Die Österreichische Geologische Gesellschaft bedauert den Tod (5. Oktober 2013) ihres Ehrenmitgliedes

Chefgeologe Dr. Otto THIELE

(1928 – 2013)

und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Herr Thiele hat im Rahmen seiner Tätigkeit an der Geologischen Bundesanstalt zahlreiche wichtige und bleibende Beiträge zur Geologie von kristallinen Arealen der Ostalpen, der Böhmischen Masse und Mittelasiens (z.B. Iran), aber auch zu Rohstoffen, z.B. Kohle geleistet. Eine ausführliche Würdigung der Verdienste unseres verstorbenen Ehrenmitglieds wird in einem der nächsten Hefte des Austrian Journal of Earth Sciences erscheinen.

Die Österreichische Geologische Gesellschaft trauert um ihren Ampferer-Preisträger

Mag. Dr. Lorenz Keim

(02.02.1969 - 04.02.2012)

In seinen heimatlichen Bergen verstarb der allseits beliebte und fachlich hochgeschätzte Geologe Lorenz Keim durch einen Lawinenabgang; er hinterlässt seine Frau und drei Söhne.

In großer Trauer teilen wir mit, dass

HR Univ.Lektor Dr. Walter Hannes Kollmann

(1949 - 2011)

am 17. Jänner 2011 plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Die Österreichische Geologische Gesellschaft trauert um ihr Ehrenmitglied

wHR Univ.Doz. Dr. Hermann Kohl

(04. Jänner 1920 – 30. Dezember 2010)

Hermann Kohl wurde am 04.01.1920 als Sohn eines Kriminalbeamten in Linz geboren. Nach der 1938 mit Auszeichnung abgelegten Matura und einer verkürzten Dienstpflicht im Reichsarbeitsdienst inskribierte er im Herbst 1938 an der philosophischen Fakultät der Universität Wien Geographie und bald auch Geologie. Im Herbst 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, zuerst bei der Artillerie, später bei der Heeresflak und Infanterie. Nachdem er im Februar 1946 aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war, nahm er trotz schwieriger Bedingungen sein Studium sofort wieder auf. Im Herbst 1946 legte er die Lehramtsprüfung aus Geographie und Geschichte auf der Universität Graz ab und trat im folgenden Jahr das Lehramt am Bundesrealgymnasium in Linz an, wo er 24 Jahre lang tätig sein sollte.

Die Österreichische Geologische Gesellschaft trauert um ihr Ehrenmitglied

em.o.Univ.Prof. Dr. Walter Joseph Schmidt

(11. August 1923 – 2. April 2010)

Der international hoch angesehene Geologe Walter J. Schmidt promovierte 1949 unter L. Kober und F. Machatschki über die Matreier Zone. 1952 habilitierte er sich an der Technischen Hochschule in Wien (TU-Wien) für das Gebiet "Geologie mit besonderer Berücksichtigung der technischen Geologie". Mit 33 Jahren begann er seine internationale Karriere im Topmanagement internationaler Bergbaufirmen. 1976 folgt er einem Ruf als Ordinarius für Prospektion, Lagerstättenlehre und Mineralwirtschaft an die Montanuniversität Leoben. Von 1982 bis 1990 war er Kurator beim Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Von 1991 bis 1995 war er Vorsitzender der Österreichischen Geologischen Gesellschaft, deren Ehrenmitglied er war. Am 15. November 1985 (135-Jahr Feier) wurde er zum Korrespondent der GBA ernannt. Die Geologenschaft wird sein Andenken stets ehrend bewahren.

Ladatio anlässlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft
gehalten von W. Janoschek im großen Hörsaal des Geologischen Instituts der Universität Wien am 15. Jänner 1998

Am 04. Oktober 2009 verstarb Dr. Marcel Lemoine, Professor an der Ecole des Mines de Paris und Forschungs-Direktor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) Pairs, sowie korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Geologischen Gesellschaft.

Tabellarischer Lebenslauf

Epoux de Jeannine Collardey, soeur de Jean Collardey (de la promotion 1943 de l'Ecole des Mines de Paris qui fut aussi celle de Georges Charpak, prix Nobel).

Ecole des Mines de Paris (promotion 1945). Docteur es Sciences.

Die Österreichische Geologische Gesellschaft trauert um ihr Ehrenmitglied

Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Rudolf Trümpy

(16. August 1921 - 31. Jänner 2009)

Am 31. Jänner 2009 ist Dr. Rudolf Trümpy im 88. Lebensjahr friedlich im Schlaf verschieden. Mit ihm ist einer der besten Kenner der Geologie der Alpen von uns gegangen.

Rudolf Trümpy wurde am 16. August 1921 in Glarus geboren. In den späten 1940er-Jahren promovierte er an der ETH Zürich mit einer Studie über den Lias der Glarner Alpen. Sein Postdoktorat verbrachte er zwischen 1947 und 1953 in Lausanne, bevor er 1953 zum Professor für Geologie an der ETH Zürich berufen wurde. Drei Jahre später wählte ihn die Universität Zürich zum Professor ad personam für Stratigraphie. Diese Doppelprofessur besetzte Rudolf Trümpy bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1986.

Die Österreichische Geologische Gesellschaft trauert um ihr Ehrenmitglied

Rudolf Oberhauser

(14. September 1926 - 05. August 2008)

In der Nacht vom 04. auf 05. August 2008 verstarb der Geologe Dr. Rudolf Oberhauser im 82. Lebensjahr. Die Österreichische Geologische Gesellschaft verliert mit ihm einen hervorragenden Wissenschaftler, der sich wie kein anderer um die erdgeschichtliche Erforschung Vorarlbergs, aber auch des übrigen Österreichs verdient gemacht hat.

Die Österreichische Geologische Gesellschaft trauert um ihr Mitglied

Univ.Prof. Dr. Erich Schroll

(08. Dezember 1923 - 24. Februar 2008)

Der Doyen der geochemischen Forschung in Österreich Erich Schroll wurde in Wiener-Neustadt geboren, wo er auch die Schule absolvierte. Im Herbst 1945 begann er sein Studium an der Universität Wien das er 1950 bei Felix Machatschki und Hans Leitmeier als Doktor der Philosophie (Hauptfach Mineralogie & Petrographie, Nebenfach Geologie) abschloss. Von 1953 bis zu seiner Pensionierung mit Ende 1989 war Schroll an der Bundesversuchs- und Forschungsanstalt Arsenal (BVFA), zuletzt in leitender Position, angestellt. Am 15. November 1985 wurde Schroll zum korrespondierenden Mitglied der Geologischem Bundesanstalt ernannt. Die Geologenschaft wird sein Andenken stets ehrend bewahren.

Die Österreichische Geologische Gesellschaft trauert um ihr Ehrenmitglied

Alexander Tollmann

(27. Juni 1928 - 08. August 2007)

Am 24. 8. 2007 haben wir am Friedhof Gersthof einen ganz Großen der Wissenschaft und der Umweltbewegung zu Grabe getragen.

Akademischer Werdegang

Geboren am 27. 6. 1928 in Wien und aufgewachsen in einer Zeit bedrängender wirtschaftlicher Not, konnte er in den letzten Kriegstagen einer Einberufung zur Wehrmacht nur knapp entkommen. Doch dadurch war es ihm möglich seine Schulausbildung ohne Unterbrechung durch Kriegsdienst und möglicher Kriegsgefangenschaft im Juni 1946 planmäßig mit der Matura (die er mit ausgezeichnetem Erfolg absolvierte) abzuschließen.

Die Österreichische Geologische Gesellschaft trauert um ihr Ehrenmitglied

Christof Exner

(20. März 1915 - 16. April 2007)

Christof EXNER Ritter von Erwarten wurde am 20. März 1915 in Innsbruck als Sohn des Univ.-Prof. Dr. Felix Exner v. Erwarten (Meteorologe und Physiker) und der Baroness Christiana, geb. Popp v. Böhmstetten, geboren. Nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums studierte er von 1933 bis 1939 an der Universität Wien Geologie und Petrographie, wo er 1927 als wissenschaftliche Hilfskraft angestellt wurde. 1939 promovierte er mit einer Dissertation bei Prof. L. Kober zum Dr. phil. Im selben Jahr erfolgte seine Verehelichung mit Gertha Brachtel. 1939 sowie von 1945 bis 1950 war er als Assistent am Geologischen Institut der Universität Wien tätig. Von 1950 bis 1958 war er Chefgeologe an der Geologischen Bundesanstalt. 1958 wurde Christof Exner a.o. Univ.-Prof. und Mitvorstand (mit Prof. E. Clar) am Geologischen Institut. Ab dem Jahr 1964 war er o. Univ.-Professor. Die kristallinen Einheiten in Österreich bildeten den Schwerpunkt seiner Arbeiten. Sein wissenschaftliches Werk umfasst über 230 Publikationen, davon etwa 2/3 über die Geologie des Tauernfensters sowie eine große Zahl geologischer Karten samt Erläuterungen.

Prof. Exner war Mitglied zahlreicher (inter)nationaler geowissenschaftlicher Vereinigungen. So war er Träger der Eduard-Sueß Gedenkmünze und damit Ehrenmitglied der Österreichischen Geologischen Gesellschaft.

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