Die American Association of Petroleum Geologists (AAPG) führt heuer zum 2.Mal den Imperial Barrel Award (IBA) durch, einen auf "real data" fußenden Petroleum-Exploration Wettbewerb für Studententeams.

In einem virtuellen Datenraum werden den Teams 3D-Seismik, Bohrungs- und Regionalgeologie-Informationen bereitgestellt. An Hand dieser Datensätze (den Teams wurden entweder Daten aus der norwegischen Nordsee oder aus dem Cooper Basin in Australien zugelost) sind von den Teams (in der Rolle einer fiktiven Ölfirma) nach eingehender Evaluierung, wofür rund 6 Wochen zur Verfügung standen, Empfehlungen hinsichtlich Einstieg und mögliches Arbeitsprogramm zu erarbeiten. Unter aktiver Einbindung jedes einzelnen Team-Mitglieds werden die Ergebnisse in einer 25-minütigen Präsentation der Jury vorgestellt und in einer etwa 15-minütigen Diskussion mit den Jury-Mitgliedern verteidigt.mJedes Team umfasst fünf Studenten, denen ein Berater (i.a. ein Uni-Lehrer) zur Seite steht. Klare Spielregeln geben die Aufgabenstellung des Teams und jene des Beraters vor.

Am diesjährigen Bewerb nehmen weltweit rund 40 Teams verschiedener Universitäten teil; in 14 regionalen Vorrunden wurden mittlerweile die Teilnehmer an der Finalrunde ermittelt - diese findet unmittelbar vor der AAPG Annual Conference am 17./18. April in San Antonio, Texas, statt. Die europäische Ausscheidung ging am 15. März in Prag über die Bühne - von 6 genannten haben sich 5 Teams nachstehender Universitäten der Jury gestellt:

  • IFP (Frankreich)
  • Miskolc (Ungarn)
  • Budapest (Ungarn)
  • Moskau (Russland)
  • Montanuniversität Leoben

Die Finanzierung des Bewerbs erfolgt aus Mitteln der AAPG und vor allem durch Beiträge von Sponsoren. Gemeinsam mit 7 weiteren Öl- und Servicefirmen (British Gas, CGG Veritas, ExxonMobil, Nexen, Schlumberger, Shell, Total) zählen auch die beiden österreichischen Ölfirmen OMV und RAG zu den Sponsoren der europäischen Ausscheidung - jedem Sponsor stand ein Sitz in der Jury zu - 6 Sponsorvertreter haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und je einen Juror entsandt; den Vorsitz in der Jury führte der Direktor des Geologischen Instituts des Imperial College in London.

Sieger der europäischen Ausscheidung ist das Team aus Leoben vor jenem von IFP und der Lomonossow Universität Moskau. Das Siegerteam gewann einen Scheck über US $ 5.000.- (für die Uni) und die Teilnahme an der Finalrunde in San Antonio - dort wird das gleiche Projekt (evt. überarbeitet) nochmals vorgestellt und winkt ein Siegerpreis von US $ 20.000.- (für die Uni).

Das Siegerteam aus Leoben

 Dem erfolgreichen Team aus Leoben, bestehend aus Barbara Holzweber, Birgit Leitner, Hernan Perdomo, Doris Reischenbacher und Cosima Theloy sowie Prof. Reinhard Sachsenhofer als Betreuer, gilt unser herzlicher Glückwunsch verbunden mit den besten Wünschen für ein glanzvolles Abschneiden in San Antonio.

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