Erstmals wurde heuer (2015) von den österreichischen geowissenschaftlichen Gesellschaften der „Preis für die beste vorwissenschaftliche Arbeit im Bereich Erdwissenschaften“ ausgeschrieben. Wegen der Ausgewogenheit in Qualität und Umfang hat die Jury zwei Erste Preise zu je € 500,- an Teja Stüwe vom Akademischen Gymnasium in Graz und an Tibor Döme vom Bundesgymnasium Tamsweg vergeben. Beide Arbeiten waren bereits von der jeweiligen Schulkommission mit „Sehr gut“ beurteilt worden.

Portrait Stuewe

 

Teja Stüwe hat in ihrer Arbeit „Methanhydrat - die neue Energiequelle“, angeregt durch F. Schätzings Roman „Der Schwarm“ kristallchemische Struktur und Genese, weltweite Vorkommen, die Möglichkeiten der Abbaumethoden sowie Einfluss auf das Klima im Detail beschrieben.In der Einleitung beschreibt Stüwe die Methanhydrate als feste eisähnliche Verbindungen die sich an Kontinentalrändern in großer Meerestiefe in dicken Schichtpaketen ablagern. Schätzungen zufolge enthalten alle Methanhydrate doppelt soviel Kohlenstoff wie Erdöl, Erdgas und Kohle zusammen.

 

 

 

 

 

Portrait Doeme
Tibor Döme geht in seiner Arbeit „Die Dynamik der Plattentektonik in der Japanischen Inselregion - Schwerpunkt: Tōhoku-Katastrophe 2011“ von der Ereigniskette des Jahres 2011 eines submarinen Bebens gefolgt von einem Tsunami aus. Über die Erkenntnisse der Plattentektonik gelangt er zu der von Bewegungen an den Plattengrenzen besonders betroffenen japanischen Inselregion. Die Gebirgsbildung mit begleitendem Vulkanismus, Erdbeben und Bewegungen der Erdkruste leitet Döme über zu den wirtschaftlichen Folgen des Tōhoku Erdbebens, zu politischen Konsequenzen und sicherheitstechnischen Baumaßnahmen.

 

Zum Seitenanfang