wien für das Thema „Einteilung und Prüfung von Straßenbaustoffen“
  • ab 1990 Österreichsicher Vertreter in CEN TC 154 „Aggregates“, SC 6 „Prüfmethoden“ und TG 9 „Verwitterung“ sowie TC 246 „Natural Stones“ [CEN: Comité Européen de Normalisation, TC: Technical Committee, SC: Subcommittee]
  • ab 1990 Leiter des Ausschusses für Veröffentlichungen der Forschungsgesellschaft für das Verkehrs- und Straßenwesen (FVS) im Österreichischer Ingenieur- und Architekten-Verein (ÖIAV)

Als Mitglied der Wiener Schule der Ingenieurgeologie, die von Ferdinand von Hochstetter (1829–1884) begründet wurde und der neben vielen anderen Josef Stiny (1880–1958) und Eberhard Clar (1904–1995) angehörten, konnte er als Universitätslehrer seinen Schülern (meist Studenten des Bauingenieurwesens) das Verständnis dafür mitgeben, was Ingenieurgeologie kann (und auch was sie nicht kann). In vielen Lehrveranstaltungen – von „Technische Gesteinskunde“, über „Geologie und Verkehrswegebau“, bis zu „Geologie der Massenbewegungen“ – an der Technischen Universität Wien, an der Universität Wien und an der Universität Salzburg hat er unzähligen Studenten sein Wissen weitergegeben.

Neben dem oft nicht zu vermeidenden Frontalunterricht im Hörsaal und im Gelände, der bei Walter Eppensteiner jedoch niemals langweilig war, da er es in einem besonderen Ausmaße verstand, die ZuhörerInnen mittels seiner sprachlichen Fähigkeiten in seine geologische Welt zu entführen und zu fesseln, war auch seine Betreuung von zahlreichen Diplomarbeiten und Dissertationen stets von einer besonderen Qualität und Intensität frei nach Sokrates „Der Lehrer sei der Geburtshelfer der eigenen Gedanken seiner Schüler“, die kaum eine Steigerung zuließ und seine Studierenden zur höchsten Leistung anspornte. 

Als würde dieses Arbeitspensum noch nicht ausreichen, engagierte sich Walter Eppensteiner auch intensiv in den diversen Gremien der TU-Wien, wie zum Beispiel als Mitglied der Fakultätsversammlung, Kuriensprecher des Mittelbaues, Mitglied des Akademischen Senats, Mitglied der Studienkommission für die Studienrichtung Bauingenieurwesen und der interuniversitären Studienkommission Technische Geologie, als Mitglied der Personalkommission und der Kommission zur Überprüfung der Lehraufträge und nicht zuletzt als Mitglied bei zahlreichen Berufungs- und Habilitationskommissionen. 

In diesen Gremien der Technischen Universität Wien hat er sich in unzähligen Sitzungen für Transparenz und gegen Günstlingswirtschaft eingesetzt.

Trotz all dieser Leistungen in der Wissenschaft und im Wissenschaftsbetrieb ist Walter immer mit beiden Beinen auf dem Erdboden gestanden und ist immer ein wahrer Humanist im besten Sinne des Wortes geblieben.

Am 31. 12. 1994 wurde Walter Eppensteiner in den Ruhestand versetzt.

Alle, die mit Walter Eppensteiner zusammenarbeiteten haben ihn als kompetenten, verlässlichen, herzlichen und charmanten Kollegen erfahren und so bleibt er uns allen in tiefer Erinnerung.

 

Ehrungen und Auszeichnungen

1982 Goldene Mitarbeiternadel des Österreichischen Normungsinstitutes

1987 Ehrenzeichen in Gold der Bundesinnung der österr. Steinmetzmeister

1988 Ehrennadel des Österreichischen Normungsinstitutes

1994 Mitglied des Denkmalbeirates der Republik Österreich

1996 American Society of Civil Engineers: Outstanding Paper of 1996 (gemeinsam mit C. Widhalm, E.K. Tschegg) „Anisotropic Thermal Expansion Causes Deformation of Marble Claddings” im Journal of Performance of Constructed Facilities.

 

Anläßlich seines 80. Geburtstages erschien eine Festschrift mit Beiträgen von Peter Gottschling, Randolf Krzemien, Johann Litzka, Rainer Poisel & Scott Kieffer, Andreas Rohatsch, Bernd Schwaighofer und Ewald Tentschert. Auch in der Zeitschrift Stein & Kies (Nr. 104/ 2000) des Forum Rohstoffe wurde er unter dem Titel „Ein Leben für die lebendige Welt der Steine: 80 Jahre Walter Eppensteiner“ gewürdigt.

Hennrich, C. (Red.), Pfeiler, A. (Red.) & Augustin-Gyurits, K. (Red.) (2009): Festschrift anlässlich des 80. Geburtstages von Univ. Doz. Dr. phil. Walter Eppensteiner, Maria Enzersdorf, 22.12.2009. – 56 S., Maria Enzersdorf.

 

Literatur

 

Eppensteiner W., Listabarth, G. & Sohs F. (1959): Beitrag zur Geologie des mittleren Kamptales (N.Ö. Waldviertel). – Mitteilungen der Gesellschaft der Geologie- und Bergbaustudenten in Wien, 10, 117–122, Wien.

Eppensteiner, W. (1965): Die schwarzen Breccien der Bleiberger Fazies. – Mitteilungen der Gesellschaft der Geologie- und Bergbaustudenten in Wien, 14/15, 205-228, Wien.

Eppensteiner, W. (1966): Studien über Sedimentation und Diagenese des oberen Wettersteinkalkes in Bleiberg-Kreuth (Kärnten). – Dissertation Universität Wien, 154 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1968): Bericht über die geologischen Untersuchungen des Stauraumes Dorfertal/Osttirol im Sommer 1966. – Unveröffentlichter Bericht, 20 S., Wien.

Gyurits-Augustin, K. & Eppensteiner, W. (1969): Geologisch-petrographische Übersichtskarte: Rohstoffe für den Strassenbau 1:1.000.000. – 2 Blätter, Wien.

Eppensteiner, W. (1970): Studien über Sedimentation und Diagenese des oberen Wettersteinkalkes in Bleiberg-Kreuth (Kärnten). – Dissertationen der Universität Wien, 49, 89 S., Wien (Notring).

Eppensteiner, W., Van Husen D. & Krzemien R. (1973): Beobachtungen an pleistozänen Driftblöcken des Marchfeldes. – Verhandlungen Geologische Bundesanstalt, 1973, 331– 336, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1973): Der Ringversuch: Österreichische Straßenbaugesteine im Labor, Entwicklung einer Methode zur schnellen Prüfung der Frostbeständigkeit von Splittern, Ergänzung des Ringversuches. – Straßenforschung, 10, 55 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1974): Änderungen der Eigenschaften von Gesteinszuschlägen beim Durchgang durch Trockentrommeln von Heißmischanlagen. – In: Tagung der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“ 8. November 1974, 32–40, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1974): Einflüsse der Kornform und Oberflächenbeschaffenheit von Brech- und Natursanden auf die Verdichtungswilligkeit und das Verformungsverhalten bituminösen Mischgutes. – Straßenforschung, 16, 29 S., Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1974): Untersuchungen der Änderungen der Eigenschaften von Splitten und Kiesen beim Durchgang durch Trockentrommeln von Heißmischanlagen. – Straßenforschung, 22, 46 S., Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1975): Die Prüfung von Körnungen und Korngemischen in der Los-Angeles-Trommelmühle. – Straßenforschung, 37, 63 S. Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1977): Ergänzende Untersuchungen zur Prüfung von Korngemischen in der Los-Angeles-Trommelmühle. – Straßenforschung, 81, 22 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1977): Straßenbaugesteine – Prüfungen und Anforderungen aus österreichischer Sicht. – Schriftenreihe der Forschungsgesellschaft für Strassenwesen im Österreichischen Ingenieur- und Architektur-Verein, 73, 119–125, Wien.

Eppensteiner, W. (1978): Die Beobachtung des Splitt-Einzelkornverhaltens in bituminös gebundenen Straßendecken. – Vortragsveranstaltung der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“ 19. Oktober 1978, 9–13, Wien.

Eppensteiner, W. (1978): Alois Kieslinger 1.2.1900–1.6.1975 (Nachruf). – Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft, 68, 189–192, Wien.

Eppensteiner, W. (1979): Gesteinskörnungen Anforderungen und Prüfmethoden im österreichischen Straßenbau - kritisch betrachtet. – Studienreise der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“ April 1979, 15–20, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1979): Untersuchungen von Sanden für bituminöses Mischgut. – Straßenforschung, 112, 62 S., Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1979): Zur Frostbeständigkeit von Rundkorn. – Straßenforschung, 121, 39 S., Wien.

Eppensteiner, W., Füreder, H. & Krzemien, R. (1979): Die Verbesserung des Verformungsverhaltens bitumengebundener Tragschichten durch Zusatz von Kantkorn. – Straßenforschung, 120, 1–58, Wien.

Eppensteiner, W., Gregori, H. & Krzemien, R. (1979): Abriebversuche an Asphaltprobekörpern zur Ermittlung der wirtschaftlichsten Mischgutzusammensetzung. – Straßenforschung, 120, 59–101, Wien.

Eppensteiner, W., Gregori, H., Hintsteiner, E. & Krzemien, R. (1979): Bewertung von Gesteinsmaterialien im bituminösen Deckenbau: Zusammenhang zwischen Laboratoriumsuntersuchungen der Zuschlagstoffe und der praktischen Bewährung: 2. Teil: Langzeitbeobachtungen. – Straßenforschung, 108, 101 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1980): Jahresbericht 1979 über das Projekt „Erfassung von Bau- und Dekorgesteinen für Rohstoffsicherungskarten“. – Unveröffentlichter Bericht Bund/Bundesländer-Rohstoffprojekt N-A-007/79, 8 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1982): Die Prüfung des Polierverhaltens von Straßenbaukörnungen. – Vortragsveranstaltung der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“, 9. November 1982, 19–22, Wien.

Eppensteiner, W. (1982): Straßenbau mit regional verfügbaren Gesteinskörnungen. – Vortragsveranstaltung der Arbeitsgruppe „Steinstraßen und Steinmaterial“, 9. November 1982, 35-36, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1982): Sieb- und Schlämmanalyse. – Straßenforschung, 187, Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1983): Versuche zur Bestimmung des Mürbkornanteiles. – Straßenforschung, 231, 36 S., Wien.

Breyer, G., Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1983): Der Polierversuch: Teil II. Ringversuch Reibungsbeiwert nach Polieren, Polierbarkeit österreichischer Straßenbaugesteine. – Straßenforschung, 223/2, 104 S., Wien.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1984): Ein Verfahren zur Prüfung der Härte von Gesteinen für den Bau verschleißfester Fahrbahndecken. – Straßenforschung, 243, 67 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1985): Die Bedeutung der Technischen Gesteinskunde. – Baugeologische Tage in Hüttenberg Seminar - Vortragsfolge - Exkursion, 9.–13. September 1985: Tagungsunterlagen, 80-82, Hüttenberg.

Eppensteiner, W., Fenz, G., Gregori, H. & Krzemien, R. (1986): Los-Angeles-Werte von Korngemischen für bituminöse Tragschichten. – Straßenforschung, 295, 130 S., Wien.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1987): Gang und Gehwerk einer Massenbewegung. –Österreichische Gesellschaft für Geomechanik XXVI. Geomechanik-Kolloquium 1987: Kurzfassungen der Vorträge, 2 S., Wien.

Langthaler, A., Clar, E., Bacher, G. & Eppensteiner, W. (1987): Alois Kieslinger-Denkmal. – 16 S., Wien.

Eppensteiner, W., Poisel, R. & Silberbauer, J. (1988): Geomechanical model tests concerning the gliding apart of hard rock on soft ground. – In: Marinos, P.G. & Koukis, George C. (eds): The Engineering Geology of Ancient Works, Monuments and Historical Sites: Preservation and Protection: Proceedings of an International Symposium organized by the Greek National Group of IAEG , Athens, 19–23 September 1988; Volume 1: 1 Engineering geology and the protection of historical sites and monuments, 123–128, Balkema, Rotterdam.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1988): A contribution to the systematics of rock mass movements. – In: Bonnard, Ch.: Landslides: Proceedings of the Fifth International Symposium on Landslides 10–15 July 1988, Lausanne: Volume 2: Drainage and stabilization, Evaluation and appraisal of risks of instability, Instability phenomena in the zone of the alpine arc, 1353–1357, Balkema, Rotterdam.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1988): Gang und Gehwerk einer Massenbewegung: Teil 1. Geomechanik des Systems „Hart auf Weich”. – Felsbau, 6, 189–194, Essen.

Eppensteiner, W. (1988): Arbeiten auf dem Gebiet der technischen Gesteinskunde an der Abteilung Geologie. – Baugeologische Tage in Lunz am See, Niederösterreich 6.–8. April 1988: Kurzfassungen, 16-18, Lunz am See.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1989): Gang und Gehwerk einer Massenbewegung: Teil 2. Massenbewegungen am Rand des Systems „Hart auf Weich“. – Felsbau, 7, 16–20, Essen.

Poisel, R. & Eppensteiner, W. (1989): A contribution to the systematics of rock mass movements. – Mitteilungen der Schweizerischen Gesellschaft für Boden- und Felsmechanik, 117, 105–109, Balkema, Rotterdam.

Eppensteiner, W. & Krzemien, R. (1990): Prüfung der Frostbeständigkeit von Körnungen. – Straßenforschung, 389, 62 S., Wien.

Eppensteiner, W. (1998): Laudatio auf Herrn Prof. Georg Spaun. - In: Thuro, K., Lokau, K., Deffner, F. & Plinninger, R.J.: Festschrift Prof. Georg Spaun zum 60. Geburtstag, 4–6, München.

Eppensteiner, W. (1999): Allgegenwärtigkeit des Steins /Walter Eppensteiner. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 11–12, Bad Deutsch-Altenburg.

Eppensteiner, W. (1999): Vom Werden und Vergehen des Steins: Kreislauf der geologischen Vorgänge. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 13–16, Bad Deutsch-Altenburg.

Eppensteiner, W. (1999): Eigenschaften des Steins. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 17–18, Bad Deutsch-Altenburg.

Eppensteiner, W. (1999): Zur Geschichte der Abbautechniken. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 29–34, Bad Deutsch-Altenburg.

Eppensteiner, W. (1999): Steintransport. – In: Lachmayer, H. (Hg.): Steinbruch, 39–42, Bad Deutsch-Altenburg.

Widhalm, C.; Eppensteiner, W. & Tschegg, E. (1999): Meßmethoden zur Beschreibung von Gefügeanisotropien in Marmor. – Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, 150, 275–281, Stuttgart.

Widhalm. C., Tschegg. E. & Eppensteiner, W. (1996): Anisotropic Thermal Expansion Causes Deformation of Marble Claddings. – Journal of Performance of Constructed Facilities, 10/1, 5–10, Reston.https://doi.org/10.1061/(ASCE)0887-3828(1996)10:1(5).

Augustin, H.; Eppensteiner, W. & Zieger, M. (1999): Verschleißversuche an Straßenbaugesteinen nach EN 1097-1. – Straßenforschung, 494, 77 S., Wien.

Eppensteiner, W. (2000): Stein-Experte. – STEINtime Österreich: Architektur + Naturstein, 2000/1, S. 36, München.

Eppensteiner, W. (2001): Die Entwicklung der Ingenieurgeologie im Spiegel der Institutsgeschichte. - In: Tentschert, E. (Hg.): Festkolloquium: 140 Jahre Geologie an der TU-Wien 22. und 23.November 2000, 3–25, Wien.

Schwaighofer, B. & Eppensteiner, W. (2003): Vorwort. – Mitteilungen des Institutes für Angewandte Geologie der Universität für Bodenkultur: Reihe „Nutzbare Gesteine Niederösterreichs und des Burgenlandes“, 3, S. 3, Wien.

Eppensteiner, W. (2003): Gewinnung und Aufbereitung von Gesteinskörnungen. – Mitteilungen des Institutes für Angewandte Geologie der Universität für Bodenkultur: Reihe „Nutzbare Gesteine Niederösterreichs und des Burgenlandes“, 3, 43-50, Wien.

Eppensteiner, W. (2003): Vom Bauen mit Stein: Von den Anfängen bis zur Gegenwart (Kurzfassung). - In: Naturstein in Kunst, Bau und Technik: Barbara-Gespräche Payerbach 20.bis 21. November 2003: Tagungsmappe, 20–21, Geoschule Payerbach, Payerbach.

Eppensteiner, W. (2003): Bau- und Rohstoff Stein – technische Eigenschaften, Nutzung, Probleme (Kurzfassung). - In: Naturstein in Kunst, Bau und Technik: Barbara-Gespräche Payerbach 20.bis 21.November 2003: Tagungsmappe, 11–12, Payerbach.

Schwaighofer, B. (Hg.) & Eppensteiner, W. (Hg.) (2003): Gesteine - Gewinnung & Verarbeitung. – Mitteilungen des Institutes für Angewandte Geologie der Universität für Bodenkultur: Reihe „Nutzbare Gesteine Niederösterreichs und des Burgenlandes“, 3, 91 S., Wien.

Eppensteiner, W. (2005): Ob sichtbar oder versteckt - Stein ist überall. – Stein & Kies, 77, S. 8, Wien.

Schwaighofer, B. (Hg.) & Eppensteiner, W. (Hg.) (2005): „Junge“ Kalke, Sandsteine und Konglomerate - Neogen. – Mitteilungen des Institutes für Angewandte Geologie der Universität für Bodenkultur: Reihe „Nutzbare Gesteine Niederösterreichs und des Burgenlandes“, 2, 107 S., Wien.

Eppensteiner, W. (2006): Vulkanite im Burgenland: Vorkommen - Abbau - Verwendung. – Archiv für Lagerstättenforschung der Geologischen Bundesanstalt, 25, 5–34, Wien.

Eppensteiner, W. (2007): Pauliberg: Das größte Basaltvorkommen im Burgenland. - In: Hofmann, Thomas: Wien Niederösterreich Burgenland. – Wanderungen in die Erdgeschichte, 22, 181–183, München.

Eppensteiner, W. & Fritz, I. (2007): Güssing: Der basaltische Burgberg. – Wanderungen in die Erdgeschichte, 22, 194–195, München.

Augustin-Gyurits, K. & Eppensteiner, W. (2008): Nachruf Georg Riehl-Herwirsch in memoriam. – Journal of Alpine Geology, 49, 219–220, Wien.

Eppensteiner, W.; Augustin-Gyurits, K. & Pfeiler, A. (2009): Unbedenklichkeit von in Österreich verwendeten Gesteinskörnungen betreffend Alkali-Kieselsäure-Reaktivität (AKR) im Beton: Ergebnisse aus Archiv-Studien, Expertenbefragungen und Fragebogenaktionen. – Unveröffentlichter Bericht, 26 S., Wien.

Eppensteiner, W. (2010): Gesteine unverzichtbar für den Straßenbau!: Gesteinsbaustoffe im Verkehrswegebau. – Stein & Kies, 104, 1–2, Wien.

http://www.fsv.at/shop/artikelliste.aspx?ID=0dffbae0-f427-40d8-8bc4-270e5347cd36

[1] https://www.ig.tuwien.ac.at/geschichte/ehem-professoren/

 

Wien, am 3. Juni 2020

Andreas Rohatsch, Rainer Poisel, Christine Cerny, Thomas Hofmann

Kleine Säugetiere fraßen Dinosaurier-Fleisch 
Kleine Säugetiere haben sich vor 160 Mio. Jahren auch vom Aas riesiger Dinosaurier ernährt. Das zeigen winzige Bissspuren an der Halsrippe eines zu Lebzeiten rund 20 Meter langen und mehrere Tonnen schweren Sauropoden, der im Nordwesten von China gefunden wurde 
https://science.orf.at/stories/3201295/
(ORF, 31.07.2020) 

Spitzmausgroße Säugetiere labten sich an gigantischen Dinosauriern 
Winzige Bissspuren auf der Halsrippe eines Sauropoden zeugen von einem ungewöhnlichen Festschmaus vor 160 Millionen Jahren 
https://www.derstandard.at/story/2000119088056/
(Der Standard, 31.07.2020) 

Nordsee: Alte Bohrlöcher geben enorme Methanmengen frei 
Neue Studie bestätigt frühere Untersuchungen. Gas stammt aus flachen Gastaschen, die weniger als 1000 Meter tief im Meeresboden liegen 
https://www.derstandard.at/story/2000119076376/
(Der Standard, 30.07.2020) 

100 Mio. Jahre alte Mikroben wiederbelebt 
Forscher haben Mikroorganismen aus einer Zeit wiederbelebt, als noch Dinosaurier die Erde bevölkerten. Die Mikroben schlummerten fast 100 Meter unter dem Grund des Pazifiks, im Labor begannen sie nun wieder sich zu vermehren 
https://science.orf.at/stories/3201269/
(ORF, 28.07.2020) 

100 Millionen Jahre alte Mikroben aus dem Meeresboden "auferweckt" 
Bakterien aus tiefen Bohrkernen vom Grund des Pazifiks sind noch nach Jahrmillionen zur Nahrungsaufnahme und Vermehrung fähig 
https://www.derstandard.at/story/2000119021832/
(Der Standard, 28.07.2020) 

Der Boden war im Lockdown ruhig wie nie 
Erdbebenforscher freuen sich über wenig Schwingungen während der Pandemie 
https://www.diepresse.com/5843971/
(Die Presse, 27.07.2020) 

Corona bescherte bisher längste und stillste seismische Ruhephase der Messgeschichte 
Vom Mensch verursachte Schwingungen gingen von März bis Mai 2020 im weltweiten Mittel um rund 50 Prozent zurück 
https://www.derstandard.at/story/2000118952076/
(Der Standard, 25.07.2020) 

Coronavirus brachte „seismische Ruhe“ 
Die Erde bebt ständig, wobei ein Teil der Erschütterung von Menschen verursacht wird – etwa durch Industrie und Verkehr. Der „Lock-down“ in der Coronavirus-Pandemie hat diese Vibrationen laut neuer Studie deutlich verringert – und weltweit zu einer bisher unbekannten „seismischen Ruhe“ geführt 
https://science.orf.at/stories/3201237/
(ORF, 23.07.2020) 

Historischer Vergleich: Hochwässer werden mehr und verändern sich 
Analyse von 500 Jahren Hochwassergeschichte belegt die Auswirkungen des Klimawandels: Die letzten 30 Jahre waren eine der flutenreichsten Perioden in Europa 
https://www.derstandard.at/story/2000118925847/
(Der Standard, 23.07.2020) 

Warum Geologen ein neues Erdzeitalter einführen wollen 
Die Corona-Krise dürfte die Einführung des Anthropozäns verzögern, sagen Jan Zalasiewicz und Colin Waters. 2024 könnte es aber soweit sein 
https://www.derstandard.at/story/2000118895104/
(Der Standard, 22.07.2020) 

Tagebücher von Wissenschaftern: privat, persönlich und beruflich 
Tagebücher sind ein Schlüssel, der jene Mechanismen zeigt, wie Forschung funktionierte 
https://www.derstandard.at/story/2000118744355/
(Der Standard, 17.07.2020) 

Beeindruckend: Ein zweieinhalb Tonnen schwerer Schwanz 
Forscher rekonstruieren die Gesamtmasse eines Sauropodenschwanzes – und der wurde nicht hinterhergeschleift 
https://www.derstandard.at/story/2000118751679/
(Der Standard, 16.07.2020) 

Gartenstein entpuppt sich als Meteorit 
Beim Ausheben eines Grabens hat ein Hausbesitzer im schwäbischen Blaubeuren 1989 den bisher größten Steinmeteoriten Deutschlands gefunden – und all die Jahre nichts von seiner Entdeckung gewusst 
https://science.orf.at/stories/3201184/
(ORF, 15.07.2020) 

Deutscher hatte 30-Kilo-Steinmeteoriten im Garten ausgegraben 
1989 war ein Mann bei Gartenarbeiten auf einen riesigen Brocken gestoßen, doch erst jetzt verständigte er Experten. Der Fund entpuppt sich als Sensation 
https://www.derstandard.at/story/2000118728645
(Der Standard, 15.07.2020) 

Eine Haselmaus in Größe einer Hauskatze 
Forscher rekonstruieren den Schädel eines Inselgiganten: Ein Riesenbilch, der auf Sizilien neben Zwergelefanten lebte 
https://www.derstandard.at/story/2000118705131/
(Der Standard, 15.07.2020) 

Neue Datierungsmethode für Holz entwickelt 
Forscher stellen einen Weg vor, die Materialalterung von Holz über Jahrtausende verlässlich zu rekonstruieren 
https://www.derstandard.at/story/2000118686072/
(Der Standard, 14.07.2020) 

Ursache für Steinschlagunfälle ist nicht immer die Klimakrise 
Der vermehrte Steinschlag hat nur in großen Höhen mit der Erwärmung zu tun, sagen Geologen. Am Sonntag war ein 14-Jähriger in der Eisriesenwelt gestorben 
https://www.derstandard.at/story/2000118684107/
(Der Standard, 14.07.2020) 

Nach Felssturz: In die Alpen besser nur noch virtuell? 
Vier Tote: Experten warnen nach den jüngsten Steinschlägen vor den Gefahren des Gebirges 
https://www.diepresse.com/5839089/
(Die Presse, 12.07.2020) 

Neandertaler starben in Süditalien nicht wegen der Kälte aus 
Klimaschwankungen galten bisher als möglicher Grund für das Verschwinden der Neandertaler. Tropfsteine zeigen, dass das für Apulien nicht der Fall war 
https://www.derstandard.at/story/2000118543784/
(Der Standard, 11.07.2020) 

Neue Fischsaurier-Art in Südwestdeutschland entdeckt 
Paläontologinnen fanden neue Spezies bei vergleichenden Untersuchungen von Ichthyosaurierfossilien aus England und Baden-Württemberg 
https://www.derstandard.at/story/2000118412953/
(Der Standard, 05.07.2020) 

Die Pinguine hatten riesige "Doppelgänger" auf der Nordhalbkugel 
Größer als ein Mensch, waren die Plotopteriden die Könige der nordpazifischen Küsten 
https://www.derstandard.at/story/2000118458652/
(Der Standard, 05.07.2020) 

Ein Wirbelsturm kann die Erdbebenaktivität beeinflussen 
Als der Taifun Morakot Taiwan heimsuchte, wirkte er sich bis weit unter die Oberfläche aus 
https://www.derstandard.at/story/2000118464948/
(Der Standard, 03.07.2020) 

Gestatten, Schleitheimia schutzi aus der Schweiz 
Vor 225 Millionen Jahren lebte in Westeuropa ein Tier, das noch kein Sauropode war, ihnen aber schon sehr ähnlich sah 
https://www.derstandard.at/story/2000118438511/
(Der Standard, 02.07.2020) 

Die DiGeo freut sich, weitere Dienste des DiGeo-Datenbank-Projektes vorstellen zu können. Das Hierarchische Glossar planarer, linearer Strukturen und Bewegungsrichtungsindikatoren wurde in unserer Datenbank erfasst und die darin enthaltenen Begriffe können nun in 3 dynamischen Listen praktisch und einfach nachgeschlagen werden:

- Liste der planaren Strukturen
- Liste der linearen Strukturen
- Liste der Bewegungsrichtungsindikatoren

ÖGG-Mitglieder, die sich auf der Homepage anmelden (Zugangsdaten können bei admin@geologie.or.at angefragt werden) können die Daten auch als .xlsx herunterladen .

Außerdem konnte die Karte der geologischen Sehenswürdigkeiten um die Daten der deutschen Geohorizon-Initiative erweitert werden.

 

Wie gefährlich sind Supervulkane wirklich? 
Ob Yellowstone oder die Phlegräischen Felder: Der Ausbruch eines Supervulkans kann verheerende Folgen haben. Die Gefahr eines Ausbruchs ist allerdings gering 
https://www.derstandard.at/story/2000118263256/
(Der Standard, 26.06.2020) 

„Hope“-Diamant kommt tief aus der Erde 
Der legendäre „Hope“-Diamant könnte einer Studie zufolge mehr als dreimal so tief aus der Erde stammen wie die meisten anderen Diamanten. Eine Untersuchung ähnlicher Diamanten bestätigt Vermutungen, dass sein Ursprung im inneren Erdmantel liegt 
https://science.orf.at/stories/3201028/
(ORF, 25.06.2020) 

Das Wombat Mukupirna, ein halber Riese 
Forscher entdeckten in Australien die Überreste eines Tiers, das fünfmal so groß wie heutige Wombats war 
https://www.derstandard.at/story/2000118284152/
(Der Standard, 25.06.2020) 

Das Wissen der Jahresringe reicht 10.000 Jahre zurück  
Die Dendrochronologie ist die älteste Datierungsmethode. Durch ihre Jahresringanalysen wird das Alter von Holz auf das Jahr genau datiert 
https://www.derstandard.at/story/2000118107703/
(Der Standard, 24.06.2020) 

Beschleunigte ein Vulkan in Alaska den Untergang der Römischen Republik? 
Auf Caesars Ermordung folgten Klimaänderungen, die die politische Instabilität Roms verstärkt haben könnten. Forscher haben einen Vulkan im Verdacht 
https://www.derstandard.at/story/2000118233936/
(Der Standard, 23.06.2020) 

Vulkan brachte Römische Republik ins Wanken 
Historikerinnen und Historiker haben schon lange vermutet, dass sich das Klima gegen Ende der Römischen Republik abrupt verschlechtert und damit zu ihrem Untergang beigetragen hat. Laut einer neuen Studie war dafür der Ausbruch eines Vulkans verantwortlich, der sich am anderen Ende der Welt befindet – in Alaska 
https://science.orf.at/stories/3201010/
(ORF, 22.06.2020) 

Überraschende Entdeckung: Warum Gebirge nicht endlos weiterwachsen 
Nicht die Erosion bestimmt, wie hoch Gebirgsmassive aufragen, sondern ein Kräftegleichgewicht in der Erdkruste
https://www.derstandard.at/story/2000118106983/
(Der Standard, 21.06.2020) 

Indonesischer Vulkan Merapi ausgebrochen 
Der Vulkan stieß eine kilometerhohe Aschewolke aus. Für den zivilen Flugverkehr wurde eine Warnung ausgegeben 
https://www.derstandard.at/story/2000118218726/
(Der Standard, 21.06.2020) 

Arktischer Dinosaurier war das "Karibu der Kreidezeit" 
Schon vor 70 Millionen Jahren zogen Herden von Pflanzenfressern durch die Polarnacht – sie waren allerdings deutlich größer als Rentiere  
https://www.derstandard.at/story/2000117455998/
(Der Standard, 20.06.2020)  

Sandstrände am Schwarzen Meer in Gefahr 
Durch die vielen Staustufen in der Donau gelangen immer weniger Sedimente ins Donau-Delta. Das lässt die Sandstrände des Schwarzen Meeres schwinden, berichten Wiener Forscher 
https://science.orf.at/stories/3200983/
(ORF, 19.06.2020) 

Warum in der Donau der Sand fehlt 
Donau-Verbauungen lassen Sandstrände am Schwarzen Meer schwinden, das zeigte eine internationale Untersuchung mit Beteiligung von Wiener Forschern 
https://www.diepresse.com/5828172/
(Die Presse, 19.06.2020) 

Forscher finden in der Antarktis das zweitgrößte Ei der Welt 
Doch wer hat "The Thing" gelegt? Australische Forscher kommen auf zwei Kandidaten 
https://www.derstandard.at/story/2000118164302/
(Der Standard, 19.06.2020) 

Fußspuren eines urzeitlichen Zweibeiners bringen Forscher zum Spekulieren 
Paläontologen warten mit einer exotisch klingenden Erklärung auf: Es sei ein auf zwei Beinen laufendes Krokodil gewesen 
https://www.derstandard.at/story/2000117997703/
(Der Standard, 12.06.2020) 

Tausendfüßer ist das älteste Krabbeltier der Welt 
Kampecaris lebte in einem nur aus Pflanzen und Gliederfüßern bestehenden Ökosystem – Wirbeltiere gab es damals noch keine an Land 
https://www.derstandard.at/story/2000117856488/
(Der Standard, 07.06.2020) 

Die Alvarez-Hypothese und die Suche nach dem "Dino-Killer" 
Eine Publikation in "Science" am 6. Juni 1980 brachte die Suche nach dem Einschlagkrater jenes Asteroiden, der den Tod der Dinosaurier verursacht hatte, ins Rollen. Es gab auch Irrwege, ehe man den Krater fand, der oberflächlich nicht sichtbar ist 
https://www.derstandard.at/story/2000117880244/
(Der Standard, 06.06.2020) 

Fossilien eines vogelähnlichen Dinosauriers in Argentinien gefunden 
Overoraptor chimentoi stammte aus jener Gruppe, der sowohl die Vögel als auch die Raptoren angehören 
https://www.derstandard.at/story/2000117911631/
(Der Standard, 05.06.2020) 

Forscher enthüllen weiteres Puzzleteil der Schildkrötenevolution 
Neue Ergebnisse zeigen enge Verknüpfung der Evolution des Schädels und des hochflexiblen Halses bei den Schildkröten 
https://www.derstandard.at/story/2000117849796/
(Der Standard, 02.06.2020) 

Untenstehend finden Sie eine hierarchische Liste aller planarer Strukturen, welche im Hierarchischen Glossar der Geologischen Bundesanstalt  veröffentlicht sind. Sämtliche Begriffe finden sich auch im Online-Thesaurus der GBA.

Zitiervorschlag: Huet, B., Reiser, M. & Grasemann, B. (2020): Hierarchisches Glossar planarer, linearer Strukturen und Bewegungsrichtungs-indikatoren. Hierarchical glossary for planar, linear structures and transport direction indicators. – Berichte der Geologischen Bundesanstalt, 138, 57 S., Wien

Dateneingabe und technische Umsetzung: Markus Palzer-Khomenko

IDplanare_StrukturDefinitionAnwendungshinweisQuelleHierarchieEbene_1Ebene_2Ebene_3Ebene_4Ebene_5Sortierung
280Planare StrukturEine planare Struktur ist eine zweidimensionale geologische Struktur, d.h. eine flächige, unterscheidbare geometrische Form in einem Gestein (nach Passchier & Trouw, 2005).Auch wenn eine planare Struktur strenggenommen keine Ebene ist und Teil einer komplexen Fläche sein kann, ist sie lokal als Ebene darstellbar und kanndaher mit einem geologischen Kompass eingemessen werden. Gemäß Konvention, wird die Clar-Notation an der Geologischen Bundesanstalt verwendet. Die Orientierung einer planaren Struktur wird mit Fallrichtung (ein Winkel zwischen 0° und 360°, von Nord ausgehend im Uhrzeigersinn zunehmend) und Fallwinkel (ein Winkel zwischen0° und 90°, von horizontal bis vertikal zunehmend) charakterisiert. Zum Beispiel, 090/53 entspricht einer Fallrichtung von 90° (d.h. nach Ost) und einem Fallwinkel von 53°.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanare Struktur_____100000
281AderEine Ader ist ein Extensionsbruch oder ein Hybridbruch, der mit ausgefällten Mineralen gefüllt ist (nach Twiss & Moores, 2007).Da eine Ader als Volumen definiert ist, sollte gemäß Konvention eine fiktive Fläche, die der Symmetrieebene entlang der Längsachse der Ader entspricht,gemessen werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfAderAder____110000
282AchsenflächeEine Achsenfläche ist eine gedachte Fläche, die durch die Punkte der größten Krümmung mehrerer, zusammen verfalteter planarer Strukturen definiert ist(nach Neuendorf et al., 2011)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfAchsenflächeAchsenfläche____120000
283Achsenfläche einer RutschfalteEine Achsenfläche einer Rutschfalte ist eine gedachte Fläche, die durch die Punkte der größten Krümmung des sedimentären Lagenbaus in gravitativ deformierten, weichen Sedimenten definiert ist (nach Neuendorf et al., 2011; Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfAchsenfläche ==> Achsenfläche einer RutschfalteAchsenflächeAchsenfläche einer Rutschfalte___121000
284BruchEin Bruch bezeichnet eine Oberfläche, an der Gestein oder Minerale zerbrochen sind, d.h. eine Oberfläche an der das Material seine Koh¨asion verloren hat (nach Twiss & Moores, 2007).Brüche werden anhand der Relativbewegung, durch welche die Bruchfläche entstanden ist, unterschieden. Bei Extensionsbrüchen (oder Modus I Brüchen) steht die Relativbewegung senkrecht auf die Bruchfläche, im Gegensatz dazu verläuft die Relativbewegung bei Scherbrüchen parallel zur Bruchfläche. Bei Modus II Scherbrüchen spricht man von einer gleitenden Bewegung senkrecht auf die Bruchfront. Modus III Scherbrüche zeigen eine gleitende Bewegung parallel zur Bruchfront (Twiss & Moores, 2007). Eine Kombination der obengenannten Modi, also ein Bruch, dessen Versatzkomponenten sowohl parallel als auch orthogonal zur Bruchfläche liegen, ist ein Hybridbruch (Ramsey & Chester, 2004).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfBruchBruch____130000
285Antithetische RiedelscherflächeEine antithetische Riedelscherfläche ist ein untergeordneter Scherbruch, der sich bei einfacher Scherung in einem spitzen Winkel (ca. 70° bis 80°) zu einemHauptscherbruch bildet (nach Twiss & Moores, 2007).Eine antithetische Riedelscherfläche steht antithetisch zum Hauptscherbruch, d.h. sie ist gegen die Bewegungsrichtung geneigt und zeigt einen Schersinn entgegengesetzt zum Hauptscherbruch. Der spitze Winkel, der von den Spuren der antithetischen Riedelscherfläche und dem Hauptscherbruch gebildet wird zeigt die relative Bewegungsrichtung des Blocks der die antithetische Riedelscherfläche beinhaltet (Twiss & Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfBruch ==> Antithetische RiedelscherflächeBruchAntithetische Riedelscherfläche___131000
286HarnischflächeEine Harnischfläche ist eine glatte, oft auch polierte Oberfläche, z.T. mit Harnischstriemung, die sich als Scherbruch aufgrund von Scherung entlang einerStörung oder in einer Störungsletten bildet (nach Twiss & Moores, 2007).Auf Deutsch wird der Begriff ”Harnisch“ sowohl für eine planare Struktur (die hiermit definierte Harnischfläche), für eine lineare Struktur (die Harnischstriemung) als auch für eine Struktur, die Harnischfläche und Harnischstriemung umfasst, verwendet (Reuther, 2012). Diese Verwechslungsgefahr existiert in der englischsprachigen Terminologie nicht.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfBruch ==> HarnischflächeBruchHarnischfläche___132000
287KluftEine Kluft ist ein Bruch, der einen sehr geringen Versatz senkrecht zu seiner Fläche und keinen bis sehr geringen Versatz parallel dazu zeigt (nach Twiss &Moores, 2007)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfBruch ==> KluftBruchKluft___133000
288Sekundäre synthetische RiedelscherflächeEine sekundäre synthetische Riedelscherfläche ist ein untergeordneter Scherbruch, der sich bei einfacher Scherung in einem kleinen Winkel (ca. 10° bis 20°) zu einem Hauptscherbruch bildet. Bezogen auf die Hauptscherbruchfläche ist die sekundäre synthetische Riedelscherfläche symmetrisch zur Orientierung der synthetischen Riedelscherfläche (nach Twiss & Moores, 2007)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfBruch ==> Sekundäre synthetische RiedelscherflächeBruchSekundäre synthetische Riedelscherfläche___134000
289Synthetische RiedelscherflächeEine synthetische Riedelscherfläche ist ein untergeordneter Scherbruch, der sich bei einfacher Scherung in einem kleinen Winkel (ca. 10° bis 20°) zu einem Hauptscherbruch bildet (nach Twiss & Moores, 2007).Eine synthetische Riedelscherfläche ist synthetisch zum Hauptscherbruch, d.h. subparallel dazu und mit dem gleichen Schersinn. Der spitze Winkel,der von der synthetischen Riedelscherfläche und dem Hauptscherbruch gebildet wird, zeigt in die Bewegungsrichtung des Blocks mit der synthetischen Riedelscherfläche (Twiss & Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfBruch ==> Synthetische RiedelscherflächeBruchSynthetische Riedelscherfläche___135000
290DeformationsbandEin Deformationsband ist eine mm mächtige Zone, an der sich Kompaktion, Scherung und/oder Dilatation lokalisiert und die in porösen Gesteinen (z.B. Sandstein, Tuff) auftritt (nach Fossen, 2016).Je nach Kinematik lassen sich Deformationsbänder drei Endgliedern zuordnen: Scherdeformationsbänder, Dilatationsbänder und Kompaktionsbänder(Fossen, 2010).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfDeformationsbandDeformationsband____140000
291GletscherschliffEin Gletscherschliff ist eine, durch glaziale Erosion geschliffene, polierte Festgesteinsoberfläche, die glaziale Striemungen und/oder Eisfließrichtungsindikatoren (z.B. ”rat tail“) enthalten kann (nach Steinbichler et al., 2019).Der Begriff ”Gletscherschliff“ gehört auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019). Auf Deutsch wird der Begriff ”Gletscherschliff“ sowohl für eine planare Struktur (der hiermit definierte Gletscherschliff), für eine lineare Struktur (die glaziale Striemung) möglicherweise verknüpft mit einem Eisfließrichtungsindikator (wie ein ”rat tail“) als auch für eine Struktur, die Gletscherschliff und glaziale Striemung umfasst, verwendet. Diese Verwechslungsgefahr existiert in der englischsprachigen Terminologie nicht. In der hier präsentierten Definition sollte ein Gletscherschliff nur als planare Struktur verwendet werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfGletscherschliffGletscherschliff____150000
292KontaktEin Kontakt ist eine planare oder unregelmäßige Grenzfläche zwischen zwei unterschiedlichen Gesteinseinheiten, die durch sedimentäre, magmatischeund/oder tektonische Prozessen entstehen kann (nach Neuendorf et al., 2011).Ein Kontakt kann konkordant (er liegt parallel zum planaren Gefüge beider Einheiten) oder diskordant (er schneidet das planare Gefüge mindestens einerEinheit) sein.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfKontaktKontakt____160000
293DiskordanzEine Diskordanz ist eine durch Erosion oder primären Schichtausfall bedingte Oberfläche zwischen zwei Gesteinseinheiten. Diese entspricht einem Zeitsprungoder einer Diskontinuität in einer Schichtfolge (nach Martin et al., 2002).Die unterschiedlichen Arten von Diskordanzen (”disconformity“, ”nonconformity“, Winkeldiskordanz, ”paraconformity“) sind derzeit nicht unterschieden. Sie können aber im Glossar wenn nötig hinzugefügt werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfKontakt ==> DiskordanzKontaktDiskordanz___161000
294Intrusiver KontaktEin intrusiver Kontakt bezeichnet den Kontakt zwischen einem magmatischen Gestein und dessen Nebengestein (nach Twiss & Moores, 2007)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfKontakt ==> Intrusiver KontaktKontaktIntrusiver Kontakt___162000
295Tektonischer KontaktEin tektonischer Kontakt ist der Kontakt zweier Einheiten, die gegeneinander bewegt wurden (nach Twiss & Moores, 2007).Ein tektonischer Kontakt kann nicht nur eine Fläche zwischen zwei Gesteinseinheiten in einem Aufschluss sein, sondern auch ein deformiertesGesteinsvolumen bezeichnen. In diesem Fall werden drei mögliche Methoden empfohlen, um die Orientierung des tektonischen Kontakts zu beschreiben: (1) die Oberfläche des deformierten Gesteinsvolums wird lokal eingemessen; (2) eine fiktive Ebene, die der mittlernen Orientierung desdeformierten Gesteinsvolums entspricht wird eingemessen; (3) die Orientierung einer fiktiven Ebene aus drei Punkten (mit Koordinaten und Höhe) entlang des tektonischen Kontaktes wird berechnet (z.B. mit einer geologischen Karte und einem digitalen Höhenmodel, vgl. Tearpock & Bischke,2010).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfKontakt ==> Tektonischer KontaktKontaktTektonischer Kontakt___163000
296ScherzoneEine Scherzone ist ein tektonischer Kontakt, der als planare, oft breite Zone lokalisierter, relativ intensiver und kontinuierlicher, nicht-koaxialer Deformationauftritt. Im weiteren Sinne ist eine Scherzone auch ein tektonischer Kontakt, an dem die dominanten Deformationsmechanismen duktil sind. Diese umfassen dynamische Rekristallisation, Diffusionsstoffaustausch, Versetzungskriechenund/oder Korngrenzengleiten (nach Hintersberger at al., 2017).Der Begriff ”Scherzone“ gehört zur Klassifikation tektonischer Grenzflächen (Hintersberger at al., 2017). In der Englischsprachigen Literatur werden die Begriffe ”Störung“ und ”Scherzone“ oft synonym, d.h. ohne Differenzierung des kontinuierlichen Aspekts der Deformation und der Deformationsmechanismen verwendet. Die eindeutige Zuordnung, ob ein tektonischer Kontakt eine (spröde) Störung oder eine (duktile) Scherzone ist, kann aus den folgenden Gründen Schwierigkeiten bereiten: (1) Scherzonen benötigen einen Vorläufer, entweder eine lithologische Heterogenität oder eine spröde Störung um sich zu lokalisieren (Pennacchioni & Mancktelow, 2018). Scherzonen können daher als spröde Störungen beginnen. (2) Anzeigerfür spröde und duktile Deformationsmechanismen können am gleichen tektonischen Kontakt auftreten. Zum Beispiel kann die Deformation in einem verformten Granit durch sprödes Zerbrechen von Feldspat und dynamische Rekristallisation von Quarz aufgenommen werden (Handy et al., 1999). (3) Duktile Scherzonen können während einem nachfolgenden tektonischen Event als spröde Störungen reaktiviert werden und umgekehrt. (4) Während eines seismischen Zyklus können sich, in Perioden langsamer Bewegung, duktile Mikrostrukturen bilden, wohingegen es während eines Erdbebens zur Bildung spröder Mikrostrukturen kommen kann (Trepmann & Seybold, 2018). Eine genaue Charakterisierung der dominanten Deformationsmechanismen, die den Großteil der Deformation in einem tektonischen Kontakt aufnehmen, ist daher essentiell. Im Zweifelsfallsollte der hierarchisch höhere Begriff ”Tektonischer Kontakt“ verwendet werden. Der Begriff ”Scherzone“ ist unabhängig des betrachteten Maßstabs, d.h. eine Scherzone kann sowohl für die Deformation in einem Aufschluss, als auch in der Lithosphäre relevant sein.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfKontakt ==> Tektonischer Kontakt ==> ScherzoneKontaktTektonischer KontaktScherzone__163100
297Scherzone mit FiederspaltenEine Scherzone mit Fiederspalten ist eine Scherzone, die gestaffelt angeordnete Adern enthält. Diese Adern bilden sich als Füllung von Extensionsbrüchen, die ungefähr orthogonal auf die instantane Streckungsrichtung stehen. Durch fortschreitende Deformation rotieren die Adern, während die Spitzen der Brüche in Richtung der instantanen Verkürzungsrichtung propagieren. Dadurchkönnen diese eine sigmoidale Form annehmen (nach Twiss & Moores, 2007).Der Deformationsmechanismus in der Scherzone ist duktil (Lösungsprozesse), während die Öffnung der Klüfte unter spröden Bedingungen erfolgt. Dasgelöste Material wird über Fluide transportiert und in den Klüften ausgefällt.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfKontakt ==> Tektonischer Kontakt ==> Scherzone ==> Scherzone mit FiederspaltenKontaktTektonischer KontaktScherzoneScherzone mit Fiederspalten_163110
298StörungEine Störung ist ein tektonischer Kontakt, der zwischen zwei Gesteinseinheiten mit paralleler Bewegung als diskrete, planare Grenzfläche mit diskontinuierlicherDeformation auftritt. Im weiteren Sinne, ist eine Störung auch ein tektonischer Kontakt, in dem die dominanten Deformationsmechanismen spröd sind. Diese umfassen Zerbrechen, friktionelles Gleiten und/oder Kataklase mit zusätzlichem Diffusionsstoffaustausch (nach Hintersberger et al., 2017).Der Begriff ”Störung“ gehört auch zur Klassifikation tektonischer Grenzflächen (Hintersberger at al., 2017). In der Englischsprachigen Literatur werden die Begriffe ”Störung“ und ”Scherzone“ oft synonym, d.h. ohne Differenzierung des kontinuierlichen Aspekts der Deformation und der Deformationsmechanismen verwendet. Die eindeutige Zuordnung, ob ein tektonischer Kontakt eine (spröde) Störung oder eine (duktile) Scherzone ist, kann aus den folgenden Gründen Schwierigkeiten bereiten: (1) Scherzonen benötigen einen Vorläufer, entweder eine lithologische Heterogenität oder eine spröde Störung um sich zu lokalisieren (Pennacchioni & Mancktelow, 2018). Scherzonen können daher als spröde Störungen beginnen. (2) Anzeigerfür spröde und duktile Deformationsmechanismen können am gleichen tektonischen Kontakt auftreten. Zum Beispiel kann die Deformation in einem verformten Granit durch sprödes Zerbrechen von Feldspat und dynamische Rekristallisation von Quarz aufgenommen werden (Handy et al., 1999). (3) Duktile Scherzonen können während einem nachfolgenden tektonischen Event als spröde Störungen reaktiviert werden und umgekehrt. (4) Während eines seismischen Zyklus können sich, in Perioden langsamer Bewegung, duktile Mikrostrukturen bilden, wohingegen es während eines Erdbebens zur Bildung spröder Mikrostrukturen kommen kann (Trepmann & Seybold, 2018). Eine genaue Charakterisierung der dominanten Deformationsmechanismen, die den Großteil der Deformation in einem tektonischen Kontakt aufnehmen, ist daher essentiell. Im Zweifelsfallsollte der hierarchisch höhere Begriff ”Tektonischer Kontakt“ verwendet werden. Der Begriff ”Störung“ ist unabhängig des betrachteten Maßstabs, d.h. eine Störung kann sowohl für die Deformation in einem Aufschluss, als auch in der Lithosphäre relevant sein.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfKontakt ==> Tektonischer Kontakt ==> StörungKontaktTektonischer KontaktStörung__164000
299Planares GefügeEin planares Gefüge ist ein Set planarer Strukturen, die mesoskopisch beobachtbar, penetrativ und wiederholt in einem Gesteinsvolumen ausgebildet sind (nach Passchier & Trouw, 2005).Gemäß Konvention kann die Penetrativität und das wiederholte Auftreten einer planaren Struktur mesoskopisch (d.h. ohne Mikroskop) im Maßstabeiner Probe oder eines Aufschlusses, bestimmt werden. Daraus folgt, dass ein einzelnes Scherband nicht als Teil eines planaren Gefüges gelten kann und mehrere Störungen mit ähnlicher Orientierung, die sich entlang eines Kilometerlangen Profils wiederholen, nicht als Gefüge bezeichnet werden können. Jedoch wird eine große Anzahl an parallelen Schieferungsflächen innerhalb von ein paar Zentimetern oder Dezimetern als Teil eines planaren Gefüges angesprochen. Der Begriff ”Foliation“ wird manchmal synonym zu einem planaren Gefüge verwendet (vgl. Passchier & Trouw, 2005). Es wird hier jedoch empfohlen, Foliation nur für die Beschreibung eines sekundären planaren Gefüges zu verwenden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares GefügePlanares Gefüge____170000
300Primäres planares GefügeEin primäres planares Gefüge ist ein planares Gefüge, welches durch den ursprünglichen Gesteinsbildungsprozess (sedimentär oder magmatisch), also noch vor einer Überprägung durch Deformation oder Metamorphose, entsteht (nach Passchier & Trouw, 2005). Es definiert sich durch eine Abfolge tafeliger Einheiten, welche deutliche Variationen der mineralogischen, chemischen und/oder (mikro-)strukturellen Eigenschaften zeigen (nach Neuendorfet al., 2011)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Primäres planares GefügePlanares GefügePrimäres planares Gefüge___171000
301Magmatischer LagenbauEin magmatischer Lagenbau ist ein primäres planares Gefüge, das aus Prozessen hervorgeht, die in einem Magma oder einer Lava wirken (nach Concept Definition Task Group of IUGS CGI Interoperability Working Group, 2012).Gemäß Konvention werden Migmatite als metamorphe Gesteine und nicht als magmatische Gesteine betrachtet (Fettes & Desmons, 2007). Der Begriff”magmatischer Lagenbau“ sollte deshalb nicht verwendet werden, um das planare Gefüge eines Migmatits zu charakterisieren.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Primäres planares Gefüge ==> Magmatischer LagenbauPlanares GefügePrimäres planares GefügeMagmatischer Lagenbau__171100
302Sedimentärer LagenbauEin sedimentärer Lagenbau ist ein primäres planares Gefüge, welches aufeinanderfolgende Lagen in einem geschichteten sedimentären Gestein sichtbar vonüber- und unterlagernden Schichten trennt (nach Neuendorf et al., 2011). Die Lagen sind an Diskontinuitäten gebunden, welche mit Ereignissen in ihrer Ablagerungsgeschichte, wie z.B. Sedimentationswechsel oder Korngrößenwechsel, zusammenhängen (nach Concept Definition Task Group ofIUGS CGI Interoperability Working Group, 2012)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Primäres planares Gefüge ==> Sedimentärer LagenbauPlanares GefügePrimäres planares GefügeSedimentärer Lagenbau__171200
303LaminationLaminationen sind typischerweise in Schiefertonen, Siltsteinen, feinkörnigen Sandsteinen oder Karbonatgesteinen (z.B. bituminöse Gesteine, Algendolomite,Stromatolithe) ausgebildet._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Primäres planares Gefüge ==> Sedimentärer Lagenbau ==> LaminationPlanares GefügePrimäres planares GefügeSedimentärer LagenbauLamination_171210
304SchräglaminationEine Schräglamination ist eine Lamination mit schräg zum gesamten sedimentären Lagenbau verlaufenden Laminae (nach Reineck, 1984)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Primäres planares Gefüge ==> Sedimentärer Lagenbau ==> Lamination ==> SchräglaminationPlanares GefügePrimäres planares GefügeSedimentärer LagenbauLaminationSchräglamination171211
305SchichtungSchichtung ist ein sedimentärer Lagenbau mit Schichten in Abständen von mehr als 1 cm (nach Neuendorf et al., 2011)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Primäres planares Gefüge ==> Sedimentärer Lagenbau ==> SchichtungPlanares GefügePrimäres planares GefügeSedimentärer LagenbauSchichtung_171220
306SchrägschichtungEine Schrägschichtung ist eine Schichtung mit schräg zum gesamten sedimentären Lagenbau verlaufenden Schichten (nach Reineck, 1984)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Primäres planares Gefüge ==> Sedimentärer Lagenbau ==> Schichtung ==> SchrägschichtungPlanares GefügePrimäres planares GefügeSedimentärer LagenbauSchichtungSchrägschichtung171221
307Sekundäres planares GefügeEin sekundäres planares Gefüge ist ein planares Gefüge, das im festen Aggregatszustand eines Gesteins, oder in einem partiell geschmolzenen Migmatit, durch Deformation und/oder metamorphe Prozesse gebildet wird (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Sekundäres planares GefügePlanares GefügeSekundäres planares Gefüge___172000
308FoliationEine Foliation ist ein sekundäres planares Gefüge, das durch die Einregelung von subparallelen, planaren Mineralaggregaten, welche deutliche Variationen der mineralogischen, chemischen und/oder (mikro-)strukturellen Eigenschaften zeigen, definiert wird.Der Begriff ”Foliation“ wird manchmal als Synonym eines planaren Gefüges verwendet (vgl. Passchier & Trouw, 2005). Es wird jedoch empfohlen, Foliation als Typ eines sekundären Gefüges zu verwenden. Die hier vorgeschlagene Definition der Foliation ist ähnlich der ”gneissic foliation“ (oder ”gneissosity“), die in der englischsprachigen Terminologie verwendet wird (vgl. Twiss & Moores, 2007). Die Definition wurde aber um das sekundäre planare Gefüge erweitert, das sich durch Deformation und metamorphe Differentiation (metamorpher Lagenbau) oder Parallelisierung eines alten planaren Gefüges in ein neues (z.B. durch isoklinale Faltung oder intensive Scherung) bildet. Der Begriff ”Foliation“ sollte verwendet werden, um dassekundäre planare Gefüge eines Marmors oder eines Quarzits zu beschreiben, wenn dieses planare Gefüge einem ursprünglichen sedimentären Lagenbau entspricht (z.B. Lagen mit unterschiedlichen Farben und/oder mineralogischen Inhalt). Der Begriff ”Foliation“ sollte auch verwendet werden,um das sekundäre planare Gefüge eines Paragneises, Orthogneises, Amphibolits und Eklogits zu beschreiben, solange das planare Gefüge von Mineralaggregaten gebildet wird. Wenn das planare Gefüge durch die bevorzugte Orientierung von nicht-isometrischen Mineralkörnern definiert ist(vor allem in ultramylonitischen Gesteinen), sollte der Begriff ”Schieferung“ verwendet werden. In einem Gestein kann gleichzeitig sowohl eine Schieferung als auch eine Foliation ausgebildet sein. Dies ist in einem unreinen Marmor mit abwechselnden Kalzit- /Dolomit-dominierten Lagen (die eine Foliation definieren) und dünnen Glimmerschieferlagen (mit einer von Schichtsilikaten definierten Schieferung) möglich. In diesem Fall wird empfohlen die beiden planaren Gefüge separat (d.h. als Schieferung und Foliation) einzumessen und zu beschreiben, oder auf den übergeordneten Begriff ”Sekundäres planares Gefüge“ auszuweichen.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Sekundäres planares Gefüge ==> FoliationPlanares GefügeSekundäres planares GefügeFoliation__172100
309SchieferungEine Schieferung ist ein sekundäres planares Gefüge, das durch die bevorzugte Orientierung von nicht-isometrischen (tafeligen oder prismatischen) Mineralkörnern wie z.B. Glimmer, Chlorit, Quarz und Kalzit definiert wird (nach Passchier & Trouw, 2005).Im Vergleich zur originellen (sic) Definition von Passchier & Trouw (2005), betrachtet die hier gegebene Definition nicht die Korngröße der Minerale, die das sekundäre planare Gefüge bilden. Die Körner können mit dem freien Auge erkennbar oder nicht erkennbar sein. Der Begriff ”Schieferung“ beinhaltet deshalb die Begriffe ”slaty cleavage“ und ”phyllitic cleavage“, die in der englischsprachigen Terminologie verwendet werden (vgl. Twiss & Moores, 2007). Zusätzlich wird hier der Begriff ”cleavage“ als Teil des Begriffes ”Schieferung“ betrachtet. Wenn das planare Gefüge in einem homogenen und reinen ultramylonitischen Kalzit-Marmor (bzw. Quarzit) von der bevorzugten Orientierung der Kalzit- (bzw. Quartz-) Körner gebildet wird, sollte der Begriff ”Schieferung“ verwendet werden. In einem Gestein kann gleichzeitig sowohl eine Schieferung als auch eine Foliation ausgebildet sein. Dies istin einem unreinen Marmor mit abwechselnden Kalzit-/Dolomit-dominierten Lagen (die eine Foliation definieren) und dünnen Glimmerschieferlagen (mit einer von Schichtsilikate definierten Schieferung) möglich. In diesem Fall wird empfohlen die beiden planaren Gefüge separat (d.h. als Schieferung und Foliation) einzumessen und zu beschreiben, oder auf den übergeordneten Begriff ”Sekundäres planares Gefüge“ auszuweichen.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Sekundäres planares Gefüge ==> SchieferungPlanares GefügeSekundäres planares GefügeSchieferung__172200
310AchsenflächenschieferungEine Achsenflächenschieferung ist eine Schieferung, die ungefähr parallel zur Achsenfläche einer Falte orientiert ist (nach Passchier & Trouw, 2005).Die Achsenflächenschieferung bildet häufig einen Fächer, wobei sich die Orientierung der Achsenflächenschieferung meist kontinuierlich von der einen zu anderen Faltenflanke ändert und sie nur zu den Achsenflächen der Faltenscharniere parallel verläuft (Reuther, 2012).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Sekundäres planares Gefüge ==> Schieferung ==> AchsenflächenschieferungPlanares GefügeSekundäres planares GefügeSchieferungAchsenflächenschieferung_172210
311Disjunktive SchieferungEine disjunktive Schieferung ist eine weitständige Schieferung, die keine Faltenscharniere zwischen den Schieferungsflächen aufweist (nach Passchier &Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Sekundäres planares Gefüge ==> Schieferung ==> Disjunktive SchieferungPlanares GefügeSekundäres planares GefügeSchieferungDisjunktive Schieferung_172220
312KrenulationsschieferungEine Krenulationsschieferung ist eine weitständige Schieferung, die sich parallel zu den Achsenflächen der Mikrofalten eines älteren und verfalteten planarenGefüges bildet (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Sekundäres planares Gefüge ==> Schieferung ==> KrenulationsschieferungPlanares GefügeSekundäres planares GefügeSchieferungKrenulationsschieferung_172230
313Stylolithisches planares GefügeEin stylolithisches planares Gefüge ist ein weitständiges, sekundäres planares Gefüge, das durch unregelmäßige, meist gezackte Oberflächen im Gestein, definiert wird. Diese Oberflächen entstehen durch lokalen Materialverlustin Verbindung mit Drucklösung (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfPlanares Gefüge ==> Sekundäres planares Gefüge ==> Stylolithisches planares GefügePlanares GefügeSekundäres planares GefügeStylolithisches planares Gefüge__172300
314ScherbandEin Scherband ist eine untergeordnete, dünne planare Zone intensiver und lokalisierter, nichtkoaxialer Deformation (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfScherbandScherband____180000
315C-Typ ScherbandEin C-Typ Scherband bezeichnet ein eng begrenztes und gerades (d.h. nicht-anastomisierendes) Scherband, das sich parallel zur Begrenzung der Scherzone entwickelt (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfScherband ==> C-Typ ScherbandScherbandC-Typ Scherband___181000
316C'-Typ ScherbandEin C'-Typ Scherband ist ein eng begrenztes, gekurvtes und anastomosierendes Scherband, das mit der Begrenzung der Scherzone einen Winkel bildet und in die Bewegungsrichtung einfällt (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfScherband ==> C'-Typ ScherbandScherbandC'-Typ Scherband___182000

Untenstehend finden Sie eine hierarchische Liste aller linearer Strukturen, welche im Hierarchischen Glossar der Geologischen Bundesanstalt veröffentlicht sind. Sämtliche Begriffe finden sich auch im Online-Thesaurus der GBA.

Zitiervorschlag: Huet, B., Reiser, M. & Grasemann, B. (2020): Hierarchisches Glossar planarer, linearer Strukturen und Bewegungsrichtungs-indikatoren. Hierarchical glossary for planar, linear structures and transport direction indicators. – Berichte der Geologischen Bundesanstalt, 138, 57 S., Wien

Dateneingabe und technische Umsetzung: Markus Palzer-Khomenko

IDlineare_StrukturDefinitionAnwendungshinweisQuelleHierarchieEbene_1Ebene_2Ebene_3Ebene_4Ebene_5Sortierung
317Lineare StrukturEine lineare Struktur ist eine eindimensionale geologische Struktur, d.h. eine linienartige, unterscheidbare geometrische Form in einem Gestein (nach Passchier & Trouw, 2005).Auch wenn eine lineare Struktur strenggenommen keine gerade Linie ist und Teil einer komplexen Kurve sein kann, ist sie lokal als Linie darstellbar und kann daher mit einem geologischen Kompass eingemessen werden. Gemäß Konvention, wird die Clar-Notation in der Geologischen Bundesanstalt verwendet. Die Orientierung einer linearen Struktur wird mit Abtauchrichtung (ein Winkel zwischen 0° und 360°, im Uhrzeigersinn nach Nord zunehmend) und Abtauchwinkel (einWinkel zwischen 0° und 90°, zunehmend von horizontal bis vertikal) charakterisiert. Zum Beispiel, 180/15 entspricht einer Abtauchrichtung von 180° (d.h. nach S¨ud) und einem Abtauchwinkel von 15°.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfLineare Struktur_____1000
318BoudinachseEine Boudinachse ist die Linie, die zwei Boudins voneinander trennt. Boudins sind lineare Segmente einer Schicht, die durch Extension auseinandergezogen wurden (nach Twiss & Moores, 2007)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfBoudinachseBoudinachse____1100
319FaltenachseEine Faltenachse ist eine gedachte Linie, die durch die Punkte der größten Krümmung einer einzelnen, verfalteten planaren Struktur definiert ist (nach Neuendorf et al., 2011)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfFaltenachseFaltenachse____1200
320RutschfaltenachseEine Rutschfaltenachse ist eine gedachte Linie, die durch die Punkte der größten Krümmung einer einzelnen sedimentären Lage in gravitativ deformierten, weichen Sedimenten definiert ist (nach Neuendorf et al., 2011; Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfFaltenachse ==> RutschfaltenachseFaltenachseRutschfaltenachse___1210
321FluteEin ”flute“ ist ein symmetrischer, elongierter, stromlinienförmiger Wall, der aus subglazialen Ablagerungen aufgebaut und parallel zur Eisfließrichtung orientiert ist (nach Benn & Evans, 2010; Steinbichler et al., 2019).Der Begriff ”flute“ geh¨ort auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfFluteFlute____1300
322GeschiebelängsachseneinregelungEine Geschiebelängsachseneinregelung entspricht der bevorzugten Orientierung der Längsachsen von Geschieben in einer Grundmoräne (nach Hicock et al., 1996). Die Einregelung wird als parallel zur Eisfließrichtung angesehen (nach Benn & Evans, 2010)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfGeschiebelängsachseneinregelungGeschiebelängsachseneinregelung____1400
323Glaziale StriemungEine glaziale Striemung beschreibt eine Serie von langen und parallelen Rillen oder Furchen, die durch glaziale Erosion auf Festgesteinsoberflächen entstehen und parallel zur Eisfließrichtung orientiert sind (nach Benn & Evans, 2010; Steinbichler et al., 2019).Der Begriff “glaziale Striemung“ gehört auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfGlaziale StriemungGlaziale Striemung____1500
324HarnischstriemungEine Harnischstriemung ist ein deutlich ausgeprägtes, lineares Element auf einer Harnischfläche, welches parallel zur Bewegungsrichtung orientiert ist (nach Twiss & Moores, 2007).Der Begriff ”Harnischstriemung“ umfasst (1) gelängte, parallele Rillen, oder Rutschstriemen, die durch harte Unebenheiten im jeweilig gegen überliegenden Störungsblock verursacht werden; (2) Grate und Rillen, die durch lineare Unregelmäßigkeiten in der Harnischfläche verursacht werden; (3) Spitzen eines Schrägstyloliths; (4) Riefen, die durch Abrasion und Abschleifen von Mineralkörnern, weichen Unebenheiten oder einer Ansammlung von Störungsletten hinter einer harten Unebenheit entstehen; (5) Mineralfasern (engl. Slickenfibers) die hinterUnebenheiten in der Harnischflächewachsen (Twiss & Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfHarnischstriemungHarnischstriemung____1600
325LineationEine Lineation ist ein lineares Gefüge, d.h. ein Set von mesoskopisch beobachtbaren linearen Strukturen, die penetrativ und wiederholt in einem Gesteinsvolumen vorkommen (nach Passchier & Trouw, 2005).Gemäß Konvention, kann die Penetrativität und das Wiederholte Auftreten einer linearen Struktur mesoskopisch (d.h. ohne Mikroskop), im Maßstab einer Probe oder eines Aufschlusses, bestimmt werden. Striemung und Mineralfasern werden deshalb nicht als Lineation bezeichnet, da diese im mesoskopischen Maßstab nicht penetrativ auftreten.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfLineationLineation____1700
326IntersektionslineationEine Intersektionslineation ist eine Lineation, die durch die Intersektion zweier planarer Gefüge entsteht. Typischerweise handelt es sich dabei um die Intersektion zwischen einem sedimentären Lagenbau und einemsekundären planaren Gefüge (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfLineation ==> IntersektionslineationLineationIntersektionslineation___1710
327KrenulationslineationEine Krenulationslineation ist eine Lineation, die durch die Faltenscharnierlinien von Falten mit einer Amplitude kleiner als 1 cm definiert ist. Diese Mikrofalten überprägen ein präexistierendes, kontinuierliches planares Gefüge (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfLineation ==> KrenulationslineationLineationKrenulationslineation___1720
328MinerallineationEine Minerallineation ist eine Lineation, die durch die bevorzugte Orientierung von euhedralen oder subhedralen Mineralkörnern mit einem prismatischen, gelängten Kristallhabitus (z. B. Amphibol, Turmalin,Kyanit, Staurolith) gebildet wird (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfLineation ==> MinerallineationLineationMinerallineation___1730
329StreckungslineationEine Streckungslineation ist eine Lineation, die durch deformierte, gestreckte Minerale mit typischerweise gleichförmigen Kornformen (wie z.B. Quarz), oder durch lineare Aggregate von gleichförmigen Mineralformen gebildet wird (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfLineation ==> StreckungslineationLineationStreckungslineation___1740
330StrömungslineationEine Strömungslineation ist eine Lineation, die sich auf Schichtoberflächen als wechselnde Abfolge von Rippen und Hohlformen, parallel zur Strömungsrichtung bildet (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfLineation ==> StrömungslineationLineationStrömungslineation___1750
331MineralfaserEine Mineralfaser ist ein stark gelängter Kristall, der in einer Dilatationszone, z.B. in einer Ader, gewachsen ist (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfMineralfaserMineralfaser____1800
332RinneEine Rinne entspricht der Längsachse eines aktiven, verlassenen oder begrabenen Wasserlaufs, der mit klastischen Sedimenten aus Kies und Sand gefüllt sein kann (nach Neuendorf et al, 2011).Der Begriff ”Rinne“ ist maßstabunabhängig, er kann von kleinen Strukturen, mit wenigen cm im Profil, bis hin zu großen Fluss- oder Gezeitensystemen angewendet werden (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfRinneRinne____1900
333Stylolithischer ZahnEin stylolithischer Zahn ist eine zahnartige Säule die sich, parallel zur relativen Bewegungsrichtung, durch Drucklösung in einem stylolithischen planaren Gefüge bildet (nach Twiss & Moores, 2007).Es wird angenommen, dass die Stylolithische Zähne parallel zur maximalen Hauptspannungsachse wachsen. Sie werden daher auch als Indikator für Paläospannungsachsen verwendet.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStylolithischer ZahnStylolithischer Zahn____2000
334Symmetrische AusspülungsmarkeEine symmetrische Ausspülungsmarke ist eine lineare, symmetrische Sedimentstruktur, die durch strömungsbedingte Erosion einer Sedimentoberfläche durch darüber fließendes Wasser entsteht. In der weichen, kohäsiven Oberfläche des meist pelitischen Sediments bilden sich längliche, strömungsparallele Vertiefungen (nach Reineck & Singh, 1973).Erosion und Transport erfolgt dabei nicht in Form von einzelnen Körnern, sondern als Sedimentfetzen oder -späne die herauserodiert und abtransportiert werden (Reineck & Singh, 1973). Symmetrische Ausspülungsmarken sind meist als Ausfüllungen an der Basis einer überlagernden sandigen Schicht erhalten (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSymmetrische AusspülungsmarkeSymmetrische Ausspülungsmarke____2100
335Flute rill markEine ”flute rill mark“ ist eine symmetrische Ausspülungsmarke, die aus schmalen, aber durchgängigen, leicht mäandrierenden Ausspülungsstrukturen, parallel zur Strömungsrichtung, besteht (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSymmetrische Ausspülungsmarke ==> Flute rill markSymmetrische AusspülungsmarkeFlute rill mark___2110
336Furchen und RippenFurchen und Rippen sind eine symmetrische Ausspülungsmarke, die aus mehreren durchgängigen und nahe beieinanderliegenden Rippen und Furchen besteht, die parallel zur Strömung orientiert sind (nach Reineck &Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSymmetrische Ausspülungsmarke ==> Furchen und RippenSymmetrische AusspülungsmarkeFurchen und Rippen___2120
337Symmetrische GegenstandsmarkeEine symmetrische Gegenstandsmarke ist eine lineare, symmetrische Sedimentstruktur, die von einem, in der Strömung bewegten, Objekt (oder Gegenstand) beim Kontakt mit der Sedimentoberfläche erzeugt wurde (nach Reineck & Singh, 1973).Symmetrische Gegenstandsmarken sind meist als Ausfüllungen an der Basis einer überlagernden sandigen Schicht erhalten (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSymmetrische GegenstandsmarkeSymmetrische Gegenstandsmarke____2200
338HüpfmarkeEine Hüpfmarke ist eine symmetrische Gegenstandsmarke eines Objekts, das, durch springenden Transport in der Strömung mehrfachen Kontakt mit der Sedimentoberfläche hat und dabei, meist in regelmäßigem Abstand, Abdrücke hinterlässt (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSymmetrische Gegenstandsmarke ==> HüpfmarkeSymmetrische GegenstandsmarkeHüpfmarke___2210
339PrallmarkeEine Prallmarke ist eine symmetrische Gegenstandsmarke eines Objekts, das sich der Sedimentoberfläche in einem flachen Winkel annähert und wieder davon abprallt. Der Abdruck zeigt dabei eine mehr oder wenigersymmetrische Vertiefung, die sowohl in, als auch entgegen der Strömungsrichtung flach ausläuft (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSymmetrische Gegenstandsmarke ==> PrallmarkeSymmetrische GegenstandsmarkePrallmarke___2220
340RollmarkeEine Rollmarke ist eine symmetrische Gegenstandsmarke eines Objekts, das über eine Sedimentoberfläche rollt und dabei eine durchgehende, strömungsparallele Spur hinterlässt (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSymmetrische Gegenstandsmarke ==> RollmarkeSymmetrische GegenstandsmarkeRollmarke___2230
341WhalebackEin ”whaleback“ ist ein mehr oder weniger stromlinienförmiger, symmetrischer Felshöcker, der durch glaziale Erosion modelliert wurde und poliert oder gekritzt sein kann (nach Benn & Evans, 2010; Steinbichler et al., 2019).Der Begriff ”whaleback“ gehört auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfWhalebackWhaleback____2300

Untenstehend finden Sie eine hierarchische Liste aller Bewegungsrichtungsindikatoren, welche im Hierarchischen Glossar der Geologischen Bundesanstalt veröffentlicht sind. Sämtliche Begriffe finden sich auch im Online-Thesaurus der GBA.

Zitiervorschlag: Huet, B., Reiser, M. & Grasemann, B. (2020): Hierarchisches Glossar planarer, linearer Strukturen und Bewegungsrichtungs-indikatoren. Hierarchical glossary for planar, linear structures and transport direction indicators. – Berichte der Geologischen Bundesanstalt, 138, 57 S., Wien

Dateneingabe und technische Umsetzung: Markus Palzer-Khomenko

IDBewegungsrichtungsindikatorDefinitionAnwendungshinweisQuelleHierarchieEbene_1Ebene_2Ebene_3Ebene_4Ebene_5Sortierung
342BewegungsrichtungsindikatorenEin Bewegungsrichtungsindikator ist eine Struktur, die auf einer Gesteinsoberfläche oder in einem (Locker-)Gestein auftritt und die zur Bestimmung der Bewegungsrichtung von Masse (Eis, Gestein, Wasser, Luft) verwendet werden kann.Ein Bewegungsrichtungsindikator ist immer mit einer planaren Struktur (z.B. ein sekundäres planares Gefüge oder die Erdoberfläche) als Bezugsebene verknüpft. Wenn der Bewegungsrichtungsindikator nicht selbst eine lineare Struktur (z.B. ein Rundhöcker) ist, so ist prinzipiell eine lineare Struktur (z.B. eine Streckungslineation) als Bezugsachse für eine eindeutige Bestimmung der Bewegungsrichtung anzugeben. In der gedachten Ebene, im rechten Winkel zur Bezugsebene und parallel zur Bezugsachse, ist ein Bewegungsrichtungsindikator entweder asymmetrisch oder hat eine monokline Symmetrie. Die Beobachtung eines einzelnen Bewegungsrichtungsindikators lässt vorrangig Rückschlüsse auf lokale Transport- oder Bewegungsrichtungen zu. Diese lokalen Beobachtungen können von regionalen Bewegungsrichtungen abweichen, daher ist zur Ableitung regionaler Bewegungsmuster die flächige Verteilung mehrerer Beobachtungen erforderlich. Geeignete Bewegungsrichtungsindikatoren erfüllen folgende Kriterien: (1) einigermaßen häufiges Auftreten; (2) hohes Erhaltungspotential über geologische Zeiträume hinweg; (3) einfach zu identifizieren und zu messen; und (4) eindeutig zu interpretieren.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfBewegungsrichtungsindikatoren_____10000
343EisfließrichtungsindikatorEin Eisfließrichtungsindikator ist eine asymmetrische Struktur, die in glazialen Ablagerungen oder auf der Festgesteinsoberfläche auftritt und die zur Bestimmung der Fließrichtung eines Gletschers verwendet werden kann._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfEisfließrichtungsindikatorEisfließrichtungsindikator____11000
344DrumlinEin ”drumlin“ ist ein asymmetrischer, stromlinienförmiger Wall mit ovalem Grundriss, der aus subglazialen Ablagerungen aufgebaut ist (nach Benn & Evans, 2010; Steinbichler et al., 2019).Der Begriff ”drumlin“ gehört auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019).Die Eisfließrichtung wird mit der Asymmetrie eines ”drumlins“ bestimmt. Üblicherweise ist die demEisfluss zugerichtete Seite (Luv) steiler und die im Eisfluss orientierteSeite (Lee) ist flacher (Benn & Evans, 2010).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfEisfließrichtungsindikator ==> DrumlinEisfließrichtungsindikatorDrumlin___11100
345MuschelbruchEin Muschelbruch ist eine, durch subglaziale Erosion entstandene, sichel- oder muschelförmige Bruch-Hohlform in der Festgesteinsoberfläche. Die offene oder konkave Seite des Bruchs zeigt dabei in Richtung des Eisflusses (nach Benn & Evans, 2010; Steinbichler et al., 2019)Der Begriff ”Muschelbruch“ gehört auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfEisfließrichtungsindikator ==> MuschelbruchEisfließrichtungsindikatorMuschelbruch___11200
346Rat tailEin ”rat tail“ ist eine kleine, langgezogene Erhebung auf einer Festgesteinsoberfläche die, geschützt vor glazialer Erosion, hinter kompetenterem Material ausgebildet wird (nach Benn & Evans, 2010; Steinbichler et al., 2019).Der Begriff ”rat tail“ geh¨ort auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfEisfließrichtungsindikator ==> Rat tailEisfließrichtungsindikatorRat tail___11300
347RundhöckerEin Rundhöcker ist ein mehr oder weniger stromlinienförmiger, asymmetrischer Felshöcker, der durch glaziale Erosion modelliert wurde und poliert oder gekritzt sein kann. Die dem Eisfluss zugerichtete Seite (Luv) ist steil und die im Eisfluss orientierte Seite (Lee) ist flach (nach Benn & Evans, 2010; Steinbichler et al., 2019).Der Begriff ”Rundhöcker“ gehört auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfEisfließrichtungsindikator ==> RundhöckerEisfließrichtungsindikatorRundhöcker___11400
348SchersinnindikatorEin Schersinnindikator ist eine Struktur mit monoklinaler Symmetrie, die zur Bestimmung des Schersinns (bzw. der Kinematik) einer Störung oder Scherzone verwendet werden kann (nach Passchier & Trouw, 2005).Zur Bestimmung des Schersinns sollten die Schersinnindikatoren in einer Ebene parallel zur Lineation und senkrecht auf das sekundäre planare Gefüge (XZ-Schnitt) betrachtet werden (Passchier & Coelho, 2006). Die Kinematik kann mit den Begriffen normal, invers, dextral und sinistral, oder mit der Angabe der Bewegungsrichtung des Hangendblocks (Top-nach-Bewegungsrichtung, z.B. ”Top-nach-WNW“) beschrieben werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikatorSchersinnindikator____12000
349AbrisskanteEine Abrisskante ist eine morphologische Stufe auf einer Harnischfläche. Diese Stufe bildet sich während der Bruchfortpflanzung. Auf Harnischflächen wachsen Faserkristalle in einem flachenWinkel zur Bruchoberfläche und reißen entweder längs zu den Fasern oder in einem steilenWinkel dazu ab. Die daraus resultierenden Stufen der Faserkristalle zeigen in die Richtung der Relativbewegung des fehlenden Blocks (nach Twiss&Moores, 2007).Kleine Stufen (auch Rattermarken genannt), die in Verbindung mit sekundären Brüchen (z.B. Riedelscherflächen) gebildet wurden, zeigen meist in die, dem fehlenden Block entgegengesetzte Richtung. Da die Bewegungsrichtungen genau entgegengesetzt sind, ist es wichtig festzustellen, ob die Abrisskanten mit Faserkristallen oder mit Sekundärbrüchen assoziiert sind.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> AbrisskanteSchersinnindikatorAbrisskante___12100
350Anordnung von verf. und boud. planaren ElementenAnordnung von verfalteten und boudinierten planaren Elementen: Das Verhalten planarer Elemente (z.B. eine Ader oder ein planares Gefüge) die progressiv deformiertwerden (verfaltet, boudiniert oder beides), ist abhängig von deren ursprünglicher Orientierung zum Verkürzungsoder Extensionsquadrant während der Überprägung. Diese Orientierung bestimmt, ob das planare Element bei der Deformation verkürzt (verfaltet) oder gestreckt (boudiniert) wird. Die Anordnung von verfalteten und boudinierten (bzw. boudinierten und verfalteten) planaren Elementen kann daher zur Bestimmung des Schersinns verwendetwerden (nach Passchier & Coelho, 2006; Talbot, 1970).Der Übergang von Faltung zu Boudinierung ist aufgrund der Rotation vom Feld mit Verkürzung zum Feld mit Streckung während eines Deformationsereignisses möglich. Der umgekehrte Fall, d.h. verfaltete Boudinzüge, ist ungewöhnlich und entsteht normalerweise nicht während einem einzelnen Deformationsereignis. Die Anordnung der Quadranten, die der instantanen Verkürzungsrichtung bzw. der instantanen Streckungsrichtung entsprechen, kann zur Bestimmung des Schersinns verwendet werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Anordnung von verf. und boud. planaren ElementenSchersinnindikatorAnordnung von verf. und boud. planaren Elementen___12200
351Asymmetrisches BoudinBoudins sind lineare Segmente einer Lage, die an regelmäßig beabstandeten Trennlinien (Boudinachsen) auseinandergezogen wurde. In weiterer Folge kommt es durch Abtrennung und Rotation zur Ausbildung einer Serie von asymmetrischen Boudins (nach Goscombe & Passchier, 2003).In Abhängigkeit von vier grundlegenden Kriterien, können asymmetrische Boudins als Schersinnindikatoren verwendet werden. (1) Die Flächen zwischen den Boudins sollten normal auf die XZ-Ebene, oder in einem großen Winkel dazu stehen. (2) Die Boudin-Züge sollten in einem kleinen Winkel zur Scherzonengrenze liegen, dies bedingt auch meist einen kleinen Winkel zum sekundären planaren Gefüge. (3) Es sollten mehrere Boudinsegmente nebeneinander beobachtet werden. (4) Das Viskositätsverhältnis zwischen Boudin und Matrix sollte möglichst groß sein (Goscombe & Passchier, 2003). Obwohl asymmetrische Boudins komplexe dreidimensionaleFormen ausbilden können, treten sie in den meisten Fällen nur monoklin, mit einer Symmetrieachse normal zur XZ-Ebene, also normal zur Lineation und parallel zum sekundären planaren Gefüge, auf. Die Form kann durch einige Parameter, z.B. das Verhältnis von Länge zu Breite individueller Boudins, derWinkel zwischen der Inter-Boudin Fläche und der Längsachse der Boudins, die Separation des Boudins normalisiert gegen die Boudinbreite, grob beschrieben werden. Asymmetrische Boudins können auch in Boudin-Zügen die in einem großen Winkel zur Scherzonengrenze stehen auftreten; diese sind jedoch keine verlässlichen Schersinnindikatoren (Goscombe & Passchier, 2003)http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Asymmetrisches BoudinSchersinnindikatorAsymmetrisches Boudin___12300
352Domino BoudinEin Domino Boudin ist ein kurzes, stumpfes asymmetrisches Boudin bei dem die Fläche zwischen den Boudins einen rechten Winkel mit der Boudin-Oberfläche bildet. Diese Inter-Boudin Fläche ist diskret entwickelt und scharf abgegrenzt (nach Passchier & Coelho, 2006).Ein geringer Versatz mit abschiebender Kinematik und Schleppung von Markerhorizonten zwischen den Boudins ist typisch für diese Struktur (Passchier & Coelho, 2006).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Asymmetrisches Boudin ==> Domino BoudinSchersinnindikatorAsymmetrisches BoudinDomino Boudin__12310
353Scherband BoudinEin Scherband Boudin ist ein langes, dünnes und gerundetes, asymmetrisches Boudin. Es zeigt eine rhombus-, linsen- oder sigmaförmige Geometrie mit auskeilenden Enden. Der Winkel zwischen der Inter-Boudin Fläche und der Boudin-Oberfläche ist klein (nach Coelho et al., 2005; Passchier, 2001).Die Inter-Boudin Fläche ist normalerweise gebogen und als Störung oder duktiles Scherband entwickelt. Die Kinematik dieser Störung bzw. des Scherbands kann als Schersinnindikator verwendet werden. Eine abschiebende Kinematik und Schleppung entlang der Inter-Boudin Fläche ist ein charakteristisches Merkmal von ScherbandBoudins und ursächlich für die auskeilende, sigmoidale Form der Boudin-Segmente (Coelho et al., 2005; Passchier, 2001).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Asymmetrisches Boudin ==> Scherband BoudinSchersinnindikatorAsymmetrisches BoudinScherband Boudin__12320
354Asymmetrische FalteEine asymmetrische Falte ist eine Falte, die keine Spiegelebene entlang der Faltenachse aufweist. Die Schenkel sind für gewöhnlich ungleich lang, wobei ein Schenkel meist steiler einfällt als der andere (nach Twiss & Moores, 2007).Die Neigung der Achsenebene, d.h. die Vergenz, kann als relative Bewegungsrichtung interpretiert werden. Ohne Information über die Jüngungsrichtung, oder in einer Sektion die nicht parallel zur Bewegungsrichtung liegt, kann die Vergenz allerdings zu falschen Schlüssen führen. Die scheinbare Vergenz von Parasitärfalten variiert in Abhängigkeit von der Position im Schenkel einer größeren Falte. Eine regionalmaßstäbliche Transportrichtung kann nur abgeleitet werden, wenn alle Falten die gleiche Vergenz zeigen, oder wenn die wahre Vergenz, anhand der Jüngungsrichtung der Falten bestimmt werden kann. In einem kleineren Betrachtungsmaßstab kann die Vergenzasymmetrischer Falten ein verlässlicher Schersinnindikator sein, wenn die Betrachtungsebene parallel zur Bewegungsrichtung verläuft und wenn es sich um Zungenfalten handelt, die im Zuge einer starken Scherung gebildet wurden. Meistens jedoch sind die dreidimensionale Form der Falten und der Entstehungsprozess unklar; in diesem Fall können Falten nicht als Schersinnindikator verwendet werden (Passchier & Trouw, 2005).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Asymmetrische FalteSchersinnindikatorAsymmetrische Falte___12400
355Bevorzugte kristallographische OrientierungEine bevorzugte kristallographische Orientierung ist eine deformations-bedingte, statistisch bevorzugte Orientierung der Kristallgitter in einer Population von Kristallen eines Gesteins (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Bevorzugte kristallographische OrientierungSchersinnindikatorBevorzugte kristallographische Orientierung___12500
356Deformationsschatten mit monokliner SymmetrieDeformationsschatten mit monokliner Symmetrie sind ungefähr kegelförmige Domänen, die neben einem Porphyroklasten oder -blasten in Richtung des sekundären planaren Gefüges eingeregelt sind. Normalerweise bestehen diese Domänen aus einem anderen Mineral als der Porphyroklast oder -blast. Deformationsschatten bilden sich durch die Einregelung von Material aufgrund von inhomogener Deformation der Matrix in der Umgebung eines Porphyroklasten oder -blasten (nach Passchier & Trouw, 2005).Da die Geometrie von Deformationsschatten mit monokliner Symmetrie der Geometrie eines Sigmaklasts ähnelt, kann der Schersinn mit der gleichen Methode bestimmt werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Deformationsschatten mit monokliner SymmetrieSchersinnindikatorDeformationsschatten mit monokliner Symmetrie___12600
357Ende eines ScherbruchsEin Scherbruch kann, je nach der Position der Deformationszone relativ zum Slip-Vektor am Scherbruch, entweder in einer Zone extensioneller oder kontraktionaler Deformation enden. Innerhalb dieser Zonen verringert sich der Versatz des Scherbruchs progressiv gegen null. Extension kann durch einen Fächer an überlappenden Abschiebungen akkommodiert werden, während Kontraktion durch einen Fächer an überschiebenden Störungen und/oder Falten aufgenommen wird (nach Twiss & Moores, 2007)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Ende eines ScherbruchsSchersinnindikatorEnde eines Scherbruchs___12700
358FiederbruchEin Fiederbruch bildet sich am Ende eines Scherbruchs als ein gestaffeltes Set von Extensionsbrüchen entlang der Scherbruchfläche (nach Twiss & Moores, 2007).Der spitze Winkel zwischen dem Fiederbruch und dem Scherbruch zeigt in Richtung der Relativbewegung des Blocks mit dem Fiederbruch und kann daher als Schersinnindikator verwendetwerden (Twiss&Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Ende eines Scherbruchs ==> FiederbruchSchersinnindikatorEnde eines ScherbruchsFiederbruch__12710
359FlügelrissEin Flügelriss tritt als Extensionsbruch am Ende eines Scherbruchs auf, dabei bildet er zu diesem einen schrägen Winkel (nach Fossen, 2016)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Ende eines Scherbruchs ==> FlügelrissSchersinnindikatorEnde eines ScherbruchsFlügelriss__12720
360ZweigverwerfungEine Zweigverwerfung besteht aus einem Fächer synthetischer Störungen, welche die Deformation am Ende eines Scherbruchs aufnehmen (nach Twiss & Moores, 2007).Die Krümmung der Zweigverwerfung zeigt im Allgemeinen in Richtung des zurückweichenden Blocks (Twiss & Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Ende eines Scherbruchs ==> ZweigverwerfungSchersinnindikatorEnde eines ScherbruchsZweigverwerfung__12730
361FiederspaltenFiederspalten sind eine Abfolge von mehreren Adern, die gestaffelt und als konjugierte Sets in spröden und teilweise auch in duktilen Scherzonen auftreten (nach Twiss & Moores, 2007).Bei koaxialer und nicht-koaxialer Verformung öffnen sich Fiederspalten ungefähr parallel zur Richtung der maximalen instantanen Extension. Bei nichtkoaxialer progressiver Verformung rotiert der zentrale Teil, während die Spitzen nach außen propagieren. Das Resultat ist eine typische sigmoidale Form von Fiederspalten. Inmanchen Fällen bilden sich zwei Generationen, wobei die jüngeren Fiederspalten die Zentralteile der älteren parallel zu deren Spitzen durchschlagen (Twiss & Moores, 2007). Aufgrund des einfachen Bildungsmechanismus sind Fiederspalten verlässliche Schersinnindikatoren. S- und Zgeometrien zeigen sinistralen bzw. dextralen Schersinn an (Twiss & Moores, 2007). Wenn Faserkristalle in gekrümmten Fiederspalten vorhanden sind, können diese eine komplexe Form zeigen, die als Schersinnindikator verwendet werden kann.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> FiederspaltenSchersinnindikatorFiederspalten___12800
362Flanking structureEine ”flanking structure“ bildet sich im Zuge der Deformation eines Wirtselements (z.B. ein planares Gefüge), welches von einem Zentralelement (z.B. eine Ader, eine Kluft oder ein Scherband) geschnitten wird. Unter duktilen Bedingungen im Nebengestein führt der Versatz am Zentralelement zur Entwicklung von Falten (”flanking folds“) die das Zentralelement flankieren (nach Coelho et al., 2005).Die Geometrie der ”flanking structure“ variiert in Abhängigkeit von (1) der Neigung (die Orientierung des Zentralelements zum planaren Gefüge); (2) dem Hub, d.h. der Fernfeld-Versatz des Wirtselements; (3) dem Gleiten, d.h. der Versatz des Wirtselements am Zentralelement; und (4) dem Rollen, d.h. die Richtung und das Ausmaß der Krümmung des Wirtselements (Coelho et al., 2005). Die Kombination dieser geometrischen Parameter kann auf vier grundlegende Geometrien reduziert werden (vgl. Wiesmayr & Grasemann, 2005). Die Anwendung von isolierten ”flanking structures“ als Schersinnindikator ist problematisch. Nichtdestotrotz, können diese in spezifischen Fällen verwendet werden, wenn mehrere Beobachtungen von Zentralelementen mit unterschiedlichen initialen Orientierungen möglich sind.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Flanking structureSchersinnindikatorFlanking structure___12900
363Internes planares GefügeEin internes planares Gefüge ist ein planares Gefüge, welches durch die bevorzugte Orientierung von passiven Einschlüssen in einem Porphyroblasten definiert wird. Dabei wird angenommen, dass diese Einschlüsse die Orientierung und Geometrie eines planaren Gefüges nachzeichnen, das synkinematisch vom Porphyroblasten überwachsen wurde (nach Passchier & Trouw, 2005).Ein internes planares Gefüge kann als Schersinnindikator verwendet werden, wenn es eine kontinuierliche Rotation des Porphyroblasten zeigt.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Internes planares GefügeSchersinnindikatorInternes planares Gefüge___13000
364MineralfischEin Mineralfisch ist ein, intern nicht deformierter, Einzelkristall, der größer als die ihn umgebende, feinkörnige Matrix ist und der die Form und die monokline Symmetrie eines gelängten Sigmaklasts aufweist (nach Passchier & Coelho, 2006).Der ”Fisch“ ist oft ein Glimmermineral, kann aber auch aus Feldspat, Hornblende, Pyroxen, Granat, Kyanit oder Silimanit bestehen (Passchier & Coelho, 2006). Da die Geometrie eines Mineralfisches der Geometrie eines Sigmaklasts ähnelt, kann der Schersinn mit der gleichen Methode bestimmt werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> MineralfischSchersinnindikatorMineralfisch___13100
365Quarter structureEine ”Quarter structure“ ist eine Mikrostruktur mit monokliner Symmetrie um einen Porphyroklasten, die eine ähnliche Geometrie in gegen überliegenden Quadranten zeigt (nach Passchier & Trouw, 2005).”Quarter structures“ inkludieren Quarter Falten, Quarter Matten und eine Verteilung von Myrmekit mit monokliner Symmetrie (Passchier & Trouw, 2005). Die Anordnung der Quadranten, die der instantanen Verkürzungsrichtung bzw. der instantanen Streckungsrichtung entsprechen, kann zur Bestimmung des Schersinns verwendet werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Quarter structureSchersinnindikatorQuarter structure___13200
366RiedelstrukturEine Riedelstruktur besteht aus einem Hauptscherbruch und einem, oder mehreren, untergeordneten Scherbrüchen (synthetische, antithetische und sekundäre synthetische Riedelscherflächen). Die relative Orientierung der Brüche zueinander und die Kinematik der untergeordneten Scherflächen erlauben die Ableitung eines Schersinns (nach Twiss & Moores, 2007)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> RiedelstrukturSchersinnindikatorRiedelstruktur___13300
367Antithetische RiedelstrukturEine antithetische Riedelstruktur besteht aus einem Hauptscherbruch und einer antithetischen Riedelscherfläche (nach Twiss & Moores, 2007).Die antithetische Riedelscherfläche (R'-Scherfläche) und der Hauptscherbruch zeigen einen entgegengesetzten Schersinn. Der spitze Winkel zwischen der R'-Scherfläche und dem Hauptscherbruch zeigt in die Bewegungsrichtung des Blocks mit der R0-Scherfläche (Twiss & Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Riedelstruktur ==> Antithetische RiedelstrukturSchersinnindikatorRiedelstrukturAntithetische Riedelstruktur__13310
368Sekundäre synthetische RiedelstrukturEine sekundäre synthetische Riedelstruktur besteht aus einem Hauptscherbruch und einer sekundären synthetischen Riedelscherfläche (nach Twiss & Moores, 2007).Die sekundäre synthetische Riedelscherfläche (P-Scherfläche) und der Hauptscherbruch zeigen den gleichen Schersinn an. Der spitze Winkel zwischen der P-Scherfläche und dem Hauptscherbruch zeigt in die entgegengesetzte Bewegungsrichtung des Blocks mit der P-Scherfläche (Twiss & Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Riedelstruktur ==> Sekundäre synthetische RiedelstrukturSchersinnindikatorRiedelstrukturSekundäre synthetische Riedelstruktur__13320
369Synthetische RiedelstrukturEine synthetische Riedelstruktur besteht aus einem Hauptscherbruch und einer synthetischen Riedelscherfläche (nach Twiss & Moores, 2007).Die synthetische Riedelscherfäche (R-Scherfläche) und der Hauptscherbruch zeigen den gleichen Schersinn. Der spitze Winkel, der zwischen R-Scherfläche und dem Hauptscherbruch gebildet wird, zeigt in die Bewegungsrichtung des Blocks mit der R-Scherfläche (Twiss & Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Riedelstruktur ==> Synthetische RiedelstrukturSchersinnindikatorRiedelstrukturSynthetische Riedelstruktur__13330
370ScherbandgefügeEin Scherbandgefüge ist eine Struktur aus Scherbändern, die ein älteres planares Gefüge durchschneiden. Das Aspektverhältnis des Scherbandgefüges ist ¨ahnlich einer Krenulationsschieferung (nach Passchier & Trouw, 2005).Bei einem Scherbandgefüge wird das ältere planare Gefüge gestreckt; und nicht gestaucht wie bei einer Krenulationsschieferung. Typischerweise zeigt das ältere Gefüge eine sigmoidale Form mit einer monokline Symmetrie, die zur Bestimmung des Schersinns herangezogen werden kann (Passchier & Trouw, 2005).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> ScherbandgefügeSchersinnindikatorScherbandgefüge___13400
371C-Typ ScherbandgefügeEin C-Typ Scherbandgefüge ist ein Scherbandgefüge aus C-Typ Scherbändern, die ein älteres planares Gefüge durchschneiden (nach Passchier & Trouw, 2005).C-Typ Scherbandgefüge treten gewöhnlich in mylonitischen, granitischen Gesteinen auf (Passchier & Trouw, 2005). Bezüglich der Verwechselungsgefahr von C-Typ und C'-Typ Scherbandgefügen: beide zeigen den gleichen Schersinn an.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Scherbandgefüge ==> C-Typ ScherbandgefügeSchersinnindikatorScherbandgefügeC-Typ Scherbandgefüge__13410
372C'-Typ ScherbandgefügeEin C'-Typ Scherbandgefüge ist ein Scherbandgefüge aus C'-Typ Scherbändern, die ein älteres planares Gefüge durchschneiden (nach Passchier & Trouw, 2005).C'-Typ Scherbandgefüge treten gewöhnlich in Gesteinen mit einem deutlich ausgeprägten planaren Gefüge (z.B. glimmerreiche Mylonite) auf (Passchier & Trouw, 2005).Bezüglich der Verwechselungsgefahr von C-Typ und C'- Typ Scherbandgefügen: beide zeigen den gleichen Schersinn an.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Scherbandgefüge ==> C'-Typ ScherbandgefügeSchersinnindikatorScherbandgefügeC'-Typ Scherbandgefüge__13420
373Schräges planares GefügeEin schräges planares Gefüge ist ein planares Gefüge, welches durch eine bevorzugte Orientierung der Kornform und/oder des Kristallgitters in einem schrägen Winkel zu einem präexistierenden planaren Gefüge definiert ist. Diese schräge Orientierung wird durch nicht-koaxiale Deformation hervorgerufen (nach Passchier & Trouw, 2005)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Schräges planares GefügeSchersinnindikatorSchräges planares Gefüge___13500
374SchrägstylolithEin Schrägstylolith entspricht einer unregelmäßigen Lösungsoberfläche, die subparallel zu einem Scherbruch liegt. Die zahnähnlichen Unebenheiten auf der Lösungsoberfläche entstehen parallel zur Bewegungsrichtung durch einen ähnlichen Mechanismus wie stylolitische Zähne. Sie zeigen mit ihren Spitzen entgegen der Richtung der Relativbewegung des fehlenden Blocks (nach Twiss & Moores, 2007)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> SchrägstylolithSchersinnindikatorSchrägstylolith___13600
375SigmoidEin Sigmoid ist eine isolierte, gelängte Linse mit einer vom umgebenden Gestein abweichenden Zusammensetzung, z.B. eine Ader oder ein Scherband-typ Boudin (nach Passchier & Coelho, 2006).Bezogen auf den Schersinn zeigt ein Sigmoid die gleiche Geometrie wie ein Sigmaklast (Passchier & Coelho, 2006).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> SigmoidSchersinnindikatorSigmoid___13700
376Ummantelter Porphyroklast mit monokliner SymmetrieEin ummantelter Porphyroklast mit monokliner Symmetrie ist ein Porphyroklast, dessen Ummantelung (1) dieselbe Mineralzusammensetzung wie der Porphyroklast hat; (2) in Richtung des sekundären planaren Gefüges gestreckt ist; und (3) im Verhältnis zum Mittelpunkt des Porphyroklasten eine monokline Symmetrie zeigt (nach Passchier & Coelho, 2006; Passchier & Trouw, 2005).Normalerweise ist der Porphyroklast ein einzelner Kristall, z.B. Feldspat, Amphibol, Pyroxen, Quarz. Die Bildung der Ummantelung erfolgt auf Kosten des Porphyroklasts durch dynamische Rekristallisation an seinem Rand (Passchier & Trouw, 2005).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Ummantelter Porphyroklast mit monokliner SymmetrieSchersinnindikatorUmmantelter Porphyroklast mit monokliner Symmetrie___13800
377DeltaklastEin Deltaklast ist ein ummantelter Porphyroklast mit monokliner Symmetrie, dessen Form dem griechischen Buchstaben Delta ähnelt. Solch eine Struktur bildet sich, wenn der Porphyroklast (d.h. der Kernkristall) während der Deformation mit-rotiert und dabei wenig Rekristallisat entsteht (nach Passchier & Trouw, 2005).Ein Deltaklast rotiert in Scherrichtung, daher entspricht eine Rotation im Uhrzeigersinn einem dextralen Schersinn (Passchier & Trouw, 2005).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Ummantelter Porphyroklast mit monokliner Symmetrie ==> DeltaklastSchersinnindikatorUmmantelter Porphyroklast mit monokliner SymmetrieDeltaklast__13810
378SigmaklastEin Sigmaklast ist ein ummantelter Porphyroklast mit monokliner Symmetrie, dessen Form dem griechischen Buchstaben Sigma ähnelt. Solch eine Struktur bildet sich, wenn der Porphyroklast (d.h. der Kernkristall) während der Deformation nicht mit-rotiert oder wenn dabei viel Rekristallisat entsteht (nach Passchier & Trouw, 2005).Ein Sigmaklast stabilisiert sich in einer Richtung, die gegen die Scherrichtung liegt. Dies verursacht die treppenförmige Geometrie der Ummantelung. Eine oben-nach-rechts Geometrie entspricht deshalb einem dextralen Schersinn (Passchier & Trouw, 2005).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Ummantelter Porphyroklast mit monokliner Symmetrie ==> SigmaklastSchersinnindikatorUmmantelter Porphyroklast mit monokliner SymmetrieSigmaklast__13820
379Verschleppter MarkerEin verschleppter Marker ist ein passiver Marker (z.B. eine Ader) oder ein passives Gefügeelement (z.B. Schichtung), der entlang einer Zone lokalisierter Deformation (z.B. eine Störung oder Scherzone) rotiert und verschleppt wurde (nach Grasemann et al., 2005).Die Ursache für Rotation und Schleppen ist ein Verformungsgradient, der entweder normal auf die Scherzonengrenze (Marker oder Gefügeelemente rotieren in die Scherfläche) oder parallel zum Scherverktor (Marker oder Gefügeelemente im Wirtsgestein werden verbogen, z.B. bei ”flanking struktures“) liegt. Letzteres kann sowohl normale, als auch inverse Schleppung verursachen (Grasemann et al., 2005).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Verschleppter MarkerSchersinnindikatorVerschleppter Marker___13900
380Versetzer MarkerEin versetzter Marker ist ein passiver Marker (z.B. eine Ader) oder ein passives Gefügeelement (z.B. Schichtung), welche entlang einer Zone lokalisierter Deformation (z.B. eine Störung oder Scherzone) versetzt wurde (nach Twiss & Moores, 2007).Eine Interpretation der Bewegungsrichtung, die nur auf dem Versatz eines planaren Markers (z.B. einer Schichtung) in einem zweidimensionalen Schnitt beruht, kann zu falschen Schlussfolgerungen führen. Eine komplette Bestimmung des Versatzes an einer Störung erfordert die Identifizierung eines präexistierenden linearen Elements (z.B. die Intersektion zweier planarer Elemente oder die Scharnierlinie einer Falte) welches die Störungsfläche durchstößt und an dieser versetzt wird (Twiss & Moores, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Versetzer MarkerSchersinnindikatorVersetzer Marker___14000
381Winged inclusionEine ”winged inclusion“ ist eine isolierte Linse mit einer an- und abschwellenden (”pinch-andswell“) Geometrie und einer vom umgebenden Gestein abweichenden Zusammensetzung. Bei einer, von Scherung dominierten, Deformation rotiert die Linse zusammen mit ihren Spitzen, d.h. den ”wings“ (nach Grasemann & Dabrowski, 2015).Die Flügel haben sich bereits zuvor gebildet und entstehen nicht während der Rotation der Linse oder durch dynamische Rekristallisation des Kerns (Grasemann & Dabrowski, 2015).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfSchersinnindikator ==> Winged inclusionSchersinnindikatorWinged inclusion___14100
382StrömungsrichtungsindikatorEin Strömungsrichtungsindikator ist eine Struktur (asymmetrisch oder mit einer monoklinen Symmetrie), die auf einer Gesteinsoberfläche, in einem Sediment oder in einem Gestein auftritt und die zur Bestimmung der Wasserströmungsrichtung verwendet werden kann._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikatorStrömungsrichtungsindikator____15000
383Asymmetrische AusspülungsmarkeEine asymmetrische Ausspülungsmarke ist eine lineare, asymmetrische Sedimentstruktur, die durch strömungsbedingte Erosion einer Sedimentoberfläche durch darüber fließendes Wasser entsteht. In der weichen, kohäsiven Oberfläche des meist pelitischen Sediments bilden sich längliche, strömungsparallele Vertiefungen (nach Reineck & Singh, 1973). Erosion und Transport erfolgt dabei nicht in Form von einzelnen Körnern, sondern als Sedimentfetzen oder -späne die herauserodiert und abtransportiert werden (Reineck & Singh, 1973). Asymmetrische Ausspülungsmarken sind meist als Ausfüllungen an der Basis einer überlagernden sandigen Schicht erhalten (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Asymmetrische AusspülungsmarkeStrömungsrichtungsindikatorAsymmetrische Ausspülungsmarke___15100
384KolkmarkeEine Kolkmarke ist eine asymmetrische Ausspülungsmarke, charakterisiert durch nicht-kontinuierliche, längliche Rillen, die durch Strömungswirbel auf einer schlammigen Oberfläche entstanden sind (nach Reineck & Singh, 1973).Das stromaufwärts gelegene Ende ist steiler und tiefer eingeschnitten, während das stromabwärtige Ende einen flachen Übergang in die Sedimentoberfläche zeigt (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Asymmetrische Ausspülungsmarke ==> KolkmarkeStrömungsrichtungsindikatorAsymmetrische AusspülungsmarkeKolkmarke__15110
385RinnenmarkeEine Rinnenmarke besteht aus mehreren kleinen, meist asymmetrischen Vertiefungen, die durch strömungsbedingte Erosion einer unverfestigten Sedimentoberfläche durch darüber fließendes Wasser entstehen. Die Längsachsen der Mulden sind parallel zur Strömungsrichtung orientiert (nach Reineck & Singh, 1973).Eine Rinnenmarke hat im Allgemeinen ein steiles, stromaufwärts gelegenes Ende und ein sanfteres, stromabwärtiges Ende. Es gibt jedoch auch Fälle mit umgekehrter Geometrie (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Asymmetrische Ausspülungsmarke ==> RinnenmarkeStrömungsrichtungsindikatorAsymmetrische AusspülungsmarkeRinnenmarke__15120
386Asymmetrische GegenstandsmarkeEine asymmetrische Gegenstandsmarke ist eine asymmetrische, lineare Sedimentstruktur, die von einem, in der Strömung bewegten, Objekt (oder Gegenstand) beim Kontakt mit der Sedimentoberfläche erzeugt wurde (nach Reineck & Singh, 1973).Asymmetrische Gegenstandsmarken sind meist als Ausfüllungen an der Basis einer überlagernden sandigen Schicht erhalten (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Asymmetrische GegenstandsmarkeStrömungsrichtungsindikatorAsymmetrische Gegenstandsmarke___15200
387FiedermarkeEine Fiedermarke ist eine asymmetrische Gegenstandsmarke, die sich bildet, wenn ein Objekt von der Strömung über eine unverfestigte Sedimentoberfläche bewegt wird. Dabei entsteht parallel zur Strömungsrichtung eine gerade und durchgehende Abfolge von Abdrücken in Form von offenen Vs (nach Reineck & Singh, 1973).Das spitz zulaufende Ende der Vs zeigt stromabwärts (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Asymmetrische Gegenstandsmarke ==> FiedermarkeStrömungsrichtungsindikatorAsymmetrische GegenstandsmarkeFiedermarke__15210
388RiefenmarkeEine Riefenmarke ist eine asymmetrische Gegenstandsmarke, die sich bildet, wenn ein Objekt oder Gegenstand von der Strömung über eine unverfestigte Sedimentoberfläche bewegt wird. Dabei entsteht parallel zur Strömungsrichtung eine lange und gerade Furche oder Riefe (nach Reineck & Singh, 1973).Die Strömungsrichtung kann nur bestimmt werden, wenn das verantwortliche Objekt oder der Gegenstand am Ende der Riefenmarke erhalten ist (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Asymmetrische Gegenstandsmarke ==> RiefenmarkeStrömungsrichtungsindikatorAsymmetrische GegenstandsmarkeRiefenmarke__15220
389RillenmarkeEine Rillenmarke ist eine asymmetrische Gegenstandsmarke eines Objekts, das die Sedimentoberfläche in einem flachen Winkel erreicht und wieder davon entfernt wird. Der Abdruck ist eine längliche und flache Mulde mit einer kleinen, abgerundeten Erhöhung aus Schlamm am stromabwärtigen Ende (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Asymmetrische Gegenstandsmarke ==> RillenmarkeStrömungsrichtungsindikatorAsymmetrische GegenstandsmarkeRillenmarke__15230
390StechmarkeEine Stechmarke ist eine asymmetrische Gegenstandsmarke, die sich bildet, wenn ein Objekt in einem großen Winkel auf eine unverfestigte Sedimentoberfläche trifft und kurz gestoppt wird, bevor es wieder von der Strömung weitertransportiert wird. Dabei entsteht ein Abdruck in Form einer länglichen, kegelförmigen bis dreieckigen Mulde (nach Reineck & Singh, 1973).Die Strömungsrichtung wird durch die Asymmetrie der Stechmarke angezeigt, dabei zeigt das flachere und spitzere Ende stromaufwärts, während das breitere und tiefere Ende stromabwärts gerichtet ist (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Asymmetrische Gegenstandsmarke ==> StechmarkeStrömungsrichtungsindikatorAsymmetrische GegenstandsmarkeStechmarke__15240
391FließfacettenFließfacetten sind asymmetrische Vertiefungen, die sich durch turbulente Strömung auf löslichen Festgesteinsoberflächen (z.B. Kalkstein) ausbilden (nach Palmer, 2007).Die steilere Flanke der Fließfacetten bildet sich auf der stromaufwärts gelegenen Seite aus (Palmer, 2007).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> FließfacettenStrömungsrichtungsindikatorFließfacetten___15300
392HindernismarkeEine Hindernismarke ist eine asymmetrische Sedimentstruktur, die sich bildet, wenn ein Objekt auf der Sedimentoberfläche liegt und die Strömung behindert bzw. beeinflusst. Dies resultiert in einem geometrischen Muster von Erosion und/oder Ablagerung um das Objekt (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> HindernismarkeStrömungsrichtungsindikatorHindernismarke___15400
393StrömungskammEin Strömungskamm ist eine Hindernismarke, die durch eine Ansammlung von Sand auf der stromabwärts gelegenen Seite eines Objekts gebildet wird. Dabei entsteht ein kleiner Rücken, der stromabwärts auskeilt und eine halbkreisförmige Mulde auf der stromaufwärts gerichteten Seite zeigt (nach Reineck & Singh, 1973).Die Strömungsrichtung kann anhand der stromaufwärts gelegenen Mulde und der stromabwärtigen Sedimentakkumulation abgeleitet werden (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> Hindernismarke ==> StrömungskammStrömungsrichtungsindikatorHindernismarkeStrömungskamm__15410
394ImbrikationEine Imbrikation beschreibt die gekippte, dachziegelartige Einregelung von flachen oder gestreckten Klasten in einem Sediment oder Sedimentgestein, die durch fließendes Wasser erzeugt wird (nach Martin et al., 2002).Das Einfallen der gegen die Strömung geneigten Klasten variiert meist zwischen 10° und 30°.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> ImbrikationStrömungsrichtungsindikatorImbrikation___15500
395StrömungsrippelmarkeEine Strömungsrippelmarke ist eine regelmäßige und asymmetrische Wellung der Schichtung, die unter der Einwirkung von fließendem Wasser bzw. Strömungsenergie, auf einer kohäsionslosen, meist sandigen Sedimentoberfläche gebildet wurde. Charakteristischerweise entstehen dabei zueinander parallele Kämme, die senkrecht zur Strömungsrichtung ausgerichtet sind. Dabei bildet sich eine flachere Luv-Seite und eine steilere Lee-Seite aus (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> StrömungsrippelmarkeStrömungsrichtungsindikatorStrömungsrippelmarke___15600
396StrömungsrippelschrägschichtungEine Strömungsrippelschrägschichtung beschreibt eine asymmetrische Schrägschichtung, wobei die Partikel mit der Strömung den flacheren Luvhang hinauftransportiert werden und am steileren Leehang abgelagert. Die steilere Seite der Rippeln fällt strömungsabwärts ein (nach Reineck & Singh, 1973).Der Begriff Strömungsrippelschrägschichtung ist maßstabsunabhängig und kann auf Rippeln jeglichen Maßstabs angewandt werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfStrömungsrichtungsindikator ==> StrömungsrippelschrägschichtungStrömungsrichtungsindikatorStrömungsrippelschrägschichtung___15700
397WindrichtungsindikatorEin Windrichtungsindikator ist eine asymmetrische Struktur auf der Erdoberfläche, in einem Sediment oder in einem Gestein die zur Bestimmung der dominanten Windrichtung verwendet werden kann._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfWindrichtungsindikatorWindrichtungsindikator____16000
398AdhäsionsrippelmarkeEine Adhäsionsrippelmarke besteht aus unregelmäßigen, parallel verlaufenden Sandkämmen, die im rechten Winkel zur Windrichtung orientiert sind. Sie entstehen, wenn trockener Sand mit demWind über eine glatte und feuchte Oberfläche verfrachtet wird (nach Reineck & Singh, 1973).Die Kämme von Adhäsionsrippelmarken zeigen im Querschnitt eine starke Asymmetrie, dabei ist die Luv-Seite steiler als die Lee-Seite. Sie wandern und wachsen gegen die Windrichtung (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfWindrichtungsindikator ==> AdhäsionsrippelmarkeWindrichtungsindikatorAdhäsionsrippelmarke___16100
399SandstreifenEin Sandstreifen ist eine längliche, lineare Sedimentstruktur, die durch die Ablagerung von windverblasenem Sand hinter kleinen Hindernissen und durch Erosion zwischen Hindernissen gebildet wird (nach Reineck & Singh, 1973).Sandstreifen bilden sich im Windschatten von Hindernissen und zeigen in die Windrichtung (Reineck & Singh, 1973).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfWindrichtungsindikator ==> SandstreifenWindrichtungsindikatorSandstreifen___16200
400WindkanterEin Windkanter entspricht einer Gesteinsoberfläche, die durch die abrasive Kraft von mit dem Wind transportiertem Sand geformt, zerschlissen, facettiert, geschnitten oder poliert wurde (nach Neuendorf et al., 2011; Steinbichler et al., 2019).Der Begriff ”Windkanter“ gehört auch zur Klassifikation der geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019). Die abgeschliffene Seite zeigt gegen die Windrichtung (Luv-Seite).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfWindrichtungsindikator ==> WindkanterWindrichtungsindikatorWindkanter___16300
401WindrippelmarkeEine Windrippelmarke ist eine gleichmäßige und asymmetrische Wellung der Schichtung, die unter der Einwirkung von Wind, auf einer kohäsionslosen, meist sandigen Sedimentoberfläche gebildet wurde. Charakteristischerweise entstehen dabei zueinander parallele Kämme, die senkrecht zur Strömungsrichtung ausgerichtet sind. Dabei bildet sich eine flachere Luv-Seite und eine steilere Lee-Seite aus (nach Reineck & Singh, 1973)._http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfWindrichtungsindikator ==> WindrippelmarkeWindrichtungsindikatorWindrippelmarke___16400
402WindrippelschrägschichtungEine Windrippelschrägschichtung beschreibt eine asymmetrische Schrägschichtung, wobei die Partikel mit demWind einen flacheren Luvhang hinauftransportiert werden und am steileren Leehang abgelagert. Die steilere Seite der Rippeln ist die vomWind abgewandte Seite (nach Reineck & Singh, 1973).Der Begriff Windrippelschrägschichtung ist maßstabsunabhängig und kann auf Rippeln jeglichen Maßstabs angewandt werden.http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfWindrichtungsindikator ==> WindrippelschrägschichtungWindrichtungsindikatorWindrippelschrägschichtung___16500
403YardangEin Yardang ist ein stromlinien- oder tafel- bis tropfenförmig, aus verfestigtem oder halbverfestigtem Material, herausgearbeiteter Vorsprung, der durchWinderosion (Korrosion) entstanden und in Windrichtung ausgerichtet ist. (nach Neuendorf et al., 2011; Steinbichler et al., 2019).Der Begriff ”Yardang“ gehört auch zur Klassifikation der Geomorphologischen Einheiten als Teil des Themas Quartär und Massenbewegung (Steinbichler et al., 2019). Die steilere Seite eines Yardang zeigt gegen die Windrichtung (Luv-Seite).http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=Berichte_138_gesamt.pdfWindrichtungsindikator ==> YardangWindrichtungsindikatorYardang___16600

Das zu Beginn dieses Jahres gestartete DiGeo-Datenbank-Projekt trägt erste Früchte. In den vergangenen Wochen wurde eine umfassende Liste geologischer Sehenswürdigkeiten in Österreich ausgearbeitet und in eine GIS-fähige Online-Datenbank importiert. Die ÖGG freut sich, diese Daten nun in Form einer interaktiven Google-Karte, als QGIS-Cloud-Karte sowie als dynamische Nachschlage-Liste allen geologisch Interessierten zur Verfügung stellen zu können. Auch ein WFS-Dienst ist für Mitglieder der ÖGG (Anmeldung erforderlich) verfügbar. Die DiGeo plant, die zur Verfügung stehenden Daten und Dienste in einer ganzen Reihe von Projekten weiter auszuweiten und freut sich hierbei auch über die Mithilfe und Kooperation von Einzelpersonen oder Institutionen (Kontakt unter digeo@geologie.or.at). 

Ein besonderer Dank geht an Alma Kleyhons für die gewissenhafte Ausarbeitung der Daten.

Asteroid hinterließ dampfenden Kessel 
Der Asteroid, der vor 66 Millionen Jahren zum Aussterben der Dinosaurier geführt hat, hinterließ einen riesigen Krater im heutigen Golf von Mexiko. Neue Bohrkernanalysen zeigen, dass es daraus noch Tausende Jahre lang dampfte 
https://science.orf.at/stories/3200855/
(ORF, 29.05.2020) 

Warum Dinos zu Kannibalen wurden 
Allosaurus war vor rund 150 Millionen Jahren ein gefürchteter Jäger. Doch wenn die Nahrung knapp wurde, fraß die riesige Raubechse auch Aas – und machte manchmal sogar Jagd auf Artgenossen 
https://science.orf.at/stories/3200836/
(ORF, 27.05.2020) 

Auf der Jagd nach neuen Kratern 
Die Suche nach den Einschlagstellen von Meteoriten ist mühsam und zeitaufwendig – nur 199 Krater wurden bisher auf der Erde gefunden. In einem neuen „Citizen Science“-Projekt kann nun jeder von zu Hause aus mithelfen 
https://www.diepresse.com/5817264/
(Die Presse, 27.05.2020 - kostenpflichtig!) 

Asteroid traf Erde im „tödlichsten Winkel“ 
Vor 66 Millionen Jahren hat ein Asteroideneinschlag im Golf von Mexiko zu einem Massensterben in der Tier- und Pflanzenwelt geführt. Eine Computersimulation zeigt: Der Himmelskörper traf die Erde in einem besonders ungünstigen Winkel. Die Folge war ein Klimakollaps 
https://science.orf.at/stories/3200820/
(ORF, 26.05.2020) 

Erdbebenforschung profitiert von „Lock-down“ 
Die Coronavirus-Krise bietet der Erdbebenforschung ungeahnte Chancen. Durch den wochenlangen Stillstand vieler gesellschaftlicher Bereiche ist es auch auf der Erdoberfläche ruhiger geworden. Die Folge: Erdbebensignale waren besser zu erkennen als vor dem Coronavirus-„Lockdown“ 
https://science.orf.at/stories/3200808/
(ORF, 25.05.2020) 

Erdbebenforscher profitieren vom Lockdown 
Wegen des Stillstandes waren Erdbeben-Signale weitaus besser erkennbar. Schon ist von neuen Erkenntnissen für die Zukunft die Rede 
https://www.diepresse.com/5818065/
(Die Presse, 25.05.2020) 

40.000 Jahre alte Giganten in Australien entdeckt 
Untersuchung der Funde zeigt, dass nicht der Mensch, sondern Klimaveränderungen an deren Aussterben Schuld waren 
https://www.derstandard.at/story/2000117576405/
(Der Standard, 24.05.2020) 

Warum blitzt es beim Vulkanausbruch? 
Die Aschewolke eines explosiven Vulkanausbruchs sieht nicht nur nach Unwetter aus, es entstehen darin tatsächlich Eruptionsgewitter 
https://www.diepresse.com/5817255/
(Die Presse, 23.05.2020 - kostenpflichtig!) 

Australopithecus sediba: Hände wie ein Orang-Utan, Daumen wie ein Mensch 
Zwei Millionen Jahre alte Handknochen von Australopithecus sediba zeugen vom Übergang des Lebens in den Bäumen zur bodenständigen Existenz 
https://www.derstandard.at/story/2000117556120/
(Der Standard, 23.05.2020) 

Gletscherschwund destabilisiert Felsen im Hochgebirge 
Mehrjähriges Forschungsprojekt untersuchte Veränderungen in den Randbereichen von Gebirgsgletschern 
https://www.derstandard.at/story/2000117558386/
(Der Standard, 23.05.2020) 

Riesiger Fisch pflügte mit weit geöffnetem Maul durch die Meere des Devon 
Paläontologen stellten fest, dass sich der Titanichthys vor 380 Millionen Jahren ähnlich ernährte wie heutige Bartenwale und Riesenhaie 
https://www.derstandard.at/story/2000117609452/
(Der Standard, 23.05.2020) 

Millionen Jahre alte Kinderstube von Weißen Haien entdeckt 
Die großen Meeresräuber vermehren sich nur langsam – der Nachwuchs kommt in geschützten Zonen zur Welt 
https://www.derstandard.at/story/2000117640747/
(Der Standard, 22.05.2020) 

Knochen einer ganzen Mammutherde nahe Mexiko-Stadt gefunden 
Archäologe spricht von den Resten von mehr als 60 Tieren 
https://www.derstandard.at/story/2000117630988/
(Der Standard, 22.05.2020) 

Der Höhlenbär war in ganz Europa Vegetarier 
Bisher gab es Zweifel, ob Ursus spelaeus zumindest in Rumänien nicht doch auch Fleisch verzehrte. Diese konnten nun ausgeräumt werden 
https://www.derstandard.at/story/2000117436871/
(Der Standard, 21.05.2020) 

Forscher lösen Rätsel um die "Madagaskar-Kopale" 
Versteinertes Harz mit Insekteneinschlüssen ist höchstens wenige hundert Jahre alt 
https://www.derstandard.at/story/2000117580140/
(Der Standard, 19.05.2020) 

Finger zum Klettern, Daumen zum Hantieren 
Die Vorfahren der Menschen schwangen sich nicht unwiderruflich von den Bäumen und nutzten die Hände zum Werken, sondern taten zunächst beides. Das zeigt eine neue Analyse der Handknochen eines Australopithecus sediba – eines Menschenvorfahren, der vor rund zwei Millionen Jahren gelebt hat 
https://science.orf.at/stories/3200781/
(ORF, 18.05.2020) 

200 Millionen Jahre alte Tintenfisch-Attacke in Stein verewigt 
Spektakulärer Fund: Ein Tintenfisch, der entweder zu gierig war oder sich selbst ausgetrickst hat, ist zusammen mit seiner Beute gestorben 
https://www.derstandard.at/story/2000117454311/
(Der Standard, 15.05.2020) 

Auf der Spur eines europäischen Pavians 
Homo erectus ist vielleicht über die Straße von Gibraltar nach Europa gekommen – Theropithecus dürfte dieselbe Route genommen haben 
https://www.derstandard.at/story/2000116240669/
(Der Standard, 15.05.2020) 

Großer Schlangenhalsvogel bevölkerte Mitteleuropa 
Anhinga pannonica übertraf seine heutigen Verwandten an Größe und war zudem ein echter "Methusalem" 
https://www.derstandard.at/story/2000117487817/
(Der Standard, 15.05.2020) 

Forscher versuchen Duftstoffe der Mammuts nachzubauen 
Ein Forscherteam aus Österreich interessiert sich für die Pheromonproduktion der ausgestorbenen Riesen 
https://www.derstandard.at/story/2000117441709/
(Der Standard, 15.05.2020) 

Forscher entdecken größten Schildvulkan der Erde 
Zwei klitzekleine Felsinseln im Nordpazifik stellen die Spitzen eines gewaltigen Einzelvulkans dar, der alle anderen an Größe und Hitze übertrifft 
https://www.derstandard.at/story/2000117478223/
(Der Standard, 14.05.2020) 

Ältester Urzeit-Salamander der Welt entdeckt 
Zwei in Kirgistan freigelegte wenige Zentimeter kleine Fossilien liefern Hinweis auf die Evolution der Amphibien 
https://www.derstandard.at/story/2000117439663/
(Der Standard, 13.05.2020) 

Neue Erklärung zum Tunguska-Ereignis: Ein Objekt aus dem All kam und ging 
Russische Wissenschafter stellen ein Szenario vor, bei dem ein großer Eisenasteroid die Erdatmosphäre durchquert hat 
https://www.derstandard.at/story/2000117446682/
(Der Standard, 13.05.2020) 

220 Millionen Jahre alter Urzeitsalamander entdeckt 
Deutsche Forscher haben in dem zentralasiatischen Land Kirgistan 220 Millionen Jahre alte Fossilien entdeckt. Wie sie nun herausfanden, handelt es sich dabei um den weltweit ältesten Nachweis der Salamander 
https://science.orf.at/stories/3200745/
(ORF, 12.05.2020) 

Menschen machten Donau 134 Kilometer kürzer 
Die Donau hat in den vergangenen beiden Jahrhunderten durch menschliche Eingriffe 134 Kilometer ihrer ursprünglichen Länge verloren. Dies ist eines der Ergebnisse einer internationalen Studie zur Erforschung der Sedimentablagerungen des Flusses 
https://science.orf.at/stories/3200750/
(ORF, 12.05.2020) 

Uraltes Erbgut aus Alpenseen zeigt Entwicklung der Almwirtschaft 
3.500 Jahren gab es beim Radstätter Tauernpass erstmals Weidewirtschaft, die Römer intensivierten sie später 
https://www.derstandard.at/story/2000117271963/
(Der Standard, 12.05.2020) 

Wo Erdrutsche zu gefährlichen Flussblockaden führen können 
Aufgestaute Seen und Dammbrüche als Risiko für alpine Täler. Gute Modelle für Erdrutsch-Wahrscheinlichkeit fehlen allerdings 
https://www.derstandard.at/story/2000117289457/
(Der Standard, 11.05.2020) 

Corona-Krise ermöglicht Nachweis von Mikrobeben in den Alpen 
Häufig verschwinden die schwachen Signale im Rauschen der alltäglichen Störungen durch Verkehr und Besucherströme 
https://www.derstandard.at/story/2000117295467/
(Der Standard, 10.05.2020) 

Ein Toter bei Erdbeben der Stärke 4,6 in Teheran  
Sieben weitere Menschen wurden verletzt, aus dem Vulkan Damawand stieg leichter Rauch auf 
https://www.derstandard.at/story/2000117360134/
(Der Standard, 08.05.2020) 

Neue Erdbebengefahr-Karte für Österreich 
ZAMG-Experten haben in einem Fünf-Jahres-Projekt das Risiko für Erdstöße abgebildet. In die Karte sind Messdaten von 25 Jahren eingeflossen 
https://www.diepresse.com/5809766/
(Die Presse, 06.05.2020) 

Risikolandkarte für Flussblockaden 
Im alpinen Gelände können Erdrutsche ein Flussbett blockieren. Dadurch drohen Überschwemmungen und Dammbrüche mit verheerenden Folgen. Österreichische Forscher erstellten eine landesweite Risikolandkarte für solche Blockaden und präsentieren diese bei der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) 
https://science.orf.at/stories/3200699/
(ORF, 05.05.2020) 

Im Mond rumort es noch 
Auf der erdzugewandten Seite des Mondes haben Forscher neue Bergrücken entdeckt. Die Geologie dieses Gebirgssystems deutet darauf hin, dass der Mond tektonisch aktiv sein dürfte 
https://science.orf.at/stories/3200703/
(ORF, 05.05.2020)  

Was Geowissenschaften beitragen können 
Auf die wichtige Rolle der Geowissenschaften bei der Bewältigung globaler Herausforderungen verweisen die sechs größten Gesellschaften in einer Erklärung anlässlich der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU), die eigentlich in Wien stattfinden sollte 
https://science.orf.at/stories/3200695/
(ORF, 04.05.2020) 

Spuren früher Almwirtschaft in Alpensee 
Schon in der Bronzezeit hat es in der Umgebung des Salzburger Krummschnabelsees Weidenutzung gegeben. Das zeigen Analysen von bis zu 10.000 Jahre altem Erbgut von Pflanzen und Tieren aus den Sedimenten des Alpensees, die Forscher bei der heute beginnenden virtuellen Generalversammlung der European Geosciences Union vorstellen 
https://science.orf.at/stories/3200691/
(ORF, 04.05.2020) 

Heiße Phase im Jura ließ Meeresbewohner schrumpfen 
Forscher rekonstruierten Auswirkungen auf Artenreichtum und Körpergröße von Bewohnern des Meeresbodens vor 182 Millionen Jahren 
https://www.derstandard.at/story/2000117010540/
(Der Standard, 02.05.2020) 

Ein "verrücktes" Säugetier vom Superkontinent Gondwana 
Adalatherium hui ist ein weiterer Beleg dafür, dass nicht alle Säugetiere des Dino-Zeitalters Winzlinge waren 
https://www.derstandard.at/story/2000117157978/
(Der Standard, 01.05.2020) 

Knowledgette bietet AAPG, SEG, CSPG oder SPWLA Mitgliedern freien Zugang zu Erdöl-Industrie Kursen:

https://www.knowledgette.com/p/partners

Fossilien geben Einblick in mysteriöse Urzeit-Haie 
Vor 25 Jahren wurden an der Nordküste Spaniens Teile einer Wirbelsäule und Hautzähnchen entdeckt, die Wiener Forscher nun mysteriösen Urzeit-Haien zuordnen konnten 
https://science.orf.at/stories/3200618/
(ORF, 23.04.2020) 

Bis zu sieben Meter langer Urzeit-Hai dürfte erst ein Teenager gewesen sein 
Wiener Paläontologen untersuchten die Fossilien eines kreidezeitlichen Riesen 
https://www.derstandard.at/story/2000117069048/
(Der Standard, 23.04.2020) 

Dünnschliffe: Einmal Boden zum Mitnehmen, bitte! 
Dünnschliffe und die Anwendung der Mikromorphologie in der Archäologie 
https://www.derstandard.at/story/2000117036893/
(Der Standard, 23.04.2020) 

Nach dem Regen kommt Lava 
Druckveränderungen in tieferen Erdschichten gelten als Ursache von Vulkanausbrüchen. Eine Studie zum jüngsten Ausbruch des Kilauea auf Hawaii stellt nun eine neue These auf: Rekordverdächtige Regenfälle hätten dazu geführt, dass der Vulkan Lava spuckt 
https://science.orf.at/stories/3200613/
(ORF, 22.04.2020) 

Treffen der Geowissenschaften: Eine Erfolgsgeschichte 
Der Ausfall der Generalversammlung der European Geosciences Union bietet Anlass zum Rückblick. Von Thomas Hofmann 
https://www.derstandard.at/story/2000116868882/
(Der Standard, 20.04.2020) 

Kurios: Dinosaurier-Fußstapfen an der Decke einer Höhle 
Forscher entdeckten in einer Karsthöhle in Südfrankreich ungewöhnliche Spuren aus dem Jura-Zeitalter 
https://www.derstandard.at/story/2000116865212/
(Der Standard, 19.04.2020) 

Massenaussterben vor 200 Millionen Jahren hat mit heutigem einiges gemein 
Forscher sehen Parallelen bei Kohlendioxid-Emissionen. Die globalen Folgen bis 2100 dürften stufenweise Verluste der Biodiversität sein 
https://www.derstandard.at/story/2000116668527/
(Der Standard, 14.04.2020) 

Noch ein Raptor, der ganz und gar nicht nach "Jurassic Park" aussah 
Dineobellator war der größere Cousin des Velociraptors und lebte in der Ära unmittelbar vor dem Einschlag des Asteroiden 
https://www.derstandard.at/story/2000116240226/
(Der Standard, 11.04.2020) 

Video zeigt Feuerkugel über Österreich 
Ein spektakuläres Schauspiel hat diese Woche über Österreich gesehen werden können: Am Montagnachmittag ging ein Meteor mit einem langen Feuerschweif nieder. Ersten Berechnungen zufolge könnten Bruchstücke davon in der Nähe des Mondsees gelandet sein 
https://science.orf.at/stories/3200534/
(ORF, 08.04.2020) 

Feuerball zog über Österreich hinweg 
Die Flugbahn endete östlich des Attersees. Ob Meteoriten den Boden erreichten, ist unklar 
https://www.derstandard.at/story/2000116631074/
(Der Standard, 07.04.2020) 

Neue Spinnenart in der Grube Messel entdeckt 
Als Lutetiana neli lebte, sah es in Mitteleuropa noch wie in den Tropen aus 
https://www.derstandard.at/story/2000116448039/
(Der Standard, 03.04.2020) 

Wurden dem Höhlenbären seine Nebenhöhlen zum Verhängnis? 
Die tonnenschweren Eiszeitriesen hatten sich zu sehr auf pflanzliche Kost eingestellt – möglicherweise ließ ihnen ihre Schädelform aber gar keine andere Wahl 
https://www.derstandard.at/story/2000116404667/
(Der Standard, 02.04.2020) 

Antarktis: Spuren von Regenwald entdeckt 
Forscher haben in der Nähe der Westantarktis eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht: In bis zu 30 Metern Tiefe unter dem Meeresboden fanden sie Spuren von Nadelhölzern und Baumfarnen. Der Regenwald wuchs dort vor 90 Millionen Jahren, im Zeitalter der Dinosaurier 
https://science.orf.at/stories/3200471/
(ORF, 01.04.2020) 

Sensationsfund: In Südpolnähe wuchs ein Regenwald 
In der Antarktis war es laut einer neuen Studie während der Kreidezeit wärmer als heute in Mitteleuropa 
https://www.derstandard.at/story/2000116412663/
(Der Standard, 01.04.2020) 

Aufgrund der aktuellen Situation (Coronavirus), wonach nach den derzeitigen Schätzungen mit Einschnitten von 2-3 Monaten zu rechnen ist und das Einreiseverbot für Ausländer womöglich noch länger anhalten wird, wird die Tagung der AG Geschichte der Erdwissenschaften auf Mitte November verlegt.

Ort: Krahuletz Museum Eggenburg – Danke an Fritz Steininger für die Vorort-Organisation

Freitag, 13. November Vorträge 

Samstag 14. November Exkursion

1. Zirkular

Sehr geehrte Mitglieder,

aufgrund der aktuellen Situation und der Vorgaben der Bundesregierung kommt es zu Einschränkungen im Geopost Vortragsprogramm.

 

Folgend eine Liste mit bereits bekanntgegebenen Entscheidungen der Vortragsorte (wird laufend aktualisiert):

Veranstaltungsort Salzburg - Universität Salzburg: Alle Vorträge werden bis auf weiteres abgesagt.

Veranstaltungsort Leoben - Montanuniversität Leoben: Alle Vorträge werden bis 5.4.2020 abgesagt.

Veranstaltungsort Linz - Biologiezentrum: -

Veranstaltungsort Innsbruck - Universität Innsbruck: -

Veranstaltungsort Graz - Institut für Erdwissenschaften: -

Veranstaltungsort Wien - Vortragssaal der GBA: -

Veranstaltungsort Wien - Geozentrum: -

Veranstaltungsort Wien - Naturhistorisches Museum: Alle Veranstaltungen werden bis (vorerst) 3.4. eingestellt. (https://www.nhm-wien.ac.at/veranstaltungsprogramm)

Veranstaltungsort Wien - BOKU: -

Von 07.-08.10.2020 findet die Konferenz AAPG GTW (American Association of Petroleum Geologists, Europe, Gotechnical Workshop) mit dem Titel "Evaporite processes and systems: Integrating perspectives" in Salzburg statt. Es gibt zusätzliche Vor- und Nachexkursionen in die österreichischen Salzbergwerke und Gips/Anhydritsteinbrüche.

 

Keynote Speakers:
Giovanni Aloisi - University of Paris (Head of the European Salt Giant Project)
Kathleen Benison - University of West Virginia (Salt Sedimentology)
Angelo Camerlenghi - University of Trieste (Head of the European MedSalt Project)
Michael Hudec - University of Texas at Austin (Salt Tectonics)
Terry McGenity - University of Essex (Deep Biosphere & Evaporites)
Brian Pratt - University of Saskatchewan (Evaporite Sedimentology & Earthquakes)
Gabor Tari - OMV (Salt Tectonics & Petroleum Systems)
Janos Urai -  University RWTH Aachen (Salt tectonics & Microstructures)
Walter Wittke - Wittke Beratende Ingenieure, Germany (Engineering & Evaporites)

 

Abstract Einreichfrist: 20. April 2020

Weitere Informationen unter: https://www.aapg.org/global/europe/events/workshop/articleid/55507/evaporite-processes-and-systems-integrating-perspectives

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften schreibt im Bereich der Geowissenschaften den Walther E. Petrascheck-Preis aus.
Der Walther E. Petrascheck-Preis wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 35 Jahre vergeben, die herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Geowissenschaften vorlegen können und in einem der folgenden Länder an einer Universität oder außeruniversitären Forschungseinrichtung tätig sind: Bosnien-Herzegovina, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn oder Österreich.

Weitere Informationen zu diesem Preis finden Sie unter dem Link: https://stipendien.oeaw.ac.at/preise/naturwissenschaften/walther-e-petrascheck-preis/

Einreichtermin: 15. April 2020

Fragment eines uralten versunkenen Kontinents entdeckt 
Im Süden der nordkanadischen Baffininsel stießen Geologen auf die Überreste einer der ersten Landmassen der Erde 
https://www.derstandard.at/story/2000116154261/
(Der Standard, 30.03.2020) 

Für Dinosaurier waren die Tage kürzer 
Aus Muschelschalen lassen sich erstaunlich detaillierte Informationen über die Erdgeschichte ablesen 
https://www.derstandard.at/story/2000115703499/
(Der Standard, 30.03.2020) 

600 tiefe Einblicke und ein Aha-Moment 
Seismologische Erkundungen des Untergrunds im Alpenraum geben neue Hinweise auf die Prozesse, die das Bergmassiv bis heute bewegen. Österreichische Messstationen erfassten zur Überraschung der Forscher auch Infraschall 
https://www.diepresse.com/5791824/
(Die Presse, 27.03.2020 - kostenpflichtig!) 

Reiskorngroßer Urahn aller modernen Tiere entdeckt 
Spurenfossil weist auf erstes bilateralsymmetrisches Wesen mit Vorder- und Hinterseite, Öffnungen an beiden Enden und einem Darm dazwischen hin 
https://www.derstandard.at/story/2000116109303/
(Der Standard, 25.03.2020) 

Vor 47 Millionen Jahren schrumpften Minipferde und wuchsen Tapire 
Fossilien aus dem Mittleren Eozän liefern Paläontologen überraschende Einblick in die Evolution der frühen Säugetiere 
https://www.derstandard.at/story/2000116100659/
(Der Standard, 25.03.2020) 

Die Ahnen aller Tiere mit Kopf und Schwanz 
In Australien fand man Fossilien winziger wurmartiger Wesen, die vor 555 Millionen Jahren lebten 
https://www.diepresse.com/5789549/
(Die Presse, 23.03.2020 - kostenpflichtig!) 

Irdischer Einschlagskrater liefert Hinweise auf Vergangenheit des Mars 
Aus Untersuchungen am Nördlinger Ries, einem Krater, der vor 15 Millionen Jahren entstand, lässt sich auf die frühe Marsatmosphäre schließen 
https://www.derstandard.at/story/2000115899480/
(Der Standard, 22.03.2020) 

Sah die Erde einst wie "Waterworld" aus? 
US-Forscher untersuchten 3,2 Milliarden Jahre altes Gestein und schließen daraus auf die Möglichkeit eines globalen Ozeans 
https://www.derstandard.at/story/2000115987769/
(Der Standard, 21.03.2020) 

Das "Wunderhuhn" aus der Kreidezeit 
Asteriornis maastrichtensis war gewissermaßen ein halbes Hendl – und zur anderen Hälfte eine Ente 
https://www.derstandard.at/story/2000115923757/
(Der Standard, 19.03.2020)  

Größere Neigung der Erdachse führt zu Warmzeiten 
Die sogenannte Obliquität ist für das Erdklima von essenzieller Bedeutung. In der letzten Million Jahre war sie verantwortlich für das Ende von Eiszeiten 
https://www.derstandard.at/story/2000115686497/
(Der Standard, 16.03.2020) 

Bernstein konservierte Kopf eines winzigen Dinosauriers 
Der kleinste Dino des Erdmittelalters sah aus wie ein Kolibri mit Zähnen 
https://www.derstandard.at/story/2000115667426/
(Der Standard, 15.03.2020) 

Neigung der Erdachse beendete jüngste Eiszeiten 
Je schiefer sie war, umso wärmer wurde es 
https://www.diepresse.com/5784548/
(Die Presse, 13.03.2020) 

Neigt sich die Erdachse, enden Eiszeiten 
Wenn sich die Erde gegenüber der Sonne neigt, enden Eiszeiten. Das berichten nun Forscher: Die Schiefstellung der Erdachse ändert sich ständig und in der jüngsten Million Jahre war sie stets groß, wenn Kaltperioden aufhörten 
https://science.orf.at/stories/3200234/
(ORF, 13.03.2020) 

Auf der Spur der letzten großen Elefanten-Emigration 
Vor 800.000 Jahren brachen riesenhafte Elefanten mit geraden Stoßzähnen von Afrika aus in die Welt auf 
https://www.derstandard.at/story/2000115573034/
(Der Standard, 13.03.2020) 

Voraussetzungen für Leben auf der Erde wurden erst sehr spät geschaffen 
Die ältesten erhaltenen Erdmantelgesteine aus Grönland liefern Hinweise auf den Ursprung der Ozeane 
https://www.derstandard.at/story/2000115659155/
(Der Standard, 12.03.2020) 

Ein sieben Millimeter großer Dinosaurier – oder ein Vogel? 
Der Fund eines Schädels in Bernstein erregt die Paläontologen 
https://www.diepresse.com/5783222/
(Die Presse, 12.03.2020 - kostenpflichtig!) 

Erde und Mond unterscheiden sich im Sauerstoff 
Eine Isotopenanalyse rettet die Theorie, dass der Mond durch einen großen Einschlag entstanden sei 
https://www.diepresse.com/5782573/
(Die Presse, 11.03.2020) 

Leben, oder nur ein Stein? 
Bevor man auf dem Mars nach Spuren des Lebens sucht, muss man wissen, wie sie aussehen. Geologie kann trügen, Chemie kann es auch 
https://www.diepresse.com/5781114/
(Die Presse, 08.03.2020 - kostenpflichtig!) 

Fossiler Pflanzengummi entdeckt 
Forscherinnen und Forscher haben den ersten fossilen Pflanzengummi entdeckt. Sie fanden das bernsteinfarbige Material in 110 Mio. Jahre alten fossile Blättern. Dass der wasserlösliche Stoff diese Zeit übersteht, sei sehr überraschend 
https://science.orf.at/stories/3200142/
(ORF, 06.03.2020) 

Erster fossiler Pflanzengummi entdeckt 
Er überdauerte in 110 Mio. Jahre alten Blättern 
https://www.diepresse.com/5780481/
(Die Presse, 06.03.2020)  

In der Urzeit war kein Land in Sicht 
Vor 3,2 Milliarden Jahren bedeckte Wasser fast die ganze Erdoberfläche 
https://www.diepresse.com/5778171/
(Die Presse, 02.03.2020) 

Forscher wollen Dinosaurier-DNA entdeckt haben 
Angeblich wurden Knorpelzellen, Chromosomen und sogar Erbgutmoleküle in einem 75 Millionen Jahre alten Jungdino-Fossil isoliert 
https://www.derstandard.at/story/2000115243751/
(Der Standard, 02.03.2020) 

Die Sandstrände verschwinden 
Sandstrände sind Sehnsuchtsorte und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Oft sind die umliegenden Küstenregionen dicht besiedelt. Forscher schlagen nun Alarm: Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte weltweit die Hälfte aller Strände verschwunden sein 
https://science.orf.at/stories/3200112/
(ORF, 02.03.2020) 

Die Österreichische Geologische Gesellschaft vergibt heuer wieder den Otto Ampferer Preis für alle Sparten der Geowissenschaften, sowie den Hans Höfer von Heimhalt Preis für alle Sparten der angewandten Geowissenschaften.

Bedingungen für die Bewerbung:

  • Mitglieder der ÖGG (Antrag auf Mitgliedschaft)
  • Bewerberinnen und Bewerber sollen unter 35 Jahren sein
  • hochwertige Publikationen in internationalen Fachzeitschriften

Bewerbungsfrist: 15. Mai 2020
Antrag per E-Mail an preis@geologie.or.at senden.

Der Preis wird auf der Pangeo Austria 2020 in Leoben verliehen.

Download der Ausschreibung: Ausschreibung.pdf

Am 30.Jänner 2020 fand ein Vortrag von Marc Olefs zum Thema "Herausforderung Klimawandel - Fakten mit Fokus auf Österreich" statt, die Präsentation mit ein paar weiterführenden Links am Ende kann hier heruntergeladen werden: Präsentation.pdf

 

Mit Wasserschneidern zur Wärme aus der Erde 
Stromerzeugung mithilfe von Erdwärme – technisch machbar, jedoch teuer. Steirische Forscher haben nun eine Technologie entwickelt, die diese nachhaltige Form der Energiegewinnung wirtschaftlicher macht 
https://www.diepresse.com/5776458/
(Die Presse, 28.02.2020) 

Wie man schneller in tiefe Schichten der Erdkruste gelangt 
Die Nutzung von Geothermie benötigt lange und teure Bohrungen. Ein Forschungsprojekt zeigt, wie die Bohrgeschwindigkeit erhöht werden kann 
https://www.derstandard.at/story/2000115018891/
(Der Standard, 28.02.2020) 

20 Millionen Jahre alter Echsenfuß in Bernstein entdeckt 
Unter dem Mikroskop wirkt der uralte Anolis-Vorderfuß aus der Dominikanischen Republik äußerst gut erhalten, doch der Schein trüg 
https://www.derstandard.at/story/2000115090037/
(Der Standard, 27.02.2020) 

Als die Menschheit einem Mega-Vulkanausbruch trotzte 
Vor 74.000 Jahren kühlte ein Supervulkan das Klima ab. Lange dachte man, dass unsere Spezies nur knapp überlebte. Neue Funde zeichnen ein anderes Bild 
https://www.derstandard.at/story/2000115058353/
(Der Standard, 26.02.2020) 

Wie Fossilien jahrtausendealte Ernährungsgewohnheiten enthüllen 
Mit einer neuartigen Isotopenanalyse von Zink konnten deutsche Wissenschafter Fleisch- von Pflanzenfressern unterscheiden 
https://www.derstandard.at/story/2000114702007/
(Der Standard, 26.02.2020) 

Kleinere Katastrophe vor 74.000 Jahren 
Der Ausbruch des Vulkans Toba dürfte die Geschichte der Menschen doch nicht völlig zerrissen haben 
https://www.diepresse.com/5774936/
(Die Presse, 26.02.2020) 

Mögliche Urahnin aller modernen Pflanzen entdeckt 
Bisher galten 800 Millionen Jahre alte Algen als die ältesten Pflanzen. Nun wurde eine Grünalge gefunden, die um 200 Millionen Jahre früher lebte 
https://www.derstandard.at/story/2000114974232/
(Der Standard, 25.02.2020) 

Tunnel soll Dorener Hangrutsch stoppen 
In Doren wird weiter nach Lösungen gesucht, um einen seit mehr als 100 Jahren rutschenden Hang zu sichern. Der neueste Plan umfasst einen Tunnel, der Wasser aus dem Hang transportieren soll 
https://vorarlberg.orf.at/stories/3035979/
(ORF Vorarlberg, 24.02.2020) 

Rekordfossil einer Riesenschildkröte in Deutschland zu sehen 
Das vollständig erhaltene Fossil einer 154 Millionen Jahre alten Schildkröte misst von Kopf bis Schwanz 140 Zentimeter – ein Weltrekord 
https://www.derstandard.at/story/2000114756190/
(Der Standard, 22.02.2020) 

Die letzten Mammuts litten an Gendefekten 
Inzucht setzte den Tieren auf russischer Insel zu 
https://www.diepresse.com/5773010/
(Die Presse, 21.02.2020) 

Mammuts litten an Gendefekten 
Auf der Wrangelinsel im arktischen Ozean starben vor rund 4.000 Jahren die letzten Wollhaarmammuts. Wie Forscher berichten, war ihre Fortpflanzungsfähigkeit und ihr Geruchssinn durch genetische Defekte beeinträchtigt 
https://science.orf.at/stories/3200062/
(ORF, 21.02.2020) 

Gen-Mutationen wurden den letzten Mammuts zum Verhängnis 
Erst vor rund 3.700 Jahren verschwanden die letzten Vertreter der einst weitverbreiteten Eiszeitgiganten. Gesund waren sie schon länger nicht mehr 
https://www.derstandard.at/story/2000114854185/
(Der Standard, 21.02.2020) 

240 Mio. Jahre alter Zwergsaurier entdeckt 
Vor 240 Millionen Jahren streifte ein nicht einmal zehn Zentimeter langes eidechsenartiges Tierchen durch das Schachtelhalm-Dickicht im heutigen Baden-Württemberg. Das Relikt eines solchen Zwergsauriers wurde nun in einem Steinbruch gefunden 
https://science.orf.at/stories/3200057/
(ORF, 20.02.2020) 

Winzige Echse aus der Zeit vor den Dinosauriern entdeckt 
Kaum zehn Zentimeter langes Tier lebte vor 240 Millionen Jahren und ähnelt dennoch schon modernen Echsen und Schlangen 
https://www.derstandard.at/story/2000114829296/
(Der Standard, 21.02.2020) 

Fische in der Sahara 
Auch in Urzeiten war das Klima im Wandel. Im Vergleich zur Gegenwart zwar gemächlich – die Auswirkungen waren dennoch enorm: Fossilfunde in Libyen geben Einblicke in ein ehemals blühendes Ökosystem 
https://science.orf.at/stories/3200047/
(ORF, 19.02.2020) 

Der magnetische Nordpol "rast" weiter Richtung Sibirien 
Wissenschafter veröffentlichen ein aktualisiertes globales Magnetfeldmodell. Die Ursachen der schnellen Veränderungen bleiben mysteriös 
https://www.derstandard.at/story/2000114705758/
(Der Standard, 18.02.2020) 

Das Dino-Puzzle aus dem 3D-Drucker 
Das Naturhistorische Museum präpariert das Skelett eines sechs Meter langen Plateosaurus. Manche Knochen müssen künstlich nachgebaut werden 
https://www.derstandard.at/story/2000114582653/
(Der Standard, 18.02.2020) 

Saurier erhält Knochen aus dem 3-D-Drucker 
Die versteinerten Überreste eines 210 Mio. Jahre alten Dinosauriers hat das Naturhistorische Museum (NHM) Wien 2019 als Dauerleihgabe bekommen. Nun ergänzten Forscher fehlende Skelettteile des noch kopflosen Sauriers mit Knochen aus dem 3-D-Drucker 
https://science.orf.at/stories/3200030/
(ORF, 17.02.2020) 

Antarktis-Schmelze ließ den Meeresspiegel schon einmal stark steigen 
In der letzten Warmzeit vor der heutigen stieg der Pegel um sechs bis neun Meter – trotz einer Meereserwärmung um weniger als zwei Grad 
https://www.derstandard.at/story/2000114479419/
(Der Standard, 15.02.2020) 

Tiefsee-Tauschhandel zwischen Bakterien und Muscheln 
Massenspektrometrie gibt Einblick in den Molekülaustausch zwischen Tiefsee-Miesmuscheln und symbiotischen Bakterien 
https://www.derstandard.at/story/2000114289815/
(Der Standard, 15.02.2020)  

40 Kilometer vom Steinbruch bis zum römischen Legionslager 
Ein Forschungsprojekt untersucht die in Carnuntum und Vindobona verwendeten Steinmaterialien. In erster Linie wurden Leithakalke für Hausbauten und Wehranlagen verwendet. Aber auch Marmor aus weit entfernten Regionen wurde herantransportiert 
https://www.diepresse.com/5769173/
(Die Presse, 14.02.2020) 

Dinosaurier litt an seltener krebsartiger Krankheit 
Wucherung im Schwanzwirbel eines Hadrosauriers zeigt Merkmale der Langerhans-Zell-Histiozytose 
https://www.derstandard.at/story/2000114492449/
(Der Standard, 14.02.2020) 

Urzeitliche Riesin mit gehörntem Panzer 
Der Panzer von Stupendemys geographicus, der größten bekannten Süßwasserschildkröte aller Zeiten, wies eine unerwartete Besonderheit auf 
https://www.derstandard.at/story/2000114498608/
(Der Standard, 13.02.2020) 

Monströs: Riesenschildkröte mit Hörnern 
Schildkröten stehen ja nicht im Verdacht, besonders furchterregend zu sein. Doch diese war es: Wissenschaftler haben in Venezuela die Überreste einer Riesenschildkröte ausgegraben. Sie war eine Tonne schwer - und trug Hörner 
https://science.orf.at/stories/2998609/
(ORF, 12.02.2020) 

Forscher entdecken neue Dinosaurier-Art 
Der Thanatotheristes degrootorum lebte vor 80 Millionen Jahren. Seinen Schädel haben Hobbypaläontologen beim Wandern gefunden 
https://www.diepresse.com/5767026/
(Die Presse, 11.02.2020) 

Forscher bergen seltenes Fossil aus der Gezeitenzone 
Der Thalattosaurier gehörte zu den ersten Reptilien, die zu einem Leben im Meer zurückkehrten 
https://www.derstandard.at/story/2000114286368/
(Der Standard, 09.02.2020) 

Mehr Wissen über die Zusammensetzung der Mondgesteine 
Wissenschafter haben eine Technik der Materialwissenschaften für die Analyse von Mondgestein weiterentwickelt. Sie erwarten dadurch neue Erkenntnisse 
https://www.derstandard.at/story/2000114329454/
(Der Standard, 09.02.2020) 

Das lange Vorbeben des Anthropozäns 
Die Wurzeln des vom Menschen geprägten Erdzeitalters reichen viel weiter zurück als gedacht. Sie sind sogar älter als die Gattung Mensch selbst 
https://www.derstandard.at/story/2000113561378/
(Der Standard, 09.02.2020) 

Materie aus der Zeit vor der Geburt der Sonne in Meteoriten entdeckt 
Proben aus dem Allende-Meteoriten stellt bisherige Annahmen über die Anfangsbedingungen des Sonnensystems in Frage 
https://www.derstandard.at/story/2000114168062/
(Der Standard, 04.02.2020) 

Erster Pliosaurier-Zahn im NHM zu sehen 
Im Sommer 2018 haben Forscher des Naturhistorischen Museums Wien (NHM) die Überreste eines Pliosauriers in Oberösterreich entdeckt. Es war der erste Nachweis dieser Meeressaurier-Art in Österreich. Ab sofort ist ein Zahn des Tieres im NHM zu sehen 
https://wien.orf.at/stories/3032928/
(ORF, 03.02.2020) 

Pliosaurier-Zahn aus Oberösterreich in Wien zu sehen 
2018 wurde bei Ebensee der 132 Millionen Jahre alte Zahn eines imposanten Meeresreptils entdeckt. Nun ist er im NHM Wien ausgestellt 
https://www.derstandard.at/story/2000114111705/
(Der Standard, 03.02.2020) 

Pilze dürfte es schon vor dem "Schneeball Erde" gegeben haben 
Forscher führen den Ursprung dieses Lebenszweigs bis ins nebulose Zeitalter des Toniums zurück 
https://www.derstandard.at/story/2000113651695/
(Der Standard, 01.02.2020) 

Fleischfressendem Dinosaurier wuchs alle zwei Monate ein neues Gebiss 
Fast wie ein Hai: Der Majungasaurus von Madagaskar hatte für jeden verbrauchten Zahn binnen kurzem Ersatz 
https://www.derstandard.at/story/2000112890872/
(Der Standard, 01.02.2020) 

Am 16.01.2020 fand traditionell der jährliche Geo3Pal Eisstockabend der Vereine AGS ( https://www.geophysik.at ) und ÖGG, heuer auch mit der ÖPG ( https://fossils-of-austria.at ) und GTÖ ( https://www.geothermie-oesterreich.at ) statt. Das Eisstockschießen fand am Badeschiff in Wien statt. Es war eine große Freude zusammenzukommen und den Abend am Eis zu verbringen, wo in verschiedenen Teams gegeneinander gespielt wurde.

18 Millionen Jahre altes Ur-Chamäleon gefunden 
Der Fund in Kenia zeigt, dass die einzigartigen Echsen nicht in Madagaskar entstanden sind, wo heute die meisten von ihnen leben 
https://www.derstandard.at/story/2000113978329/
(Der Standard, 30.01.2020) 

Asteroid könnte die längste Eiszeit der Erdgeschichte beendet haben 
Forscher identifizieren in der australischen Region Yarrabubba den ältesten Einschlagskrater der Welt 
https://www.derstandard.at/story/2000113900154/
(Der Standard, 28.01.2020) 

Rätselhafte Gaskonzentrationen über dem Roten Meer 
Unerklärlich hohe Ethan- und Propanwerte über dem nördlichen Roten Meer haben ihre Quelle tief unter der Wasseroberfläche 
https://www.derstandard.at/story/2000113880778/
(Der Standard, 28.01.2020) 

Ältester aufrecht gehender Primat kommt ins Museum 
Danuvius guggenmosi lebte vor rund 12 Millionen Jahren in Europa und wirft neues Licht auf die Entwicklung der Zweibeinigkeit 
https://www.derstandard.at/story/2000113879394/
(Der Standard, 28.01.2020) 

Asteroid löschte Dinos aus, Vulkanismus prägte das Leben danach 
Waren auch Vulkane am Untergang der Dinosaurier beteiligt? Nein, besagt eine neue Studie – aber sie beeinflussten das Leben nach der Katastrophe 
https://www.derstandard.at/story/2000113380239/
(Der Standard, 25.01.2020) 

Opfer des Vesuv-Ausbruchs zeigt glasartige Strukturen im Gehirn 
Anthropologe: "Ich sah etwas glitzern im Inneren des Schädels und wusste sofort, dass ich da etwas beinahe Einmaliges vor mir habe" 
https://www.derstandard.at/story/2000113706129/
(Der Standard, 25.01.2020) 

Der erste Schutzschild unseres Planeten 
Das Magnetfeld der Erde entstand schon vor 4,2 Milliarden Jahren und war überraschend stark, berichten Forscher 
https://www.derstandard.at/story/2000113623214/
(Der Standard, 23.01.2020) 

Neue Erkenntnisse zum vermeintlichen Eierdieb unter den Dinosauriern 
Forscher wollten herausfinden, ob das Brutgeschäft von Oviraptoren eher dem von Vögeln oder dem von Krokodilen ähnelte 
https://www.derstandard.at/story/2000113608107/
(Der Standard, 22.01.2020) 

Kurilen-Kamtschatka-Graben aus dem Club der "Minus-Zehntausender" gestrichen 
Deutsche Forscher haben das Witjastief 3 im Nordwestpazifik neu vermessen 
https://www.derstandard.at/story/2000113553764/
(Der Standard, 22.01.2020) 

Skorpion ist das älteste bekannte Landtier der Welt 
Die Fossilien von Parioscorpio venator sind sagenhafte 437 Millionen Jahren alt 
https://www.derstandard.at/story/2000113454200/
(Der Standard, 21.01.2020) 

Kometen brachten Phosphor auf die Erde 
Forscher rekonstruieren, wie das Element herbeigeschafft wurde, ohne das kein Leben möglich wäre 
https://www.derstandard.at/story/2000113330311/
(Der Standard, 21.01.2020) 

Der älteste Stoff auf Erden 
US-Forscher haben einen in Australien eingeschlagenen Meteoriten untersucht – und Bemerkenswertes entdeckt: Darin befindet sich sieben Milliarden Jahre alter Sternenstaub 
https://science.orf.at/stories/2997156/
(ORF, 14.01.2020) 

Die ältesten Staubkörnchen unseres Planeten 
Kein festes Material ist älter als winzige Sternenstaubkörner aus einem Meteoriten. Forscher schätzen sie auf ein Alter von bis zu sieben Milliarden Jahren 
https://www.derstandard.at/story/2000113247718/
(Der Standard, 14.01.2020) 

Bedrohung durch Vulkan auf Philippinen könnte Wochen oder Monate anhalten 
Etwa 45.000 Menschen haben sich nach dem Ausbruch des Taals in Sicherheit gebracht 
https://www.derstandard.at/story/2000113264501/
(Der Standard, 14.01.2020) 

Wenn das arktische Meereis schwindet, taut auch der Permafrost 
Forscher untersuchten, wie es in der Vergangenheit in Phasen ohne arktisches Meereis um die sibirischen Permafrostböden stand 
https://www.derstandard.at/story/2000113112316/
(Der Standard, 13.01.2020) 

Vulkan Taal auf Philippinen weiterhin gefährlich aktiv 
Das seismologische Institut der Philippinen warnte, dass der Vulkan Taal weiterhin gefährlich aktiv sei. Mehr als 75 vulkanische Beben wurden über Nacht registriert 
https://www.diepresse.com/5751110/
(Die Presse, 13.01.2020) 

Ascheregen und Evakuierungen nach Vulkanausbruch auf Philippinen 
Die Behörden schätzen, dass mindestens 200.000 Menschen fliehen müssen 
https://www.derstandard.at/story/2000113223507/
(Der Standard, 13.01.2020) 

Vulkan Taal auf den Philippinen spuckt Rauch und Asche 
Experten warnen, dass es zum plötzlichen Ausstoß giftiger Gase kommen könnte. 6000 Menschen mussten die Umgebung verlassen 
https://www.derstandard.at/story/2000113205547/
(Der Standard, 12.01.2020) 

Vor den Komoren ist ein riesiger neuer Unterwasservulkan entstanden 
Enormer Ausbruch in mehreren Kilometern Tiefe blieb an der Oberfläche bis auf einige ungewöhnliche Erdbeben unbemerkt 
https://www.derstandard.at/story/2000113061589/
(Der Standard, 11.01.2020) 

Hohe Rauchsäule nach starker Explosion am Vulkan Popocatepetl 
Möglicherweise muss die Bevölkerung im Umkreis des Vulkans die Gegend verlassen 
https://www.derstandard.at/story/2000113145823/
(Der Standard, 10.01.2020) 

100 Millionen Jahre alter Schleimpilz in Bernstein konserviert 
Die winzige Kreatur konnte überraschenderweise einer heute noch existierenden Gattung zugeordnet werden 
https://www.derstandard.at/story/2000113021578/
(Der Standard, 08.01.2020) 

Welche Fossilien wird unser Zeitalter hinterlassen? 
US-Forscher kommen zu ernüchterndem Befund: Paläontologen der Zukunft würden fast ausschließlich Knochen von Menschen und Haustieren finden 
https://www.derstandard.at/story/2000112488800/
(Der Standard, 06.01.2020) 

Als Schlangen noch Hinterbeine hatten 
Die 90 Millionen Jahre alte "biblische" Schlange Najash gewährte Forschern Einblicke in die Evolution einer sehr erfolgreichen Tiergruppe 
https://www.derstandard.at/story/2000111530644/
(Der Standard, 06.01.2020) 

Läuse plagten schon die Dinosaurier 
In Bernstein konservierte Dinosaurierfedern aus Myanmar entpuppten sich als Mahlzeit lausähnlicher Parasiten 
https://www.derstandard.at/story/2000112385583/
(Der Standard, 06.01.2020) 

Permafrostböden reichten einst bis zum Kaspischen Meer 
Forscher lesen Urzeit-Klima an bisher wenig beachteten Kristallen ab und finden Hinweise auf Bedingungen, unter denen Höhlenmalereien entstanden 
https://www.derstandard.at/story/2000112779390/
(Der Standard, 02.01.2020) 

Studie: Es gab doch keinen Mini-T. Rex 
Tyrannosaurus Rex - der berühmteste aller Saurier – konnte bis zu 13 Meter lang werden. 30 Jahre lang war umstritten, ob es auch eine deutlich kleinere T.Rex-Art gab. US-Forscher und -Forscherinnen haben nun Beweise gesammelt, die dagegen spreche 
https://science.orf.at/stories/2996641/
(ORF, 02.01.2020) 

1:0 für die Lumper: Den Mini-Tyrannosaurus hat es nie gegeben 
Neue Untersuchung zeigt, dass der vermeintliche Nanotyrannus nichts anderes als ein Halbwüchsiger war 
https://www.derstandard.at/story/2000112847602/
(Der Standard, 02.01.2020) 

Einschlagkrater eines gewaltigen Asteroiden in Laos entdeckt 
Wissenschafter fanden Hinweise auf den lange gesuchten Krater unter einer Schicht vulkanischen Gesteins in Laos 
https://www.derstandard.at/story/2000112830919/
(Der Standard, 02.01.2020) 

Am 9. Dezember lud die Junior Section der ÖGG zum gemeinsamen Punschtrinken ins Wiener Museumsquartier. Eine kleine Runde folgte dem Aufruf und genoss einen nicht allzu kalten Abend in gemütlicher Atmosphäre bei Tratsch und Punsch.

Mit dem Buch "GEOLOGIE DER ALPEN AUS DER LUFT" (von dem auch ausgewählte Luftbilder das Banner dieser Webseiten schmücken) wurde ein Klassiker geschaffen, sowohl für Geologen als auch für Nicht-Geologen. 

Das Buch ist auch vom Autor direkt zu einem Autorenpreis erhältlich, beispielsweise als geologisches Weihnachtsgeschenk. Bitte wenden Sie sich hierbei direkt an:  kurt.stuewe@uni-graz.at. Zum Download einzelner Bilder und Diagramme siehe auch: http://alpengeologie.org