Am 4. Dezember 2015 fand im Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte in Wien die 14. wissenschaftshistorische Tagung
der österreichischen Arbeitsgruppe „Geschichte der Erdwissenschaften” zum Thema Geologie und Medizin statt.

Aus dem Vorwort zum Tagungsbericht:

Die sehr frühen gemeinsamen Wurzeln der Verbindung Geologie und Medizin kann man sicherlich in der antiken Steinheilkunde verorten. Über die Mystik der Hildegard von Bingen und später über die Entia-Vorstellungen von Paracelsus – speziell die Körpergrundsubstanzen Sulphur, Merkurius und Sal betreffend – lassen sich diese natur- und heilkundlichen Vorstellungen bis in die esoterische „Hildegard-Medizin“ der letzten Dezennien verfolgen.

Den Bezug des geologischen Untergrundes und der heilenden Wirkung auf den Menschen haben vor allem die „Pioniere“ unter den Erdwissenschaftlern in Österreich, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ausgebildete Mediziner waren und sich Kenntnisse in Geologie autodidaktisch aneigneten, hergestellt. Auf ihren grundlegenden Arbeiten konnte sich unter anderem die medizinische Balneologie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickeln.

Die im Rahmen des Symposiums abgehandelten Themen haben sich hauptächlich aber nicht nur um das Tagungsthema gedreht.

Der Tagungsbericht ist im Rahmen der Berichte der Geologischen Bundesanstalt erschienen und steht hier zum Download zur Verfügung: Berichte der Geologischen Bundesanstalt - Band 113.

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